Gmail-Sicherheit, Google

Gmail-Sicherheit: Google setzt auf Gesichtserkennung gegen Deepfakes

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tech-Konzerne präsentieren KI-Tools für Marketing, Sicherheit und Kundenservice. Google führt Gesichtserkennung bei Gmail ein.

KI-Offensive: Neue Dienste von Google, OpenAI & Co. vorgestellt
Smartphone-Bildschirm mit biometrischer Gesichtserkennung zur sicheren Authentifizierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Gleich mehrere Tech-Giganten haben diese Woche neue KI-gestützte Dienste vorgestellt, die Kommunikation und Sicherheit auf ein neues Level heben sollen. Von automatisierten Marketing-Kampagnen bis zur Gesichtserkennung für E-Mail-Konten – die Entwicklung zeigt deutlich, wohin die Reise geht.

Constant Contact: Vom Newsletter-Tool zum KI-Wachstumspartner

Der E-Mail-Marketing-Dienst Constant Contact hat im Juli 2026 eine neue Kampagne namens Great Needs Great gestartet. Dahinter steckt eine strategische Neuausrichtung: Weg vom reinen Newsletter-Versand, hin zur KI-gestützten Wachstumsplattform für Unternehmen. Die aktualisierte Suite bietet automatische Kampagnenerstellung, intelligente Zielgruppensegmentierung und optimierte Versandzeitpunkte.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut internen Daten des Unternehmens verkürzen die KI-Tools die Erstellungszeit für E-Mail-Kampagnen um 23 Prozent. Das passt in einen größeren Trend: Während 2023 nur 26 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in den USA auf KI setzten, sind es Mitte 2026 bereits 87 Prozent.

Google setzt auf Selfie-Videos gegen Deepfakes

Google hat am 23. Juli 2026 eine neue Sicherheitsfunktion für Gmail eingeführt: die Anmeldung per Gesichtserkennung. Nutzer müssen dabei ein kurzes Video von sich aufnehmen und bestimmten Kopfbewegungen folgen – das soll sicherstellen, dass wirklich ein lebender Mensch vor dem Bildschirm sitzt.

Die KI prüft die Identität des Nutzers und erkennt synthetische Medien oder Standbilder, die bei betrügerischen Anmeldeversuchen verwendet werden. Google betont, dass die Videos verschlüsselt und in den Kontoeinstellungen gespeichert werden. Die Funktion wird schrittweise für alle Nutzer weltweit ausgerollt.

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OpenAI bringt „Presence" für Unternehmen

Am 22. Juli 2026 hat OpenAI Presence vorgestellt – eine Plattform speziell für KI-Agenten in Unternehmen. Die Lösung kann Sprach- und Chat-Workflows in Kundenservice, IT und Personalwesen übernehmen. Anders als reine Self-Service-Tools wird Presence von spezialisierten Technikteams implementiert.

Die ersten Ergebnisse aus OpenAIs eigenem Support-Bereich sind vielversprechend: Die Plattform löste 75 Prozent der englischsprachigen Telefonanfragen ohne menschliches Eingreifen. Die Zahl der Übergaben an menschliche Mitarbeiter sank innerhalb von zehn Tagen um 15 Prozentpunkte. Zu den ersten Unternehmenskunden zählen BBVA Mexico, SoftBank und IAG Australia.

Dezentrale Arbeitsräume: Buzz setzt auf Open Source

Jack Dorseys Firma Block hat im Juli 2026 Buzz veröffentlicht – eine Open-Source-Plattform für kollaboratives Arbeiten. Die Besonderheit: Buzz basiert auf dem dezentralen Nostr-Protokoll und ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Agenten. Jeder KI-Agent erhält eine eigene kryptografische Identität und spezifische Berechtigungen. Jede Aktion wird als signiertes Ereignis aufgezeichnet – maximale Transparenz.

Die Plattform ist modellunabhängig und unterstützt verschiedene KI-Frameworks wie Claude Code und OpenAI Codex. Zeitgleich hat ASUS am 23. Juli die Beta-Version von Zenni Claw veröffentlicht, das KI-gestützte Planungs- und Arbeitsfunktionen für deren Geräte bietet.

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Sicherheitslücken in der E-Mail-Kommunikation

Doch die zunehmende KI-Nutzung bringt auch Risiken mit sich. Am 22. Juli 2026 veröffentlichte Adaptive Security einen Leitfaden zur Analyse von E-Mail-Sicherheitslücken. Besonders fehlende DMARC-Durchsetzung bleibt eine der größten Schwachstellen vieler Organisationen.

Die Dringlichkeit zeigt ein Bericht der US-Behörden aus dem Jahr 2025: Über drei Milliarden Dollar Verlust durch Business E-Mail Compromise (BEC). Die durchschnittlichen Kosten eines einzelnen Phishing-Vorfalls liegen bei rund 4,8 Millionen Dollar. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Frameworks wie NIST CSF 2.0 und ISO 27001, um ihre Kommunikationsinfrastruktur zu schützen.

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