Google, Cloud-Speicher

Google Cloud-Speicher: Backup-Regeln ab sofort deutlich verschärft

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 20:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google verkleinert den Gratis-Speicher für Android-Backups und führt neue Einstellungen sowie lokale Dokumenten-Sicherungen ein.

Google schränkt kostenlosen Cloud-Speicher für Android-Nutzer ein
Stilisierte Cloud mit Datenfluss von einem Android-Symbol, für Cloud-Speicher und Datensicherung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Android-Nutzer müssen ab sofort mit weniger kostenlosem Cloud-Speicher auskommen. Google zählt seit dem 7. Juli 2026 sämtliche Backup-Daten auf das 15-GB-Kontingent an – eine deutliche Verschärfung der bisherigen Praxis.

Bislang belasteten vor allem Medieninhalte das Speicherkonto. Jetzt schlagen auch SMS, MMS, RCS-Nachrichten, Anrufprotokolle, App-Daten und Geräteeinstellungen zu Buche. Branchenbeobachter schätzen die zusätzliche Belastung auf durchschnittlich 40 Megabyte pro Gerät. Wer mehrere Android-Geräte mit einem Google-Konto verbindet, dürfte die Grenze daher schneller erreichen als bisher.

Neue Steuerungsmöglichkeiten für Pixel-Nutzer

Google reagiert auf die Kritik mit feineren Backup-Einstellungen. Seit dem 9. Juli 2026 erhalten Pixel-Geräte mit Android 14 oder 15 ein serverseitiges Update, das pro App festlegt, ob Daten in die Cloud synchronisiert werden dürfen.

Die neuen Schalter finden sich in den System-Backup-Einstellungen. Nutzer können dort Anrufverlauf und Geräteeinstellungen getrennt steuern. Die Kehrseite: Wer das Backup einer bestimmten App deaktiviert, verliert auch die bereits in der Cloud gespeicherten Daten dieser Anwendung.

Lokale Dokumenten-Backups kommen

Parallel zur Speicherverschärfung führt Google eine neue Sicherungsfunktion für Dokumente ein. Seit dem 9. Juli 2026 rollt der Konzern über Google Play Services v26.25 lokale Dokumenten-Backups aus. Unterstützt werden die Formate DOC, PPT, XLS und PDF.

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Die Sicherung erfolgt automatisch täglich, sobald das Gerät am Strom hängt. Die Daten werden verschlüsselt übertragen – eine Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten ist allerdings nicht vorgesehen. Beta-Tester sehen seit heute einen neuen Ordner „Dokumente“ in den Backup-Einstellungen, zwischen „Fotos & Videos“ und „Andere Gerätedaten“. Ein entscheidender Unterschied zu App-Backups: Wer die Dokumenten-Sicherung deaktiviert, verliert nicht automatisch die bereits hochgeladenen Dateien.

Cloud-freie PC-Backups in der Entwicklung

Noch interessanter ist ein Blick in die aktuelle Software. In Google Play Services v26.26.33 vom 10. Juli 2026 fanden Entwickler Hinweise auf eine Funktion namens „Quick Share“-Backup.

Damit könnten Nutzer künftig Fotos und Videos über das lokale WLAN auf einen PC sichern – ohne Umweg über die Cloud. Voraussetzung: Beide Geräte müssen im selben Netzwerk hängen und mit demselben Google-Konto angemeldet sein. Samsung-Geräte scheinen von der Funktion ausgeschlossen zu sein – vermutlich, um Überschneidungen mit Samsungs eigenem Smart Switch zu vermeiden.

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Bezahlmodelle als Ausweg

Wer das 15-GB-Limit durch die neuen Regeln überschreitet, kann auf kostenpflichtige Tarife ausweichen. Google bietet monatliche Abos mit 100 GB, 200 GB und 2 TB an. Die Preise bewegen sich im Rahmen der üblichen Cloud-Dienste – ein Vergleich mit Anbietern wie Dropbox oder der Telekom-Cloud lohnt sich für Vielnutzer aber durchaus.

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