Google-Cloud-Ausfall legt Bank-Apps in Europa teilweise lahm
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 14:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Europas digitale Bankdienste
- Die betroffene Google-Cloud-Infrastruktur lag in der Region London.
- Revolut und weitere Finanzdienste meldeten Probleme bei Apps und Transaktionen.
- Auch Webseiten und Unternehmensanwendungen waren von den Störungen betroffen.
Google-Cloud-Ausfall trifft digitale Dienste in Europa
Ein größerer Ausfall von Google-Cloud-Diensten in Großbritannien hat massive technische Störungen im europäischen Raum ausgelöst. Betroffen waren unter anderem digitale Zahlungs- und Kontodienste, Webseiten sowie Unternehmensanwendungen.
Störungen bei Apps und Transaktionen
Die betroffene Infrastruktur lag nach Angaben von Google und Betroffenen in der Region London. Nutzer in mehreren europäischen Ländern berichteten zeitweise von Problemen beim Zugriff auf Apps und bei Transaktionen.
Zu den betroffenen Finanzdienstleistern gehörte die Digitalbank Revolut. Auch bei der Bank ING waren Dienste beeinträchtigt, nach Angaben eines Sprechers jedoch nicht wegen der Google-Störung.
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Google bestätigt technische Schwierigkeiten
Google räumte die Probleme über seine Status-Seiten ein und arbeitete an ihrer Behebung. Zahlreiche andere Online-Dienste und Unternehmensanwendungen, die auf die Cloud-Infrastruktur angewiesen sind, verzeichneten ebenfalls Störungen.
Das genaue internationale Ausmaß und die Ursache für den Ausfall in der Londoner Rechenzentrumszone wurden weiter analysiert. Google machte zunächst keine abschließenden Angaben zu den Gründen.
Der Ausfall zeigt, wie stark digitale Finanzdienste von wenigen großen Cloud-Infrastrukturen abhängen. Fällt eine zentrale Rechenzentrumszone aus, können Störungen auch dann über Ländergrenzen hinweg spürbar werden, wenn die betroffenen Banken selbst nicht das ursprüngliche technische Problem verursacht haben.
Für Kunden bedeutet das vor allem eingeschränkten Zugriff auf Konten, verzögerte oder abgelehnte Transaktionen und mögliche Probleme beim Bezahlen. Die Folgen reichen damit über reine Website-Ausfälle hinaus: Cloud-Dienste sind in viele Anwendungen eingebunden, von Authentifizierung und Datenverarbeitung bis zur Abwicklung digitaler Zahlungen.
Abhängigkeit von zentralen Cloud-Diensten
Die europäische Finanzbranche nutzt Cloud-Infrastrukturen zunehmend für skalierbare IT-Systeme. Das senkt für einzelne Unternehmen den Aufwand für Betrieb und Wartung, erhöht aber die Bedeutung von Ausweichverfahren, regionaler Redundanz und klaren Notfallplänen. Für Kunden ist entscheidend, ob Banken bei einer Störung alternative Zugänge, Kartenfunktionen oder manuelle Bearbeitung aufrechterhalten können.
Die technische Ursache und das genaue internationale Ausmaß waren zunächst noch Gegenstand der Analyse. Erst nach Abschluss der Untersuchung wird sich beurteilen lassen, ob eine einzelne Infrastrukturzone, eine fehlerhafte Änderung oder ein anderes Problem den Ausfall ausgelöst hat und welche Maßnahmen daraus folgen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Digitale Bank Revolut weltweit gestört: Große Störung legt Dienst lahm“ (20.10.2026)
Der Beitrag berichtet über weltweit gemeldete Einschränkungen bei Revolut und hebt hervor, dass Kunden zeitweise weder auf Geld zugreifen noch mit Karten bezahlen konnten. Damit bestätigt er die Auswirkungen auf den digitalen Zahlungsverkehr, setzt den Schwerpunkt jedoch stärker auf Revolut und die internationalen Nutzerbeschwerden.
Offen bleibt auch dort, wann alle Dienste vollständig wieder verfügbar sein werden. Die Einordnung konzentriert sich auf die Folgen für Kunden, während die technische Ursache des Ausfalls nicht abschließend geklärt wird.
