Gesunde, Ernährung

Gesunde Ernährung: Studie mit 6.470 Teilnehmenden zeigt langsameres Altern

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 23:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zehn gesunde Ernährungsweisen gingen mit geringerem biologischem Alterungstempo einher; keine erwies sich als überlegen.

DZNE-Studie: Gesunde Ernährung steht mit langsamerem Altern in Verbindung
Frisches, rohes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte auf einer dunklen Holzoberfläche als Symbol für gesunde Ernährung. Illustration mit AI erstellt.

Die wissenschaftliche Untersuchung biologischer Alterungsprozesse liefert neue Erkenntnisse über den Einfluss der täglichen Lebensweise. Eine im September 2026 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) belegt, dass eine gesunde Ernährung mit einem messbar langsameren biologischen Altern einhergeht. Die Untersuchung mit der DOI 10.1038/s41467-026-77064-4 verdeutlicht dabei die präventive Wirkung verschiedener Ernährungsmodelle.

Breite Datenbasis und innovative Messmethodik

Die Forscher stützten ihre Analyse auf eine umfangreiche Datenbasis. Als Grundlage diente die Bonner Rheinland Studie mit insgesamt 6.470 Teilnehmenden. Um die Ergebnisse abzusichern, erfolgte eine Bestätigung der Daten an rund 1.000 Probanden der EPIC-Potsdam-Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE).

Zur Bestimmung des biologischen Alters griffen die Wissenschaftler auf moderne epigenetische Verfahren zurück. Anhand von DNA-Methylierungsmustern wurde das Altern mit drei verschiedenen epigenetischen Uhren an circa 850.000 DNA-Stellen gemessen. Dieser Umfang entspricht etwa der doppelten Anzahl an Untersuchungspunkten im Vergleich zu den meisten bisherigen Studien auf diesem Forschungsgebiet.

Vergleich verschiedener Ernährungsstile

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt zehn verschiedene Ernährungsstile untersucht, darunter die mediterrane und die nordische Diät sowie die DASH-, MIND- und rein pflanzliche Ernährung. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass alle untersuchten gesunden Ernährungsformen mit einem verlangsamten biologischen Altern verbunden waren. Dabei erwies sich kein spezifischer Stil als den anderen überlegen.

Die detaillierte Analyse der biologischen Mechanismen zeigte, dass über 70 % der beeinflussten Signalwege bei allen untersuchten Diäten identisch waren. Dennoch ließen sich spezifische Schwerpunkte identifizieren: Während die DASH-Ernährung besonders auf Signalwege einwirkte, die für das Herz-Kreislauf-System relevant sind, zeigten sich bei der MIND-Diät spezifische Pfade, die mit kognitiven Funktionen in Verbindung stehen.

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Bedeutung für die Prävention und Risikogruppen

Der Zusammenhang zwischen einer bewussten Ernährung und dem verlangsamten Alterungsprozess war laut den Studienergebnissen bei Rauchern am stärksten ausgeprägt. Insgesamt leistet eine ausgewogene Kost laut der Untersuchung einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Risikos für Demenz sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Prof. Monique Breteler vom DZNE erläuterte dazu, dass die gemessenen Effekte zwar nicht als riesig einzustufen, jedoch deutlich messbar und für die allgemeine Prävention von großer Bedeutung seien.

Da verschiedene Ernährungsstile wirksam seien, unterstreiche dies die Flexibilität für eine gesundheitsfördernde Lebensweise. Einige Stile zeigten dabei etwas stärkere Auswirkungen als andere, grundsätzlich sei die positive Tendenz jedoch bei allen gesunden Modellen feststellbar.

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