Glucosamin-Warnung, Alzheimer-Risiko

Glucosamin-Warnung: 25% höheres Alzheimer-Risiko laut Studie

16.06.2026 - 13:21:09 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt Vorteile von Magnesium und Basentabs, warnt aber vor Risiken durch Glucosamin und Überdosierung.

Nahrungsergänzungsmittel: Neue Studien zu Risiken und Nutzen
Glucosamin-Warnung - Nahaufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und einem pH-Teststreifen, der das Säure-Basen-Gleichgewicht symbolisiert. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Doch was bringen sie wirklich? Neue Studien und veränderte Regeln sorgen für Klarheit.

Basentabs gegen Müdigkeit: Funktioniert das?

Ein stabiler Säure-Basen-Haushalt gilt als Grundlage für Wohlbefinden. Immer mehr Menschen setzen auf Basentabs mit Zink, um ihren Stoffwechsel zu unterstützen.

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Aktuelle Anwendungsbeobachtungen zeigen: Die regelmäßige Einnahme kann den Urin-pH-Wert messbar beeinflussen. Nach zwei Wochen berichteten Probanden von weniger Müdigkeit. Die Tabletten kosten in der Apotheke rund 11,98 Euro für 100 Stück und 20,88 Euro für 200 Stück.

Magnesium: Jeder Zweite unterversorgt

Die BIOGENA Good Health Study mit 1.377 Teilnehmern liefert am 15. Juni 2026 klare Zahlen: Ein Magnesiumspiegel ab 35,0 mg/l erhöht die Stressresilienz um sechs Prozent. Bei Frauen sinken Einschlafschwierigkeiten um drei Prozent.

Doch die Versorgung ist schlecht. Rund 74 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer liegen unter dem Optimalwert. Die gute Nachricht: Eine Supplementierung senkt den Blutdruck – systolisch um drei bis vier mmHg, diastolisch um zwei bis drei mmHg.

Vorsicht vor Überdosierung

Wissenschaftler raten zu einer differenzierten Einnahme. Der Autor Bas Kast empfiehlt kombinierte Multivitamin-Präparate statt hochdosierter Einzelstoffe. Vitamin D, Jod, B12 (bei Veganern) und moderat Magnesium sind sinnvoll.

Doch Vorsicht: Zu hohe Dosen von Ashwagandha oder bestimmten Polyphenolen können Leberschäden verursachen. Auch Pfefferminzöl zeigt Wirkung: 100 µl täglich senkten den systolischen Blutdruck um 8,5 mmHg. Der Grund ist Menthol, das die Gefäße erweitert.

Glucosamin: Risiko für das Gehirn?

Eine neue Studie der University of Florida, veröffentlicht am 16. Juni 2026 in Nature Metabolism, warnt vor Glucosamin. Die Analyse von Gesundheitsdaten (2012 bis 2024) zeigt: Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen haben ein 25 Prozent höheres Risiko für Alzheimer oder Demenz, wenn sie Glucosamin nehmen.

Bei bereits Erkrankten steigt das Sterberisiko um denselben Prozentsatz. Mausversuche bestätigen: Hohe Dosen verschlechtern die Gedächtnisleistung.

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Melatonin jetzt rezeptfrei

Seit Ende Mai 2026 gibt es eine wichtige Änderung: Melatonin ist bis zu 3 mg pro Tag rezeptfrei erhältlich – zur kurzzeitigen Behandlung von Jetlag bei Erwachsenen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel bestätigt ein günstiges Sicherheitsprofil bei maximal fünf Tagen Anwendung.

Ebenfalls aus der Verschreibungspflicht entlassen: bestimmte Aciclovir-Präparate gegen Lippenherpes.

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