Glucosamin-Warnung, Demenzrisiko

Glucosamin-Warnung: +25% Demenzrisiko bei Gedächtnisstörungen

25.06.2026 - 18:09:29 | boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen Chancen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln sowie Fortschritte bei der Knorpelregeneration.

Gelenkgesundheit: Neue Forschung zu Ernährung und Knorpelregeneration
Glucosamin-Warnung - Eine Nahaufnahme einer Schale mit frischen, leuchtend roten Kirschen, umgeben von gesunden Lebensmitteln wie Avocado und Fisch. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Forschung liefert nun differenzierte Erkenntnisse – sowohl zu Risiken als auch zu neuen Behandlungsansätzen.

Was die Gelenke wirklich brauchen

Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und Kollagen unterstützen die Gelenkgesundheit. Das betont Ernährungswissenschaftler Dr. Wolfgang Feil. Gleichzeitig sollten Betroffene Zucker, Weißmehl, Transfette und Omega-6-reiche Öle meiden – sie fördern Entzündungen.

Vitamin C ist wichtig für die Kollagenbildung. Kalzium, Vitamin D und Eiweiß stärken die Knochenstruktur. Für Bandscheiben und Knorpel sind ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung wie Radfahren oder Schwimmen essenziell.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zudem den täglichen Verzehr von 10 bis 15 Kirschen. Die enthaltenen Anthocyane wirken antioxidativ und entzündungshemmend.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Glucosamin, Chondroitin oder Grünlippmuschel-Extrakt sind weit verbreitet. Doch die wissenschaftliche Beleglage für ihre Wirksamkeit bleibt oft lückenhaft. Eine Studie in Nature Metabolism zeigt nun überraschende Risiken.

Bei gesunden Erwachsenen könnte Glucosamin schützend wirken. Bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen stieg das Demenzrisiko jedoch um 25 Prozent. Fachärzte raten bei Gedächtnisstörungen zur Pausierung der Einnahme.

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Auch die Proteinzufuhr steht auf dem Prüfstand. Das Forum Ernährung Heute (f.e.h) spricht sich für eine pflanzlich orientierte Proteinwende aus. Der Referenzwert liegt bei 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Übermaß an Fleisch aus Massentierhaltung gilt wegen der enthaltenen Arachidonsäure als entzündungsfördernd.

Durchbruch in der Knorpelregeneration

Die Forschung macht Fortschritte jenseits reiner Ernährungsansätze. Forscher der Stanford University berichten in Science über die Hemmung des Enzyms 15-PGDH. In Tierversuchen an Mäusen regenerierte sich dadurch Gelenkknorpel – eine vielversprechende Perspektive für die Arthrose-Therapie.

Wissenschaftler der Texas A&M University veröffentlichten in Nature Communications Ergebnisse zur Geweberegeneration. Mit spezifischen Wachstumsfaktoren wie FGF2 und BMP2 gelang bei Mäusen die Neubildung von Knochen, Sehnen und Gelenken. Langfristig könnten diese Erkenntnisse neue Wege bei Gewebeverlusten nach Amputationen oder schweren Verletzungen eröffnen.

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Neue Diagnostik bei chronischen Darmerkrankungen

Forscher der LMU München identifizierten in Gastroenterology Varianten des BIRC3-Gens als Ursache für Morbus Crohn bei Kindern. Die genetische Veränderung führt zu erhöhtem Zelltod im Darmepithel.

Gleichzeitig stellt eBioMedicine einen neuen Bluttest vor. Er basiert auf vier Proteinen und erkennt chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bei Kindern mit 80 bis 90 Prozent Genauigkeit. Das könnte herkömmliche Darmspiegelungen teilweise ersetzen.

Das vietnamesische Gesundheitsministerium veröffentlichte zudem standardisierte Richtlinien für die Ernährung von Krebspatienten. Diese sehen 25 bis 30 kcal pro Kilogramm Körpergewicht und mindestens 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm vor – angepasst an die metabolischen Anforderungen während der Therapie.

de | wissenschaft | 69625726 |