Gesundheitsimmobilien, Investitionen

Gesundheitsimmobilien: Investitionen verdoppeln sich auf 1,8 Mrd. Euro

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 22:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

15,16 Millionen Menschen trainieren in der DACH-Region. Deutschland verzeichnet 5,6 Prozent mehr Mitglieder und einen Branchenumsatz von 6,25 Milliarden Euro.

Fitness-Boom in DACH: Rekordzahlen bei Mitgliedern und Umsatz
Gesundheitsimmobilien - Ein modernes Fitnessstudio mit trainierenden Menschen, das die wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitsbranche symbolisiert. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz festigt ihre Position als Wirtschaftsfaktor. 15,16 Millionen Menschen trainierten 2025 in den insgesamt 12.495 Anlagen der Region. Besonders die Verknüpfung von Sport und Gesundheitsvorsorge treibt die Entwicklung an.

Deutschland führt das Wachstum an

Den größten Marktanteil sichert sich Deutschland mit 12,36 Millionen Mitgliedern. Das entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent. Der Branchenumsatz kletterte auf 6,25 Milliarden Euro. Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung der DHfPG und der SAFS Hochschule.

Auch die Nachbarländer legen zu. Österreich verzeichnet 1,35 Millionen Mitglieder – ein Plus von 5,8 Prozent bei einem Umsatz von 697,9 Millionen Euro. In der Schweiz trainieren 1,45 Millionen Menschen, der Umsatz liegt bei 1,362 Milliarden Franken. Die Studienautoren sehen darin eine Bestätigung für die wachsende gesellschaftliche Bedeutung der Branche.

Heilbäder als regionale Motoren

Neben klassischen Fitnessstudios tragen spezialisierte Gesundheitsregionen erheblich zur Wertschöpfung bei. Eine Analyse des dwif beziffert die jährliche Wirtschaftsleistung bayerischer Heilbäder und Kurorte auf rund 5,6 Milliarden Euro. Die Standorte verzeichnen etwa 80 Millionen Aufenthaltstage pro Jahr und sichern 86.000 Arbeitsplätze.

Die touristische Wertschöpfung liegt bei 2,9 Milliarden Euro. Hinzu kommen jährliche Steuereinnahmen von rund 520 Millionen Euro. Gesundheitsstandorte fungieren damit als wirtschaftliche Motoren für ländliche Regionen.

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Investmentboom bei Gesundheitsimmobilien

Das gestiegene Interesse an Gesundheitsdienstleistungen spiegelt sich im Investmentmarkt wider. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte das Transaktionsvolumen für Gesundheitsimmobilien rund 1,8 Milliarden Euro. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (887 Millionen Euro).

Internationale Käufer dominierten das Marktgeschehen mit einem Anteil von 83 Prozent. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf Pflegeheimen (58 Prozent), gefolgt von Kliniken (26 Prozent) sowie Ärztehäusern und Medizinischen Versorgungszentren (16 Prozent).

Die Spitzenrenditen variieren je nach Segment:
- Stationäre Versorgung: 5,75 Prozent
- Pflegeheime: 5,10 Prozent
- Ambulante MVZ: 4,75 Prozent
- Betreutes Wohnen: 4,50 Prozent

Expansion und kommunale Projekte

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Der Markt bleibt dynamisch. In Wien plant das Unternehmen SuperCycle die Einführung eines Franchisemodells für Indoorcycling-Studios. Ziel ist die Ausweitung auf weitere Landeshauptstädte und internationale Märkte. Das Unternehmen besteht seit 2016 und betreibt fünf Standorte.

Auch auf kommunaler Ebene tut sich etwas. In Freiberg entsteht ein Sportvereinszentrum mit integrierten Fitness- und Gesundheitsangeboten. Das Projektvolumen: 8,4 Millionen Euro. Solche Vorhaben zeigen den Trend, sportliche Aktivitäten zunehmend in einem professionellen, gesundheitsorientierten Rahmen zu organisieren.

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