Google-Coup, Intel

Google-Coup: Intel fertigt über 3 Mio. KI-Chips ab 2028

09.06.2026 - 05:18:48 | boerse-global.de

Intel sichert sich einen Millionenauftrag von Google für KI-Prozessoren und gewinnt damit einen weiteren Großkunden für seine Foundry-Sparte.

Intel gewinnt Google als Kunden: Millionen KI-Chips ab 2028
Google-Coup - Close-up of a glowing AI chip with complex circuitry, set against a blurred background of a modern data center. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der US-Konzern Google lässt mehr als drei Millionen seiner spezialisierten KI-Prozessoren künftig bei Intel fertigen – ein Coup für den angeschlagenen Chipriesen.

Der Auftrag, über den am Montag erstmals berichtet wurde, ist ein Meilenstein für Intels junge Foundry-Sparte. Sie soll den Platzhirsch TSMC angreifen. Google bestellt die hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs) für das Jahr 2028. Das Volumen: über drei Millionen Einheiten. Damit sichert sich der Internetkonzern eine zweite Produktionslinie für die Chips, die seine Cloud-Dienste und KI-Modelle antreiben.

Strategische Wende in Googles Lieferkette

Anzeige: Der Google-Auftrag über 3 Mio. KI-Chips und Nvidias Tests auf Intels 18A-Prozess signalisieren eine Trendwende. Unser Report zeigt, welche Katalysatoren die Aktie 2026 antreiben könnten. Kostenlosen Intel-Foundry-Report anfordern

Die Entscheidung fiel nach umfangreichen Tests von Intels fortschrittlicher Verpackungstechnologie. Bislang dominierte TSMC den Markt für KI-Chips – doch der taiwanesische Hersteller stößt an Kapazitätsgrenzen. Besonders in den hochspezialisierten Verpackungslinien herrscht Engpass.

Schätzungen von Morgan Stanley zufolge will Google zwischen 2027 und 2028 insgesamt über sechs Millionen TPUs produzieren. Intel könnte damit rund die Hälfte dieses Volumens übernehmen. Der Deal verschafft Google eine dringend benötigte Alternative in der Lieferkette.

Nvidia testet Intels 18A-Prozess

Während Google bereits fest bestellt hat, loten andere Branchengrößen Intels Technologie noch aus. Nvidia führt derzeit erste Tests auf Intels 18A-Fertigungsprozess durch. Im Fokus steht die Frage, ob Intel ein komplexes Prozessor-Design mit vier Grafikchips in einem Gehäuse fertigen kann.

Dieses Design ist offenbar für Nvidias kommende Feynman-GPU-Architektur vorgesehen – ebenfalls für 2028 geplant. Ein offizieller Produktionsauftrag liegt noch nicht vor. Dennoch werten Analysten die Tests als wichtigen Vertrauensbeweis. Auch der Speicherhersteller SK Hynys prüft, ob sich seine Hochleistungsspeicher mit Intels Verpackungslösungen kombinieren lassen.

Aktie schießt in die Höhe

Die Nachricht vom Google-Deal ließ Intels Aktie am Montag um über elf Prozent auf rund 110 Dollar steigen. Der Börsenwert kletterte auf etwa 557 Milliarden Dollar. Der Kurs hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt – ein Zeichen wachsenden Vertrauens in die Wende-Strategie von CEO Lip-Bu Tan.

Intels Foundry-Sparte wirbt aggressiv um Großkunden aus dem Hyperscaler-Segment. Neben Google hat das Unternehmen bereits Microsoft für dessen Maia-KI-Beschleuniger gewonnen. Auch Amazon Web Services setzt bei einem KI-Chip auf Intel. Und Tesla sicherte sich Kapazitäten für seine nächste Chip-Generation auf Intels 14A-Prozess – für das Terafab-Projekt in Austin.

Anzeige: Während TSMC an Kapazitätsgrenzen stößt, sichert sich Intel Großkunden wie Google, Microsoft und Tesla. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist das der Wendepunkt für die Aktie? Unser Report liefert eine datenbasierte Analyse der Foundry-Strategie. Intel-Foundry-Report jetzt herunterladen

Technologische Basis: Fünf Knoten in vier Jahren

Der Erfolg von Intels Foundry-Sparte hängt an der Strategie „Fünf Knoten in vier Jahren". Entscheidend für den Google-Deal ist die EMIB-Technologie (Embedded Multi-die Interconnect Bridge). Sie verbindet mehrere Chips in einem Gehäuse. Branchenkreisen zufolge liegen die Ausbeuten inzwischen bei rund 90 Prozent – ein Wert, der die Technologie für komplexe Architekturen konkurrenzfähig macht.

Analysten der UBS sehen einen weiteren Katalysator: Die Freigabe des Prozess-Design-Kits für den 14A-Knoten Anfang des Jahres habe neue Gespräche ausgelöst. Neben Google und Nvidia sollen auch Broadcom, Qualcomm und MediaTek in unterschiedlichen Stadien der Verhandlung mit Intel Foundry stehen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69504727 |