Google DeepMind investiert 70 Millionen in KI-Filmwerkzeuge mit A24
23.06.2026 - 06:11:23 | boerse-global.de
Alphabet, Googles Mutterkonzern, investiert rund 70 Millionen Euro in die Zusammenarbeit, die neue KI-Werkzeuge für die Filmbranche entwickeln soll.
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KI als Werkzeug, nicht als Ersatz
Im Mittelpunkt der am Montag bekanntgegebenen Kooperation steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz Filmemacher bei der Produktion und dem Vertrieb unterstützen kann. Beide Unternehmen betonen: Es geht um technische Hilfsmittel, nicht um KI-generierte Inhalte. „Die Technologien sollen die Produktionseffizienz steigern“, erklärte A24-Partner Scott Belsky. Sie unterschieden sich grundlegend von generativen KI-Modellen, die komplette Filmsequenzen aus dem Nichts erschaffen.
Ein erstes Projekt ist bereits in der Entwicklung: ein KI-gestütztes Storyboard-Tool. A24 erhält dafür Zugang zu DeepMinds spezialisierter Forschung und Recheninfrastruktur.
Datenschutz als oberste Priorität
Ein zentraler Punkt des nicht-exklusiven Deals betrifft den Schutz geistigen Eigentums. Google erhält keinen Zugriff auf A24s bestehende Filmbibliothek, Daten oder geschützte Inhalte für das Training von KI-Modellen. Das ist eine klare Abgrenzung zu anderen aktuellen Branchendeals, die stärker auf die Lizenzierung von Inhalten für maschinelles Lernen setzen.
DeepMind-CEO Demis Hassabis betonte, die Partnerschaft basiere auf dem Prinzip der direkten Zusammenarbeit mit Künstlern. Filmemacher behalten die volle kreative Kontrolle über ihre Projekte.
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Strategischer Vorstoß in die Filmtechnologie
Die Investition markiert ein weiteres Eindringen großer Technologiekonzerne in den unabhängigen Filmsektor. Branchenbeobachter sehen darin ein wachsendes Interesse, KI als unterstützende Infrastruktur im professionellen Filmumfeld zu etablieren – und gleichzeitig die Bedenken der Kreativbranche hinsichtlich Datenschutz und dem Erhalt menschlicher Kunstfertigkeit ernst zu nehmen.
Für A24, bekannt für Filme wie „Everything Everywhere All At Once“ und „The Whale“, bedeutet der Deal nicht nur Kapital, sondern auch technische Schlagkraft. Das Studio kann weiterhin eigene Projekte vorantreiben oder mit anderen Technologieanbietern zusammenarbeiten.
