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Gigabyte RTX 5090: Neue Schwachstelle im Stromkreis entdeckt

10.05.2026 - 18:07:17 | boerse-global.de

Unabhängige Analyse zeigt potenzielles Langzeitproblem bei Gigabytes Flaggschiff-Grafikkarten durch kritische Power-Management-Schaltung.

Gigabyte RTX 5090: Neue Schwachstelle im Stromkreis entdeckt - Foto: über boerse-global.de
Gigabyte RTX 5090: Neue Schwachstelle im Stromkreis entdeckt - Foto: über boerse-global.de

Unabhängige Hardware-Analysen zeigen potenzielle Langzeitprobleme bei Gigabytes Flaggschiff-Grafikkarten. Im Fokus: eine kritische Schaltung im Power-Management.

Die Aufregung in der Tech-Szene ist groß: Am 3. Mai 2026 veröffentlichte der Hardware-Spezialist Northwestrepair einen detaillierten Bericht über eine spezifische Schwachstelle in Gigabytes RTX 5090 Aorus und Gaming Modellen. Demnach nutzen beide Kartenbaureihen eine identische Power-Enable-Schaltung, die auf einem 100 k? Pull-up-Widerstand basiert – und genau hier liegt das Problem.

Das von diesem Widerstand erzeugte Spannungssignal liegt oft knapp unter der kritischen Schwelle von 1,0 Volt, die für die ordnungsgemäße Aktivierung der Schaltung erforderlich ist. Der Spielraum für die natürliche Alterung der Komponenten ist damit extrem gering. Fällt die Spannung, fehlt die NVVDD-Hauptspannungsschiene – die Karte kann den Power-on-Self-Test (POST) nicht abschließen und bleibt tot. In dokumentierten Reparaturfällen konnten Techniker die Funktion wiederherstellen, indem sie den Widerstand durch ein Bauteil mit niedrigerem Wert ersetzten und die Enable-Spannung so auf etwa 1,1 Volt anhoben.

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Vom PCB-Bruch zur Bauteil-Toleranz

Die aktuellen Erkenntnisse sind nur das jüngste Kapitel in einer längeren Geschichte von Fertigungsherausforderungen bei Gigabyte. Bereits im Juni 2023 sorgten Berichte über strukturelle Brüche in den RTX-30- und 40er-Serien für Aufsehen. Damals entdeckten unabhängige Reparateure, darunter der bekannte YouTuber Louis Rossmann, dass die Leiterplatten nahe der PCIe-Verriegelung Risse entwickelten, die interne Datenleitungen durchtrennten und zu Totalausfällen führten.

Gigabyte reagierte am 12. Februar 2024 mit einer Design-Überarbeitung. Die „v1.1"-Version für die RTX 4080 und 4090 erhielt eine verbreiterte Platine mit zusätzlichem Substrat um den PCIe-Anschluss – eine Reaktion auf die zunehmend schwereren Kühllösungen moderner High-End-Karten. Doch viele Besitzer der ursprünglichen „v1.0"-Boards berichteten, dass ihre Garantieansprüche abgelehnt wurden. Gigabyte stufte die Risse häufig als „Benutzerschaden" oder unsachgemäße Handhabung ein.

Der rechtliche Druck wuchs: Am 2. April 2024 beauftragte eine spezialisierte Anwaltskanzlei die Prüfung einer Sammelklage gegen Gigabyte USA. Der Vorwurf: Das Unternehmen weigere sich systematisch, Garantieansprüche für bekannte Designfehler zu erfüllen.

Marktdaten: Wer zuverlässig ist und wer nicht

Ein am 21. März 2026 veröffentlichter Bericht des Analysten Jason A. Hoffman zeichnet ein düsteres Gesamtbild der GPU-Zuverlässigkeit. Demnach liegen die jährlichen Ausfallraten komplexer Module branchenweit bei etwa neun Prozent. Noch gravierender sind die Verluste in der Fertigung selbst: Zwischen 15 und 25 Prozent der Produktion gehen bei ausgereiften Linien verloren, bei neuen Architekturen sogar bis zu 40 Prozent.

Auf der Verbraucherseite liefert der Systemintegrator Puget Systems aufschlussreiche Daten. Für das Jahr 2025 schnitten Nvidias Founders-Edition-Modelle mit einer Ausfallrate von lediglich 0,25 Prozent am besten ab. Hersteller wie ASUS und PNY blieben unter 0,5 Prozent. Gigabyte und die Premium-Marke Aorus erreichten diese Spitzenwerte im spezifischen Datensatz von Puget nicht.

Auch kleinere Händler bestätigen den Trend: Eine Zusammenfassung eines PC-Shops mit hohem Umsatzvolumen vom 22. Dezember 2025 listete Gigabyte- und Aorus-Mainboards mit überdurchschnittlichen Rücklaufquoten im Vergleich zu Wettbewerbern wie ASRock.

Garantie: Versprechen und Wirklichkeit

Gigabyte versucht gegenzusteuern. Am 1. Januar 2025 startete das Unternehmen eine Aktion, die registrierten Käufern von AORUS- und Gigabyte-Grafikkarten eine vierjährige Garantie gewährt. Voraussetzung: Die Registrierung muss innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf erfolgen.

Doch die Wirksamkeit dieser verlängerten Garantie bleibt umstritten. Noch am 28. März 2025 berichteten Verbraucher von Problemen bei der regionalen Durchsetzung, insbesondere beim Umzug zwischen verschiedenen Märkten. Die aktuellen technischen Erkenntnisse zu den Widerstands-Toleranzen der RTX 5090 deuten zudem darauf hin, dass die Hardware-Langlebigkeit ein bewegliches Ziel bleibt.

Ob Gigabyte für die 50er-Serie eine „v1.1"-Revision herausbringen wird wie bei der 40er-Serie, ist offen. Klar ist: Die Hardware-Community wird die NVVDD-Spannungsschienen der neuesten Flaggschiff-Karten sehr genau im Auge behalten. Für Käufer gilt weiterhin: Stabile GPU-Stützen sind keine Option mehr, sondern Pflicht – und die sorgfältige Aufbewahrung aller Kauf- und Registrierungsunterlagen entscheidet im Garantiefall über Erfolg oder Misserfolg.

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