Glucosamin-Warnung, Demenzrisiko

Glucosamin-Warnung: Demenzrisiko steigt um 25 Prozent

12.06.2026 - 05:54:57 | boerse-global.de

Studie belegt deutliche Schmerzreduktion durch Elektroakupunktur bei Knie-Arthrose. Experten warnen zugleich vor Risiken von Glucosamin.

Knie-Arthrose: Elektroakupunktur überzeugt in neuer Studie
Glucosamin-Warnung - Nahaufnahme eines Knies mit angedeuteten Akupunkturpunkten und leuchtenden Linien, die Energiefluss symbolisieren, in einer medizinischen Umgebung. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine aktuelle Studie belegt die Wirksamkeit der alternativen Behandlungsmethode.

Klinische Erfolge durch Elektroakupunktur

Die im Fachjournal eClinicalMedicine veröffentlichte Studie untersuchte 480 Probanden. Über sechs Wochen erhielten sie dreimal wöchentlich Elektroakupunktur (EA). Das Ergebnis: Eine signifikante Überlegenheit gegenüber einer Schein-Behandlung.

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Der WOMAC-Global-Score – ein Maß für Schmerz und Funktion bei Arthrose – sank in der EA-Gruppe um 65 Punkte. In der Kontrollgruppe waren es nur 25 Punkte. MRT-Untersuchungen untermauerten die klinischen Beobachtungen: Bei 50 Prozent der gemessenen Entzündungsparameter zeigte sich eine signifikante Verbesserung.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Der Markt für Gelenk-Supplemente boomt. Unternehmen wie Liebscher & Bracht und Dr. Jacob’s Medical brachten im Juni neue Präparate auf den Markt. Die Inhaltsstoffe: Glucosamin, Hyaluronsäure, MSM, Cholin und Mariendistel.

Doch Experten warnen vor unkritischer Einnahme. Professor Dr. Mona Tawab vom Pharmacon Meran betont: Solche Supplemente sind nicht mit zugelassenen Arzneimitteln gleichzusetzen. Vor der Einnahme sollte man relevante Blutwerte prüfen lassen. Ein Leitfaden listet dazu 26 verschiedene Laborparameter auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zudem täglich 800 IE Vitamin D.

Glucosamin: Risiken für das Gehirn?

Glucosamin gilt als Klassiker unter den Gelenksupplementen. Doch eine Studie der University of Florida aus dem Jahr 2026 gibt Anlass zur Vorsicht. Die im Journal Nature Metabolism veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Bei Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung steigt das Demenzrisiko um 25 Prozent.

Noch alarmierender: Bei Alzheimer-Patienten erhöhte sich das Sterberisiko ebenfalls um 25 Prozent. Die Forscher vermuten eine Überaktivität der Glykosylierung im Gehirn als Ursache.

Parallel dazu untersuchte eine im Juni in Nature Communications erschienene Arbeit die Calcium-Signalisierung. Die Frage: Lassen sich diese Prozesse nutzen, um Alterungsprozessen auf zellulärer Ebene entgegenzuwirken?

Prävention im Sport: „Stop X“ gegen Knieverletzungen

Neben der Behandlung rückt die Prävention in den Fokus. Professor Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), warnt vor typischen Risikosituationen im Fußball. Abruptes Abstoppen oder unkontrollierte Landungen führen oft zu X-Bein-Stellungen und Verletzungen.

Die DGOU empfiehlt das Trainingsprogramm „Stop X“. Es schult gezielt Mobilität, Kraft, Kontrolle und Elastizität.

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Neue Schmerzmittel und technologische Innovationen

Im Juni wurde zudem ein neues Medikament gegen chronische Kreuzschmerzen mit Nervenbeteiligung zugelassen. Die Zulassung basiert auf einer Studie mit über 1.200 Patienten.

Und die Forschung schaut weiter: Ein am MIT entwickeltes Ultraschall-Pflaster zur nichtinvasiven Herzstimulation zeigt das Potenzial physikalischer Therapiemethoden. In Tierversuchen stabilisierten Ultraschallwellen über acht Monate Herzrhythmusstörungen – ein vielversprechender Ausblick für die Zukunft.

de | wissenschaft | 69524008 |