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GitHub Enterprise Local: Copilot läuft auf eigener Hardware ohne Cloud

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 23:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Foundry Local und GitHub Enterprise Local sollen auf der Ignite verfügbar werden; Azure Local erhält weitere Sicherheits- und Kontrollfunktionen.
Ein minimalistischer, leerer Architekturraum mit grauen Betonwänden und diffusem Tageslicht, der Sicherheit und Stabilität symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat angekündigt, dass die Lösungen Foundry Local und GitHub Enterprise Local auf der kommenden Entwicklerkonferenz Ignite die allgemeine Verfügbarkeit erreichen sollen. Damit erhalten Kunden künftig die Möglichkeit, moderne KI-Modelle sowie den Programmierassistenten GitHub Copilot auf eigener Hardware vollständig offline und ohne Verbindung zu externen Cloud-Infrastrukturen zu betreiben. Die Hausmesse Ignite soll vom 17. bis 19. November in San Francisco stattfinden.

Vollständige Trennung und lokale Inferenz

GitHub Enterprise Local wird den Angaben zufolge als validierte Appliance auf Azure Local bereitgestellt. Softwareentwickler können GitHub Copilot dabei mit lokal gehosteten Modellen einsetzen. Parallel dazu führt der Konzern Foundry Local ein, das auf Kundenhardware sowohl im vernetzten als auch im vollständig isolierten Betrieb laufen kann.

Die Plattform umfasst einen erweiterten Modellkatalog aus Microsoft-, Partner-, Open-Weight- und Open-Source-Modellen und ermöglicht lokale Inferenz sowie agentisches Retrieval. Für ausgewählte Kunden steht zudem eine Integration von Foundry Local mit Microsoft 365 Local im Rahmen einer Vorschauphase zur Verfügung, was die Anbindung an lokale Installationen von SharePoint und Exchange einschließt.

Angaben zu konkreten Preisen, exakten Einführungsterminen oder den genauen Hardware-Anforderungen machte Microsoft bislang nicht.

Drei Säulen für souveräne Cloud-Strukturen

Microsoft ordnet diese Erweiterungen in die nächste Stufe seiner Strategie für die Microsoft Sovereign Cloud ein. Diese stützt sich auf drei strategische Säulen: Sovereign Public Cloud, Sovereign Private Cloud und das Sovereign Partner Ecosystem.

Douglas Phillips, President und CTO für den Bereich Specialized Clouds bei Microsoft, begründete die Ausweitung mit den steigenden Kundenanforderungen hinsichtlich Zugriffskontrolle, Datenschutz, operativer Kontinuität und der Minimierung externer Abhängigkeiten.

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Für die Plattform Azure Local meldete der Konzern parallel funktionale Fortschritte: SQL Server und Confidential Virtual Machines haben die allgemeine Verfügbarkeit bereits erreicht.

Dienste wie DocumentDB und Blob Storage sowie der flexible Wechsel zwischen verbundenem und getrenntem Betrieb befinden sich in der öffentlichen Vorschau. Eine Mandantenfähigkeit ist für spätere Aktualisierungen geplant. Zudem veröffentlichte das Unternehmen einen Leitfaden unter der Bezeichnung Sovereign Business Continuity Guidance.

Spezifische Sicherheitsfunktionen für Europa

Kunden im Wirtschaftsraum der Europäischen Union und der EFTA erhalten schrittweise Zugriff auf zusätzliche Kontrollmechanismen. Dazu zählt die Lösung Data Guardian, über die ein europäischer Partner Fernzugriffe auf Produktionssysteme überwacht, sowie ein manipulationssicherer Production Touch Ledger. Das externe Schlüsselmanagement über Azure Managed HSM ist nun allgemein verfügbar; damit lässt sich der Root-Schlüssel wahlweise auf eigener Hardware oder bei einem vertrauenswürdigen Dritten verwalten.

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Als ergänzende Sicherheitsoptionen führt Microsoft Just-in-time Access sowie die Customer Lockbox auf, während Azure Confidential Clean Rooms als eingeschränkte Vorabversion bereitsteht. Auf der Ignite soll zudem das Sovereign Control Panel im Azure-Portal in die öffentliche Testphase übergehen. Das Dashboard analysiert den Souveränitätsstatus, erfasst Kontrollen, identifiziert Risiken und visualisiert Abhängigkeiten einzelner Workloads.

Das zugehörige Partnernetzwerk zählt derzeit 29 Akteure, darunter Bleu aus Frankreich, Delos Cloud aus Deutschland sowie Nvidia, Mistral und Dell.

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