Gmail: Google stellt Senden als für Drittanbieter ab Januar ein
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Google plant eine grundlegende Änderung für seinen E-Mail-Dienst Gmail. Wie das Unternehmen ankündigte, wird die Funktion „Senden als“ für E-Mail-Adressen von Drittanbietern ab Januar 2027 eingestellt. Diese Entscheidung betrifft Nutzer, die Gmail bisher als zentrale Oberfläche für den Versand von Nachrichten über externe Konten verwendet haben.
Umfang der Funktionseinschränkungen
Von der Maßnahme sind zahlreiche Drittanbieter-Dienste betroffen, darunter Yahoo, Outlook, Hotmail sowie die deutschen Anbieter GMX und Web.de. Auch E-Mail-Adressen, die über eigene Domains betrieben werden, können ab dem Stichtag nicht mehr über die „Senden als“-Funktion in Gmail genutzt werden. Die Einschränkung erstreckt sich sowohl auf die Web-Version als auch auf die mobilen Anwendungen von Gmail.
Zusätzlich zur Einstellung dieser Versandoption wird Google auch den Dienst Gmailify sowie den POP-Abruf in der Web-Oberfläche beenden. Bereits importierte Nachrichten sind von dieser Änderung jedoch nicht betroffen; sie bleiben laut Unternehmensangaben in den Postfächern der Nutzer erhalten.
Unterschiede zwischen mobiler App und Web-Version
Die Auswirkungen der Umstellung variieren je nach genutzter Plattform. In der mobilen Gmail-App bleibt der Zugriff über die Protokolle IMAP und POP zwar grundsätzlich bestehen, und Drittanbieter-Konten lassen sich dort weiterhin hinzufügen. Ein Versand von Nachrichten unter der Identität dieser externen Konten wird jedoch nicht mehr möglich sein.
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In der Web-Version von Gmail fallen die Einschränkungen deutlicher aus. Hier wird es künftig nicht mehr möglich sein, neue Konten von Drittanbietern hinzuzufügen oder eine Synchronisation mit externen Diensten zu starten. Unberührt von diesen Maßnahmen bleiben Gmail-zu-Gmail-Aliase sowie die „Senden als“-Funktion innerhalb von Google Workspace. Diese Dienste stehen den Nutzern weiterhin ohne Einschränkungen zur Verfügung.
Zeitplan und Hintergründe der Entscheidung
Für die betroffenen Anwender sieht Google eine Übergangsphase vor, die sich über das dritte und vierte Quartal 2026 erstrecken wird. Die endgültige Deaktivierung der Funktionen ist für Januar 2027 vorgesehen. Als Grund für diesen Schritt führt der Konzern einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bei der Wartung und technischen Pflege dieser Schnittstellen an.
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Reaktionen und Alternativen für Nutzer
In Nutzerkreisen stößt die Ankündigung auf Kritik. Viele Anwender bemängeln den Wegfall der gewohnten Flexibilität und äußern die Vermutung, dass Google mit diesem Schritt den Wechsel zu kostenpflichtigen Diensten forcieren möchte. Insbesondere für Nutzer mit professionellen Domains stellt die Änderung eine Hürde dar.
Google empfiehlt betroffenen Nutzern den Umstieg auf alternative Lösungen. Dazu gehören die Nutzung klassischer Desktop-E-Mail-Clients oder der spezifischen Apps der jeweiligen E-Mail-Provider. Für Anwender, die weiterhin professionelle Domains in einer Google-Umgebung nutzen möchten, wird der Wechsel zu Google Workspace als Alternative nahegelegt. Dort bleibt die Unterstützung für den Versand über eigene Domains als Bestandteil des Leistungsumfangs erhalten.
