Glucosamin-Warnung, Alzheimer-Risiko

Glucosamin-Warnung: 25% höheres Alzheimer-Risiko bei Einnahme

24.06.2026 - 08:03:01 | boerse-global.de

Pilzextrakte als Hirnbooster im Trend, während Omega-3-Studie enttäuscht und Glucosamin Alzheimer-Risiko erhöhen könnte.

Löwenmähne-Pilz boomen: Neue Studien zu Omega-3 und Glucosamin
Glucosamin-Warnung - Nahaufnahme eines Löwenmähne-Pilzes mit feinen, herabhängenden Stacheln, der auf einem dunklen, moosigen Baumstamm im Wald wächst. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Markt für mentale Leistungsfähigkeit ist in Bewegung.

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Löwenmähne im Fokus

Funktionale Pilze erobern die Regale. Besonders der Löwenmähne-Pilz (Lion's Mane) steht hoch im Kurs. Branchenverbände wie der Mushroom Council melden steigende Nachfrage – vor allem bei Millennials und der Generation Z. Die sogenannte MIND-Diät zur Unterstützung der Gehirngesundheit treibt den Trend.

Am 22. und 23. Juni 2026 kamen neue Myzel-Präparate auf den Markt. Real Mushrooms brachte „Real Mycelium™" heraus. Pro Portion enthält es 5 mg Erinacine A. Der Wirkstoff kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und den Nervenwachstumsfaktor BDNF stimulieren. Das Unternehmen setzt auf getreidefreie Substrate für hohe Wirkstoffkonzentrationen. Auch Pilzkaffee-Mischungen von Anbietern wie Four Sigmatic oder Mud/Wtr etablieren sich als Alltagsoptionen für Adaptogene.

Ernüchterung bei Klassikern

Nicht alles, was lange als Hirnbooster galt, hält wissenschaftlicher Prüfung stand. Eine Studie von Keck Medicine of USC, veröffentlicht am 23. Juni 2026 in EBioMedicine, untersuchte Omega-3-Fettsäuren. 365 Erwachsene zwischen 55 und 80 Jahren mit erhöhtem Alzheimer-Risiko nahmen zwei Jahre lang täglich 2.000 mg DHA oder ein Placebo. Ergebnis: Keine signifikante Verbesserung der Kognition, kein Schutz vor Hirnzellverlust.

Noch alarmierender sind die Warnungen zu Glucosamin. Eine Analyse der University of Florida vom 22. Juni 2026 deutet auf eine mögliche Alzheimer-Gefahr hin. Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, die Glucosamin einnahmen, hatten ein um 25 Prozent höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Bei bestehender Demenz stieg das Sterberisiko um denselben Prozentsatz. Mausmodelle bestätigten die kognitive Verschlechterung unter Glucosamin.

Digitales Training für den Kopf

Neben der Ernährung rücken Lebensstilfaktoren in den Fokus. Die University of Texas in Dallas stellte am 23. Juni 2026 eine großangelegte Studie vor. Knapp 4.000 Probanden im Alter von 19 bis 94 Jahren trainierten drei Jahre lang täglich 5 bis 15 Minuten digital. Das Ergebnis: Verbesserungen der geistigen Gesundheit und des emotionalen Gleichgewichts in allen Altersgruppen.

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Sport bleibt ein entscheidender Faktor. Der Psychiater Johannes Hennings betont: Bewegung fördert die Ausschüttung von BDNF und senkt Stresshormone. Besonders bei ADHS-Patienten kann gezieltes Koordinationstraining die Konzentration unterstützen. Passend dazu kommen Ende Juli 2026 spezialisierte Sneaker auf den Markt – mit sensorischen Noppen in der Sohle, die Präsenz und Ruhe fördern sollen.

Grünes Licht für Myzel-Protein

Die EU-Kommission erteilte am 23. Juni 2026 die Zulassung für „Fermotein" als Novel Food. Das Myzel-Protein aus dem Pilz Rhizomucor pusillus enthält rund 50 Prozent Protein und 30 Prozent Ballaststoffe. Bereits in den USA und Singapur zugelassen, plant der Hersteller, die Produktion bis 2029 auf jährlich 2.000 Tonnen auszuweiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zudem mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich – aus Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Das senkt nicht nur das Risiko für Diabetes Typ-2, sondern unterstützt indirekt auch die langfristige kognitive Leistungsfähigkeit.

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