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Google Ads: Passkeys ab 15. Juli Pflicht für sensible Konten

09.06.2026 - 08:44:25 | boerse-global.de

Google schreibt für Werbekunden ab Juli 2026 Passkeys bei sensiblen Kontoaktionen vor. Ein KI-Sicherheitsagent ergänzt die Maßnahmen.

Google Ads: Passkey-Pflicht für sensible Kontovorgänge ab Juli 2026
Google - A digital padlock icon over a Google Ads dashboard, with glowing lines symbolizing AI security and monitoring. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 15. Juli 2026 müssen Werbetreibende bei Google Ads für sensible Kontoaktionen zwingend Passkeys nutzen. Die Umstellung betrifft vor allem das Ändern von Zahlungsinformationen und die Verwaltung von Administratorrechten.

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Schluss mit Passwort und SMS-Code

Bisherige Authentifizierungsmethoden wie Passwörter und SMS-Verifikation werden für diese kritischen Vorgänge abgelöst. Stattdessen verlangt Google künftig die Bestätigung über geräteeigene Sicherheitsfunktionen – etwa per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN. Der Vorteil: Die Zugangsdaten bleiben lokal auf dem Gerät des Nutzers gespeichert. Das erhöht den Datenschutz und verringert das Risiko zentraler Datenlecks erheblich.

Wer die Umstellung bis Mitte Juli verschläft, muss mit Funktionseinschränkungen im Werbekonto rechnen. Kein Wunder also, dass Werbetreibende jetzt handeln sollten.

KI-Wächter für Werbekonten

Parallel zur Passkey-Pflicht führt Google einen speziellen Security Agent ein. Das KI-gestützte System überwacht Werbekonten in Echtzeit und analysiert Muster wie Login-Standorte, E-Mail-Domains und Aktionsabfolgen. Erkennt es verdächtiges Verhalten, schlägt es Alarm – und empfiehlt Administratoren, veraltete Zugriffsberechtigungen zu entfernen.

Auch der Google Ads Advisor bekommt ein Update mit drei neuen Sicherheitsfunktionen:

  • Sofortzertifizierung: Beschleunigte Verifikation für bestimmte Anzeigenkategorien
  • Proaktive Sicherheitshinweise: Echtzeit-Warnungen während der Kampagnenerstellung bei möglichen Policy-Risiken
  • Dauerüberwachung: Ein 24/7-System zur Früherkennung von Regelverstößen, das Kontosperrungen reduzieren soll
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Passkeys werden zum Standard

Die Neuerung bei Google Ads ist Teil eines größeren Trends. Bereits seit dem 1. Juni 2026 unterstützt Google Play Services v26.21 den FIDO Credential Exchange Standard (CXP). Damit lassen sich Passkeys sicher zwischen dem Google Password Manager und Drittanbietern wie Bitwarden, 1Password oder Dashlane übertragen. Das neue Protokoll ersetzt unsichere CSV-Exporte durch HPKE-Verschlüsselung und behebt die lange kritisierte fehlende Portabilität zwischen verschiedenen Systemen.

Die Branche bewegt sich eindeutig in Richtung phishing-resistenter Authentifizierung. Laut Daten von Microsoft und der FIDO Alliance sind weltweit bereits über fünf Milliarden Passkeys im Einsatz. Microsoft selbst berichtet, dass 99,6 Prozent seiner Mitarbeiter auf die neuen Sicherheitsmethoden umgestellt haben.

Weitere Fristen für Cloud und Suchtools

Die Änderungen bei Google Ads sind nur der Auftakt. Ein ganzer Sicherheitsfahrplan für Googles Unternehmensplattformen steht an:

  • Google Cloud: Enterprise-Cloud-Identitäten ohne Single Sign-On müssen bis zum 15. September 2026 auf Zwei-Faktor-Authentifizierung umstellen – nachdem Privat- und Wiederverkäuferkonten diese Pflicht bereits 2025 erfüllen mussten.
  • Search Console: Ab dem 17. Juni 2026 steht Publishern in bestimmten Ländern wie Großbritannien ein Schalter zur Verfügung, um KI-Übersichten (AI Overviews) abzuwählen – eine Reaktion auf regulatorische Vorgaben.
  • Microsoft Entra ID: Im Januar 2027 werden Sicherheitsfragen als Wiederherstellungsoption für Entra ID abgeschafft.

Experten der National Cybersecurity Alliance weisen darauf hin: Passkeys werden zwar zum Standard für Primärkonten – etwa bei Banken und großen Plattformen. Dass sie kurzfristig alle Passwörter ersetzen, sei aber nicht zu erwarten.

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