GLG-Patientenportal: Klinikum Eberswalde bindet bis 2027 alle Bereiche an
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 05:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Verschiedene Gesundheitsplattformen und Arzt-Apps haben neue Updates für mobile Anwendungen veröffentlicht, um die digitale Patientenbetreuung sowie die Terminverwaltung zu optimieren. Die aktuellen Erweiterungen reichen von vernetzten Klinik- und Praxisportalen über telemedizinische Angebote bis hin zu Logistikanwendungen für Krankenfahrten und neuen Analysefunktionen in mobilen Konsumentengeräten.
Vernetzung in Kliniken und niedergelassenen Praxen
Die GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit führt ein neues Patientenportal ein. Der Start erfolgt am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde in den Fachbereichen Gynäkologie und Geburtshilfe, Schmerzambulanz sowie Unfallchirurgie.
Bis zum Ende des ersten Quartals 2027 sollen sämtliche Bereiche des Klinikums angebunden sein; zudem ist die schrittweise Ausweitung auf alle Einrichtungen im Verbund vorgesehen.
Gefördert durch Mittel des Krankenhauszukunftsgesetzes, ermöglicht das Portal die ambulante Online-Terminbuchung, das Hochladen von Dokumenten und den Abruf von Termininformationen. Perspektivisch sind medizinische Fragebögen, ein digitales Entlassmanagement und ein Zuweiserportal geplant.
Im Bereich der Praxisorganisation stehen Plattformen für das Termin- und Patientenmanagement im Fokus. Das deutsche System samedi setzt auf tiefe Integrationen in bestehende Praxisverwaltungssysteme wie tomedo, medistar, Dampsoft, CGM oder x.comfort, bietet native verschlüsselte Videosprechstunden, Auftragsverarbeitungsverträge und Serverstandorte in Deutschland sowie der Europäischen Union.
Doctolib Pro verweist demgegenüber auf ein Netzwerk mit über 80 Mio. Patienten in Europa. Das System beinhaltet eine über gesetzliche Krankenkassen abrechenbare, KBV-zertifizierte Videosprechstunde und Server in Frankfurt am Main sowie Paris unter Aufsicht der französischen Datenschutzbehörde CNIL.
Telemedizinische Ersteinschätzung und Spezialdiagnostik
Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) stellte im Karlsruher Ausschuss für Umwelt und Gesundheit ihr Online-Angebot Docdirekt vor. Das System nutzt das Programm SmED (Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland), um Empfehlungen zu Behandlungsdringlichkeit und dem passenden Versorgungsort auszugeben, gefolgt von einem kostenfreien Telefon- oder Videokontakt mit Ärzten.
Laut KVBW-Pressesprecher Kai Sonntag wurden zwischen November 2025 und August 2026 insgesamt 25.604 Konsultationen erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Angebots ist die Vermeidung unnötiger Aufnahmen in Notfallambulanzen sowie die Entlastung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der Rufnummer 116 117.
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In Stuttgart startet im Oktober 2026 das Angebot ADHS easy als bundesweite, spezialisierte Online-Praxis für ADHS-Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen per Telemedizin für Privatversicherte und Selbstzahler. Nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer beträgt die Wartezeit auf einen ambulanten Therapieplatz für diese Altersgruppe durchschnittlich rund 28 Wochen.
Laut dem DAK Kinder- und Jugendreport 2026 erhielten im Jahr 2024 hochgerechnet rund 202.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland erstmals eine ADHS-Diagnose. Ab 2027 sieht das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz 2026 grundsätzlich eine stärkere Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen vor, wobei Ausnahmen für Kinder und Jugendliche festgelegt sind.
Logistiklösungen und erweiterte Sensorik
Für die Beförderungslogistik ist die Anwendung DMRZ Transport für Android und iOS erschienen. Die App ergänzt die Software für Krankentransport und Taxi und erlaubt das Einsehen und Bearbeiten von Fahrten der nächsten 2 Tage, die Statusübermittlung an die Disposition sowie die Erfassung von Zuzahlungen und Push-Meldungen bei Änderungen.
Mittels der Funktion SmartSnapp können Dokumente wie Muster 4, AOK-Genehmigungen und Dialyseprotokolle fotografiert und 24 Stunden lang lokal eingesehen werden; der Dokumenten-Upload lässt sich optional auf WLAN-Verbindungen beschränken. Zudem umfasst die Anwendung eine minutengenaue Arbeitszeiterfassung, eine Schichtübersicht für 14 Tage und einen Offline-Modus mit automatischer Synchronisation.
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Auf dem US-Markt erweitert Google seine Dienste rund um Google Health und Fitbit. Ab dem späten Oktober 2026 wird für zahlende Kunden auf den Modellen Fitbit Air und Fitbit Edge die Funktion Health Guardian bereitgestellt, die Trends für Blutdruck sowie Insulinresistenz aufzeigt und monatliche Berichte erstellt, jedoch keine medizinische Diagnose darstellt.
Die automatische Trainingserkennung wird auf Fitbit Air, Fitbit Edge und der Pixel Watch 3, 4 und 5 von 10 auf über 100 Aktivitäten ausgeweitet; Trainingseinheiten ab 15 Minuten Dauer werden automatisch erfasst.
Neben Integrationen für Abbott Lingo, MyFitnessPal Premium, Flo Health ab Anfang 2027 und Laborwerten über Function Health ab dem späten Herbst 2026 wurde ein Metallarmband für Fitbit Air zum Preis von 69,99 US-Dollar sowie ein Paket mit dem Modell Obsidian für 149,99 US-Dollar vorgestellt.
