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Ghost Pairing: Wie Kriminelle WhatsApp-Konten kapern

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 11:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Betrugsmethoden wie Ghost Pairing gefährden WhatsApp-Nutzer. Das BSI rät zu erhöhter Vorsicht und aktivem Schutz vor KI-Angriffen.

BSI warnt vor Ghost Pairing und neuen Phishing-Wellen
Ein Smartphone auf einem Schreibtisch mit einem digitalen Sicherheitssymbol auf dem Bildschirm als Symbol für Cybersicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät: Aktiviert bestimmte Smartphone-Dienste nur, wenn ihr sie wirklich braucht. Die Warnung ist Teil einer Serie aktueller Sicherheitshinweise.

Ghost Pairing: So kapern Kriminelle WhatsApp-Konten

Kriminelle nutzen gefälschte Abstimmungslinks, um Zugriff auf WhatsApp-Konten zu erlangen. Ein Fall aus dem Landkreis Rostock zeigt, wie das funktioniert: Ein 65-Jähriger verlor am 24. Juli die Kontrolle über sein Konto. Die Täter baten seine Kontakte unter dem Vorwand einer dringenden Zahnbehandlung um Geld.

Das Verfahren heißt „Ghost Pairing“ – das BSI beschrieb es bereits Anfang des Jahres.

Parallel dazu läuft eine Phishing-Welle gegen Sparkassen-Kunden. Die E-Mails mit dem Betreff „Verifizierung erforderlich“ fordern zum Datenabgleich fürs Online-Banking auf. Frist: 2. August. Auch die Deutsche Rentenversicherung wird als Absender missbraucht – angebliche Sicherheitsupdates für Geräte sind der Köder.

Die Reichweite ist enorm: Rund 62 Prozent der Menschen haben schon bewusst eine Betrugsnachricht erhalten.

KI und Deepfakes: Die neue Bedrohungslage

Der Cybersicherheitsmonitor 2026 zeigt ein Problem: 47 Prozent der Befragten glauben, KI-generierte Inhalte erkennen zu können. Doch 32 Prozent haben noch nie Maßnahmen dagegen ergriffen. Mehr als die Hälfte der Nutzer schützt sich nicht aktiv vor KI-Angriffen.

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Die Realität: KI-Modelle senken die Hürden für Cyberangriffe massiv. Sie finden Schwachstellen schneller und ermöglichen personalisierte Phishing-Kampagnen. Sogar Deepfake-Videos werden für betrügerische Anlagemodelle eingesetzt.

Die Lösung? Multi-Faktor-Authentifizierung ist ein Muss.

Alufolie gegen Diebe – und weitere Schutzmaßnahmen

Kriminelle werden kreativ: Aktuelle Berichte zeigen, dass Diebe Alufolie nutzen, um gestohlene Smartphones abzuschirmen. Die Folie wirkt wie ein Faradayscher Käfig und blockiert GPS- sowie Mobilfunksignale – eine Ortung wird unmöglich.

Schutz-Tipps der Experten: Deaktiviert die Nachrichtenvorschau. Nutzt Diebstahlsicherungen, die automatisch auf Fluchtbewegungen reagieren.

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Google setzt derweil auf Selfie-Videos zur Authentifizierung. Nutzer zeichnen Kopfbewegungen auf, die verschlüsselt in der Cloud landen. Die Methode dient als Wiederherstellungsoption für Konten. Kritiker warnen: Biometrische Daten lassen sich im Gegensatz zu Passwörtern nicht ändern.

Cell Broadcast: Warntag am 10. September

Am 10. September 2026 testen die Behörden das Warnsystem Cell Broadcast. Voraussetzung: iOS 16.1 oder Android 11. Eine Anmeldung ist nicht nötig – das System arbeitet auf der höchsten Prioritätsstufe. Seit November 2025 gibt es zudem eine Entwarnungsfunktion in Warnstufe 3.

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