Glucosamin, Alzheimer-Risiko

Glucosamin erhöht Alzheimer-Risiko um 25 Prozent bei regelmäßiger Einnahme

22.06.2026 - 04:56:01 | boerse-global.de

Rückrufe bei dm und Rossmann wegen Schimmelpilzgiften. BfR warnt vor Blausäure in Leinsamen. Nitratbelastung im Grundwasser bleibt hoch.

Lebensmittelskandale: Rückrufe und neue Gesundheitswarnungen
Glucosamin - Nahaufnahme verschiedener Snackprodukte, die Anzeichen von Schimmelbefall aufweisen, um Lebensmittelkontamination darzustellen. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Verbraucher müssen bei mehreren Produkten genau hinschauen.

Aflatoxine in Protein-Snacks: dm und Rossmann rufen zurück

Schimmelpilzgifte sind derzeit das größte Thema in der Lebensmittelsicherheit. In verschiedenen Snackprodukten der Marke Bae Bites wurden erhöhte Aflatoxin-Werte nachgewiesen. Die Belastungen liegen über den gesetzlichen Höchstwerten.

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Betroffen sind Varianten wie Cinnamon Roll, Creamy Pistachio, Vanilla Matcha und Cookie Dough in 2x20-Gramm-Packungen sowie Haferriegel in der 40-Gramm-Einheit. Die Drogerieketten dm und Rossmann haben die Produkte deutschlandweit aus dem Verkauf genommen.

Aflatoxine gelten bereits in geringen Mengen als gesundheitsgefährdend. Der Vorfall zeigt: Besonders bei Nuss- und Getreideprodukten sind engmaschige Kontrollen überlebenswichtig.

Blausäure im Supermarkt: BfR warnt vor Leinsamen

Neben Schimmelpilzen rücken natürliche Giftstoffe in den Fokus. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Juni 2026 neue Empfehlungen für Leinsamen veröffentlicht. Das Problem: Geschrotete Samen können Blausäure-Vorstufen freisetzen.

Die Richtwerte sind klar: Erwachsene sollten maximal 15 bis 20 Gramm geschrotete Leinsamen pro Tag essen. Für Kinder ab vier Jahren gilt eine Obergrenze von vier Gramm. Vor dem Verzehr durch Kleinkinder wird explizit gewarnt.

Die gute Nachricht: Backen oder Kochen reduziert das Risiko deutlich. Das BfR weist zudem auf die Cadmium-Belastung hin, die bei Ölsaaten ebenfalls eine Rolle spielt.

Nitrat im Grundwasser: Fortschritt mit regionalen Rückschlägen

Die Belastung natürlicher Ressourcen bleibt ein Dauerproblem. Aktuelle Daten der Bundesregierung für 2024 zeigen: Knapp 16 Prozent der Grundwasser-Messstellen überschreiten den Nitrat-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter.

Im Vergleich zu 2015 (19 Prozent) ist ein leichter Rückgang erkennbar. Doch regional sieht es anders aus: In Mecklenburg-Vorpommern stieg der Anteil belasteter Messstellen von 13,8 Prozent (2010) auf 15,7 Prozent (2024).

Blaualgen-Alarm: Badeverbote in mehreren Bundesländern

Steigende Temperaturen treiben ein weiteres Problem an. In mehreren Bundesländern wurden im Juni 2026 Badeverbote ausgesprochen. Grund: Blaualgen (Cyanobakterien) haben sich in Binnengewässern massiv ausgebreitet.

Forscher des IGB beobachten sogar neuartige Blaualgen-Formationen. Diese haben bereits Todesfälle bei Tieren verursacht – und können auch für Menschen gefährlich werden.

Studie: Glucosamin könnte Alzheimer-Risiko erhöhen

Über akute Vergiftungen hinaus liefert die Forschung Erkenntnisse zu chronischen Risiken. Eine Studie der University of Florida in „Nature Metabolism" untersuchte die regelmäßige Einnahme von Glucosamin.

Das Ergebnis: Bei 50.000 Probanden mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen stieg das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent. Die Vermutung der Wissenschaftler: Eine Hyperglykosylierung im Gehirn könnte der Auslöser sein.

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E-Zigaretten: Synthetische Zusatzstoffe außer Kontrolle?

Parallel warnen Untersuchungen vor synthetischen Kühlmitteln und Menthol in E-Zigaretten. Die Stoffe könnten Herz-Kreislauf- und Nervensystem schädigen.

Das Problem: Anders als herkömmliche Aromen unterliegen synthetische Zusatzstoffe oft keiner strikten Mengenbegrenzung. Fachleute fordern Nachbesserungen bei den Regulierungslücken.

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