Globale, Ausfallwelle

Globale Ausfallwelle: OpenAI, Microsoft und Apple Pay kollabieren

30.05.2026 - 11:18:22 | boerse-global.de

Eine Serie technischer Ausfälle bei KI-Diensten, Cloud-Plattformen und Grenzkontrollen legt vom 28. bis 30. Mai 2026 die globale Infrastruktur lahm.

Globale Ausfallwelle: OpenAI, Microsoft und Apple Pay kollabieren - Foto: über boerse-global.de
Globale Ausfallwelle: OpenAI, Microsoft und Apple Pay kollabieren - Foto: über boerse-global.de

und 30. Mai 2026 die globale Produktivität empfindlich getroffen. KI-Dienste, Cloud-Plattformen, Grenzkontrollen und Bezahlsysteme fielen reihenweise aus.

OpenAI und Microsoft: Blackout bei den Giganten

Am 29. Mai 2026 brach bei OpenAI der gesamte Produktionsstack zusammen. Nutzer weltweit konnten weder auf ChatGPT, Codex, DALL-E noch Sora zugreifen. Auch die unternehmenseigenen APIs waren betroffen. Weder Login noch Chat-Verlauf waren erreichbar. Dabei handelte es sich nicht um einen Einzelfall: Bereits am 21., 26., 27. und 28. Mai hatte es Störungen gegeben.

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Bemerkenswert: Der Ausfall ereignete sich nur einen Tag, nachdem ein Hauptkonkurrent eine milliardenschwere Finanzierungsrunde abgeschlossen und eine neue Modellversion veröffentlicht hatte. OpenAI bestätigte zwar, Gegenmaßnahmen eingeleitet zu haben, nannte aber weder eine konkrete Ursache noch einen Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung.

Parallel dazu kämpfte Microsoft mit massiven Problemen bei Copilot und Azure. Ab 17:58 Uhr MEZ häuften sich die Beschwerden – ausgelöst durch einen Stromausfall infolge schwerer Gewitter. Betroffen waren unter anderem Azure Functions, Databricks, Kubernetes und diverse Datenbankdienste. Erhöhte Latenzen und Verbindungsabbrüche legten die Arbeit professioneller Nutzer lahm.

Grenzen dicht: Infrastruktur-Kollaps in Malaysia und den USA

Die Störungswelle erfasste auch die physische Infrastruktur. Am 28. Mai 2026 fiel das malaysische Einwanderungssystem MyIMMs für fünf Stunden komplett aus – zwischen 10:30 und 15:30 Uhr MEZ. 114 Kontrollpunkte waren betroffen, darunter die kritischen Grenzübergänge zwischen Johor und Singapur.

Das 30 Jahre alte System zwang die Behörden zur manuellen Abfertigung. Die Folge: kilometerlange Schlangen und stundenlange Verzögerungen für Zehntausende Pendler. Es war bereits der zweite große Ausfall binnen fünf Wochen – nach einem Crash am 23. April. Ein Ersatzsystem ist in Entwicklung, soll aber erst 2028 vollständig einsatzbereit sein.

In den USA traf es T-Mobile Fiber: Ab 7:00 Uhr MEZ stiegen die Störungsmeldungen rasant an, mit einem Höhepunkt von rund 1.000 Beschwerden um 14:30 Uhr. 83 Prozent der betroffenen Nutzer meldeten Probleme mit dem Heim-Internet. Die Erholung verlief regional sehr unterschiedlich.

Apple Pay, Google und Sicherheitslücken: Neue Baustellen

Am 30. Mai 2026 meldeten Apple Pay-Nutzer ab 1:24 Uhr MEZ Transaktionsfehler und Verzögerungen. Die offizielle Apple-Statusseite zeigte zunächst keine Störung an – trotz zahlreicher Berichte.

Google geriet am selben Tag mit seiner AI Overview-Funktion in die Kritik. Nutzer entdeckten hartnäckige Rechtschreibfehler – etwa „Journadism" statt „Journalism". Google räumte ein, dass die korrekte Zeichenzählung für große Sprachmodelle weiterhin eine bekannte Herausforderung darstelle.

Bereits am 28. Mai hatte das macOS-Sicherheitssystem Xprotect die ChatGPT-Desktop-App fälschlich als Schadsoftware eingestuft. Hintergrund: OpenAI hatte nach einem Sicherheitsvorfall mit einem Drittanbieter-Tool sein Notarisierungszertifikat aktualisiert. Zudem entdeckten Forscher eine Prompt-Injection-Sicherheitslücke in ChatGPT, die Angreifern das Einschleusen von Phishing-Links in KI-Antworten ermöglicht.

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KI-Zuverlässigkeit: Alarmierende Zahlen

Aktuelle Forschungen zur Zuverlässigkeit digitaler Werkzeuge zeigen: KI-Chatbots waren in den ersten drei Maiwochen 2026 deutlich häufiger von Störungen betroffen als andere Softwarekategorien. Eine Leistungsübersicht für den Zeitraum 1. bis 25. Mai offenbart, dass einige KI-Plattformen an bis zu 16 Tagen Ausfälle verzeichneten – verursacht durch kapazitätsbedingte Abschaltungen oder Fehler in den API-Ketten.

Trotz dieser Zuverlässigkeitsprobleme erweiterte OpenAI am 30. Mai sein Angebot: Pro-Nutzer in den USA erhalten eine Vorschau auf persönliche Finanztools, basierend auf einem GPT-5.5-Modell. Die Funktion ist mit über 12.000 Finanzinstituten vernetzt. Am selben Tag kündigte das Unternehmen das Rosalind Biodefense Program an – ein spezialisiertes KI-Modell für Pandemievorsorge und Biodefense, das ausgewählten Regierungsbehörden und internationalen Partnern zur Verfügung stehen soll.

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