Google Cloud VPC: Bestehende MCP-Gateways müssen neu aufgesetzt werden
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 18:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoogle Cloud hat am 27. Oktober 2026 die VPC-Konnektivität sowie statischen IP-Egress für benutzerdefinierte MCP-Server (Model Context Protocol) allgemein verfügbar gemacht. Die Neuerung ist Teil des Gemini-Enterprise-Angebots.
Über sogenannte Agent-Gateway-Konnektivitätsvorlagen wird der Datenverkehr von Agenten-Tools über Private Service Connect direkt in die Virtual Private Cloud (VPC) von Kunden weitergeleitet, wie ein Bericht von forkast.news vom 28. Oktober 2026 darlegt.
Regionale Verfügbarkeit und Routing-Optionen
Die allgemeine Verfügbarkeit der Funktion ist zum Start auf zwei Rechenzentrumsregionen begrenzt: die US-Region us-central1 sowie europe-west1 in Europa.
Für die Steuerung des Netzwerkverkehrs stellt Google Cloud Administratoren zwei unterschiedliche Egress-Modi zur Verfügung:
- PRIVATE_RANGES_ONLY: In dieser Konfiguration leitet das Gateway ausschließlich Datenpakete für private IP-Adressbereiche in die Kunden-VPC weiter. Anderer Datenverkehr verbleibt außerhalb des privaten Firmennetzwerks.
- ALL_TRAFFIC: Dieser Modus routet den gesamten ausgehenden Datenverkehr der Agenten, einschließlich Anfragen an das öffentliche Internet und externe SaaS-Programmierschnittstellen, über die Kunden-VPC.
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Die Option ALL_TRAFFIC ist insbesondere erforderlich, wenn Unternehmen Sicherheitsrichtlinien im Rahmen von VPC Service Controls durchsetzen wollen. In diesem Szenario übernimmt der Kunde die vollständige Verantwortung für das Routing und die Netzwerksicherheit.
Statische IP-Adressen und Cloud NAT
Unternehmen verlangen für den Zugriff auf externe Schnittstellen häufig feste Gegenstellen zur Freigabe. Bei der Wahl des Modus ALL_TRAFFIC erfolgt der Ausgangsverkehr über den Dienst Cloud NAT. Sollen externe Partner oder eigene Systeme feste IP-Adressen über Zulassungslisten (IP-Allowlists) vorgeben, müssen Administratoren die statischen externen IP-Adressen dem Cloud-NAT-Dienst manuell zuweisen.
Technische Einschränkungen bei der Bereitstellung
Die Umstellung bestehender Architekturen erfordert jedoch manuelle Eingriffe. Laut den technischen Spezifikationen ist das zugrundeliegende Network Attachment unveränderlich. Google Cloud unterstützt keine direkten In-Place-Aktualisierungen vorhandener Vorlagen.
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Bestehende Gateways, die bisher ohne Vorlage betrieben wurden, lassen sich nicht nachträglich im laufenden Betrieb anpassen. Für die Nutzung der neuen VPC- und Egress-Funktionen müssen betroffene Gateways zunächst gelöscht und mit den entsprechenden Konnektivitätsvorlagen neu aufgesetzt werden.
