GEW, Demokratiebildung

GEW fordert mehr Demokratiebildung an Berliner Schulen

01.05.2026 - 16:10:10 | boerse-global.de

Die GEW verlangt eine Ausweitung der Demokratiebildung an Schulen, um der zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung junger Menschen entgegenzuwirken.

GEW fordert mehr Demokratiebildung an Berliner Schulen - Foto: über boerse-global.de
GEW fordert mehr Demokratiebildung an Berliner Schulen - Foto: über boerse-global.de

Grund sind alarmierende Daten zur politischen Einstellung junger Menschen.

Zum 1. Mai betonten Gewerkschaftsvertreter den Zusammenhang zwischen wachsender Zukunftsangst, dem Einfluss sozialer Medien und einer zunehmenden Akzeptanz rassistischer Narrative. Die aktuelle Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ sowie der Berlin-Monitor dienen als Belege für eine Polarisierung, die den schulischen Alltag zunehmend belastet.

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Die pädagogische Arbeit stehe vor der Herausforderung, den gesellschaftlichen Rechtsruck aufzufangen. Dies geschehe vor dem Hintergrund massiver Personalüberlastung und einer digitalen Informationsflut, die Jugendliche oft ungefiltert erreicht.

Jugendstudie zeichnet düsteres Bild

Die Ende März veröffentlichte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ zeigt ein historisch hohes Niveau an psychischen Belastungen bei 14- bis 29-Jährigen. Nahezu jeder zweite Befragte leidet unter Stress, über ein Drittel zeigt Erschöpfungserscheinungen. Rund 29 Prozent sehen die Notwendigkeit psychologischer Unterstützung – ein Anstieg zum Vorjahr.

Diese Belastungen schlagen sich in politischen Präferenzen nieder. Die Linke wurde mit 25 Prozent erstmals zur stärksten Kraft unter jungen Wählern. Die AfD festigte mit rund 20 Prozent ihre Position. Die Forscher führen die Entwicklung auf Verunsicherung durch Dauerkrisen, Inflation und Wohnungsnot zurück.

Smartphones als Einfallstor für Propaganda

Ein zentraler Punkt der gewerkschaftlichen Warnung betrifft die Nutzung mobiler Endgeräte. Smartphones dienen Jugendlichen als primäre Informationsquelle, wobei Algorithmen auf Plattformen wie TikTok oder Instagram die Meinungsbildung beeinflussen.

Rassistische Inhalte und rechtsextreme Propaganda werden oft subtil verpackt, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Die GEW fordert eine systematische Verankerung von Medienkompetenz im Lehrplan, damit Schüler Manipulationen selbstständig erkennen können.

Strukturelle Forderungen gegen Rechts

Für die GEW ist der Kampf gegen Rassismus untrennbar mit den Arbeitsbedingungen verbunden. Kleinere Klassen seien eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Antidiskriminierungsarbeit. In überfüllten Räumen fehle Lehrkräften die Zeit, auf rassistische Vorfälle angemessen zu reagieren.

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Zusätzlich mahnt die Gewerkschaft ein Landesdemokratiefördergesetz an. Es soll die finanzielle Absicherung von Projekten gegen Rechtsextremismus garantieren. Der Berlin-Monitor vom Februar 2026 bestätigt die Notwendigkeit: Vorurteile gegenüber Minderheiten sind in der Stadtgesellschaft weit verbreitet.

Verrohung der Sprache im Schulalltag

Lehrkräfte berichten von zunehmender Verrohung der Sprache. Rassistische Beleidigungen würden teils als Provokation, teils aus gefestigter Weltanschauung geäußert. Die GEW betont: Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit rund 5.000 Einrichtungen leiste wichtige Arbeit, reiche aber nicht aus.

Schüler mit Migrationsgeschichte bleiben laut dem Beratungsnetzwerk Reachout weiterhin Ziel rassistischer Angriffe. Die psychische Belastung durch Alltagsrassismus ist hoch. Die Gewerkschaft fordert zusätzliche Stellen für Schulpsychologen und Sozialarbeiter, die im Umgang mit Diskriminierung geschult sind.

Alarmzeichen für den Standort Berlin

Rund ein Fünftel der jungen Generation denkt laut Jugendstudie über Auswanderung nach – ein Alarmzeichen für den Wirtschaftsstandort. Die GEW kündigte an, den Druck auf die Landesregierung vor den Haushaltsverhandlungen zu erhöhen.

Für das laufende Jahr plant die GEW verstärkte Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen. Ziel ist es, die Resilienz Jugendlicher gegenüber rassistischen Einflüssen nachhaltig zu stärken – in der physischen Welt wie im digitalen Raum.

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