Gmail-Update, Automatische

Gmail-Update ab 14. September: Automatische Antworten via Gemini

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 03:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google plant Googlebooks für Mitte September und ergänzt Workspace, Gemini sowie Android um lokale Dateiverwaltung und weitere KI-Funktionen.

Googlebooks bringt lokale KI-Sortierung und neue Gemini-Modelle
Ein moderner, aufgeräumter Schreibtisch mit einem Laptop und einem Smartphone in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Google erweitert seine digitalen Werkzeuge zur Dokumentenverwaltung durch die Integration von Device Intelligence in Googlebooks. Diese Technologie ermöglicht es, Dateien automatisch durch künstliche Intelligenz in Sammlungen sortieren zu lassen. Die Verarbeitung der Daten erfolgt dabei ausschließlich lokal auf den Geräten der Nutzer und wird nach Unternehmensangaben nicht für das Training von KI-Modellen verwendet.

Erweiterte Funktionen für Workspace und Gemini-Modelle

Der offizielle Start von Googlebooks ist für Mitte September vorgesehen. Die Anwendung soll unter anderem ein Desktop-Widget für den schnellen Zugriff sowie eine Integration mit Gemini Notebook bieten.

Hierüber können Dateien mit einer Größe von bis zu 200 MB direkt geteilt werden. Parallel dazu erhält das Workspace Studio eine neue Funktion für Gmail, die es ermöglicht, automatische Antworten in bestehenden E-Mail-Threads zu generieren.

Der Rollout dieser „Reply to email“-Aktion soll ab dem 14. September erfolgen. Administratoren in den Business-, Enterprise- und Education-Editionen erhalten die Möglichkeit, diese Funktion einzuschränken oder eine Genehmigungspflicht für die Antworten festzulegen.

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Im Bereich der Modellentwicklung wurde zudem Gemini 3.8 Flash veröffentlicht. Das Modell zielt auf eine verbesserte Leistung bei Aufgaben in der Softwareentwicklung und bei Agenten-Anwendungen ab.

Bis zum 31. Dezember 2026 liegt der Preis für Entwickler und Unternehmenskunden bei 0,75 US-Dollar pro eine Million Input-Tokens. In Benchmarks wie DeepSWE, Vals Finance und Harvey Legal habe das Modell die Vorgängerversion 3.7 Flash übertroffen. Bei der Metrik „HLE-Verified“ erreichte Gemini 3.8 Flash einen Wert von 54,9 Prozent.

Fortschritte in der KI-Sicherheit und mobile Integration

Ergänzend stellte der Konzern Gemini 3.8 Flash Cyber vor, eine spezialisierte Variante zur Identifizierung kritischer Sicherheitslücken. Laut Google könne das Modell Schwachstellen in weniger als zwei Stunden finden und habe in Tests für den Browser Chrome eine im Vergleich höhere Rate an korrekten Patches erzielt. Die Erfolgsquote bei der Suche nach Schwachstellen wird mit 70 Prozent angegeben.

Für das mobile Betriebssystem Android wurden im Rahmen des September-Updates weitere Funktionen angekündigt. Gemini könne künftig Standorte von Gegenständen im „Find Hub“ speichern, was ab Android 16 unterstützt werde.

Für mehr Barrierefreiheit sorge die Funktion „Guided Vision“, die ab Android 9 zur Verfügung steht. Zudem wurde eine Integration von Google Keep in Google Messages sowie die Einführung von „Motion Assist“ für Android 17 angekündigt.

Marktumfeld für automatisiertes E-Mail- und Datenmanagement

Auch andere Marktteilnehmer präsentierten neue Lösungen für die automatisierte Verarbeitung von Korrespondenz und Daten. Das Unternehmen xAI stellte den „Grok Bot“ vor, der als KI-Teammitglied Aufgaben wie die Erstellung von Websites, Kundensupport und die Bearbeitung von E-Mails auf virtuellen Rechnern übernehmen könne.

In einem Praxistest untersuchte ein Redakteur von TechRadar zudem die E-Mail-Zugriffsfunktionen von ChatGPT. Dabei zeigte sich, dass die KI zwar in der Lage war, den Posteingang zu bearbeiten, eine menschliche Überwachung jedoch weiterhin notwendig blieb.

Spezialisierte Plattformen wie Mail Sweeper berichteten über Erfolge bei der Postfachbereinigung. Nutzer hätten durch die Anwendung 378 GB Speicherplatz zurückgewonnen und insgesamt 6,9 Millionen E-Mails bereinigt.

Eine neue Funktion namens „Dustpan“ soll künftig kontinuierlich im Hintergrund laufen. MailXstream bietet zudem eine neue Integration über Zapier an, die Verbindungen zu über 7.000 Apps ermöglicht, um Print-to-Mail-Aufträge zu automatisieren.

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Branchenspezifische Anwendungen und Archivierung

Im Bereich der industriellen Automatisierung brachte Conexiom das Produkt „Relay“ auf den Markt. Die KI-native Lösung zur Verarbeitung von Aufträgen und Rechnungen basiert auf Daten aus 15 Jahren und verarbeitet jährlich rund 1,5 Milliarden Positionen mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent.

Für den japanischen Markt eröffnete Sagas einen Showroom in Akihabara, um die Lösung „G DOCK AI Filing“ zu präsentieren, die gescannte Dokumente von Multifunktionsdruckern ohne zusätzliche Server automatisch benennt und sortiert.

Für die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie der FINRA- und SEC-Compliance bietet Archive Intel eine Integration des Dienstes Zocks an. Damit können KI-Notizdaten erfasst und für fünf Jahre archiviert werden. Die Kosten belaufen sich auf 12 US-Dollar pro Nutzer und Monat.

Im Bereich der E-Invoicing-Expansion weitete Charted seine Dienste auf mehrere europäische Länder aus, darunter Deutschland und Frankreich, wobei das PEPPOL-Netzwerk unterstützt wird. ShareArchiver, gegründet von Mazhar Lateef, adressiert derweil die Kostenreduktion beim Primärspeicher durch die Archivierung inaktiver Daten auf Dateiservern und SharePoint.

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