Glasfaser-Rekord, Telekom

Glasfaser-Rekord: Telekom legt 209.000 Anschlüsse im April zu

28.05.2026 - 05:30:51 | boerse-global.de

Die Telekom erhält einen 250-Millionen-Euro-Auftrag für eine KI-Plattform und meldet 209.000 neue Glasfaseranschlüsse im April.

Glasfaser-Rekord: Telekom legt 209.000 Anschlüsse im April zu - Foto: über boerse-global.de
Glasfaser-Rekord: Telekom legt 209.000 Anschlüsse im April zu - Foto: über boerse-global.de

Die Deutsche Telekom sichert sich einen Milliardenauftrag für die digitale Verwaltung und treibt den Glasfaserausbau mit Rekordzahlen voran.

Souveräne KI für die öffentliche Verwaltung

Am 26. Mai erteilte die Bundesregierung einem Konsortium unter Führung von T-Systems und SAP den Zuschlag für den Aufbau einer souveränen KI-Plattform. Das Projektvolumen liegt bei knapp 250 Millionen Euro – rund 70 Prozent davon gehen an die Telekom-SAP-Allianz. Die Plattform soll künftig Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen mit einer sicheren Cloud-Umgebung für sensible Daten versorgen.

Digitalminister Karsten Wildberger bezeichnete das Vorhaben als „Rückgrat einer souveränen Verwaltung". Erste Anwendung ist der KI-Assistent KIPITZ, der Behördenmitarbeitern bei der Dokumentenverarbeitung, Übersetzungen und der Beschleunigung von Planungsverfahren helfen soll. Der Zuschlag erfolgte, nachdem ein konkurrierendes Konsortium um Google und Adesso eine Beschwerde zurückgezogen hatte.

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Glasfaser-Rekord: 209.000 neue Anschlüsse im April

Parallel zum Milliardenauftrag aus Berlin legt die Telekom bei der Netzinfrastruktur kräftig zu. Im April 2026 kamen rund 209.000 neue Glasfaseranschlüsse hinzu – ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit können nun rund 13,2 Millionen Haushalte und Unternehmen auf das Glasfasernetz des Konzerns zugreifen.

Auf den neuen Leitungen sind Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Mbit/s möglich. Die aktuellen Netzdaten zeigen: Streaming-Dienste wie MagentaTV, YouTube und Netflix dominieren die Download-Volumen, während Cloud-Dienste wie Google Cloud, AWS und Microsoft Teams für die höchsten Upload-Werte sorgen.

Aktienrückkauf läuft auf Hochtouren

Die Telekom setzt ihre Kapitalrückführung an die Aktionäre konsequent fort. In der siebten Zwischenmitteilung zum laufenden Rückkaufprogramm meldete der Konzern den Erwerb von 1.526.621 Aktien zwischen dem 18. und 22. Mai 2026. Die Transaktionen erfolgten über Xetra zu einem gewichteten Durchschnittskurs von 28,99 Euro – ein wöchentliches Volumen von über 44 Millionen Euro. Seit Programmstart am 2. April hat der Bonner Konzern insgesamt 10,56 Millionen eigene Aktien zurückgekauft.

Die Aktie notierte am 27. Mai bei 29,34 Euro – ein Tagesplus von einem Prozent. Zwar liegt der Kurs noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,44 Euro aus dem Mai 2025, doch die Analysten zeigen sich optimistisch. Von 17 befragten Experten raten die meisten zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 38 Euro.

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Solide Geschäftszahlen im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete die Telekom einen Umsatz von 29,87 Milliarden Euro – ein leichtes Plus von 0,39 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0,42 Euro, nach 0,58 Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist auf höhere Investitionen in den Netzausbau und die IT-Infrastruktur zurückzuführen.

Neue Geschäftsfelder und höhere Prognosen

Über das Kerngeschäft hinaus diversifiziert die Telekom ihr Portfolio. Gemeinsam mit Rheinmetall arbeitet der Konzern an einem Drohnen-Abwehrsystem. Zudem veröffentlichte der Konzern seinen aktuellen Nachhaltigkeitsbericht und führte mit der „Magenta Silent Hour" ein neues Kundenservice-angebot ein.

Das Management hat die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben – trotz eines turbulenten wirtschaftlichen Umfelds. Die Dividende für 2025 lag bei 1,00 Euro pro Aktie. Analysten rechnen für 2026 mit einer Erhöhung auf 1,13 Euro. Die Quartalszahlen für das zweite Quartal erscheinen am 6. August 2026.

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