Geschwollene, Beine

Geschwollene Beine: Einseitige Schwellung warnt vor Thrombose

09.06.2026 - 10:50:18 | boerse-global.de

Hitze belastet Venen und kann zu gefährlichen Schwellungen führen. Experten geben Tipps zu Prävention und warnen vor Thrombose-Symptomen.

Sommerhitze: Venenprobleme erkennen und richtig handeln
Geschwollene - Nahaufnahme von leicht erhöhten Beinen, die von einem kühlen, blauen Licht umgeben sind, was medizinische Pflege und Linderung symbolisiert. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Gefäße weiten sich, der Blutrücktransport wird schwerer. Die Folge: geschwollene Beine. Für viele ist das eine lästige Begleiterscheinung – doch Experten warnen: Es kann auch gefährlich werden.

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Prävention: Was wirklich hilft

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) rät, geschwollene Beine nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Rund jeder fünfte Deutsche leidet an einer Venenerkrankung. „Regelmäßiges Hochlegen der Beine und ausreichend Trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee – entlasten das Gefäßsystem“, erklärt Dr. Siamak Pourhassan, Vorstandsmitglied der DGG.

Auch kalte Wassergüsse helfen: von den Füßen Richtung Herz führen, das unterstützt den Blutrücktransport. Bewegung aktiviert die Muskel-Waden-Pumpe. Spaziergänge oder simples Wippen auf den Zehenspitzen reichen bereits aus.

Patienten mit bekannten Venenleiden sollten ihre Kompressionsstrümpfe auch bei Hitze tragen. Die DGG empfiehlt atmungsaktive Modelle oder das Befeuchten der Strümpfe mit Wasser. Ein Trick: Strümpfe für fünf bis zehn Minuten in den Kühlschrank legen – das erhöht den Tragekomfort.

Warnsignale: Wann es ernst wird

Schwellen beide Beine, ist das meist hitzebedingt. Anders bei einer einseitigen Schwellung: Sie gilt als deutliches Warnsignal für eine mögliche Thrombose. Die DGG warnt davor, solche Symptome zu ignorieren.

Kommt Atemnot, Brustschmerz oder Herzrasen dazu, besteht Verdacht auf eine Lungenembolie. Dann heißt es: sofort den Notarzt unter 112 rufen.

Auch Erkrankungen von Herz oder Nieren können anhaltende Schwellungen auslösen. Bei chronischen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung dringend angeraten.

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Hitze am Arbeitsplatz: Risiken erkennen

Am 11. Juni 2026 ist Hitzeaktionstag. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) macht auf die Gefahren für Beschäftigte aufmerksam. „Symptome einer Hitzeerschöpfung – feucht-kalte Haut, hoher Puls, Muskelkrämpfe, Schwindel und Übelkeit – sind ernst zu nehmen“, sagt Dr. Alexandra Beine von der DGUV. Unbehandelt droht ein lebensbedrohlicher Hitzeschlag mit möglichen Organ- oder Hirnschäden.

Als Sofortmaßnahmen empfiehlt die DGUV: Betroffene in eine kühle Umgebung bringen, Kopf und Beine hochlagern. Elektrolythaltige Getränke und feuchte Tücher zur Kühlung helfen. Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage und Rettungsdienst verständigen.

Neue Therapie: Nutzen unklar

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichte am 8. Juni 2026 einen Vorbericht zur neuromuskulären Elektrostimulation bei venösen Beingeschwüren. Das Ergebnis: Der Nutzen der Methode ist im Vergleich zur Standardtherapie unklar. Die Datenlage sei zu dünn, Ergebnisse zu unerwünschten Ereignissen fehlten, Daten zum Wundverschluss seien widersprüchlich. Stellungnahmen zum Vorbericht sind bis zum 6. Juli 2026 möglich.

Klima und Sport: Gefahr für Fans

Das UN-Klimasekretariat warnte am 8. Juni 2026 vor den Folgen extremer Hitze für die Weltmeisterschaft 2026. Laut UN-Klimachef Simon Stiell wird voraussichtlich jedes vierte Spiel unter gefährlichen Hitzebedingungen stattfinden. Besonders Fans in Warteschlangen und auf Verkehrswegen seien gefährdet. Zusätzliche Trinkpausen während der Spiele werden wahrscheinlich.

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