Gerätturnen: Nils Dunkel gewinnt die Qualifikation mit 77,60 Punkten
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vorentscheidungen für die Besetzung der deutschen Nationalmannschaften im Gerätturnen sind gefallen. Bei der zweiten und entscheidenden Qualifikation der Männer im Mehrkampf setzte sich Nils Dunkel vom SV Halle in Stuttgart durch. Mit einer Wertung von 77,60 Punkten sicherte sich der Turner den Sieg im Gesamtklassement und unterstrich seine Ambitionen im Hinblick auf die anstehenden internationalen Titelkämpfe.
Das Klassement der Männer und personelle Ausgangslagen
Für den 29-jährigen Nils Dunkel bedeutete der Erfolg in Stuttgart eine gelungene Rückkehr in das Wettkampfgeschehen. Wegen einer Handverletzung hatte er im August die Europameisterschaften in Zagreb verpasst und war anschließend krankheitsbedingt auch beim ersten Qualifikationswettkampf ausgefallen, wie Berichte vom 3. Oktober 2026 darlegen.
Hinter Dunkel belegte Alexander Kunz mit 77,25 Punkten den zweiten Rang. Auf den dritten Platz kam Timo Eder mit 77,025 Punkten, der bereits als gesetzt für das WM-Team gilt.
Vierter wurde Milan Hosseini mit 73,45 Punkten, der am 19. September die erste Ausscheidung gewonnen hatte. Der amtierende Mehrkampfmeister Radomyr Stelmakh fehlte beim entscheidenden Wettkampf in Stuttgart wegen einer Erkältung.
Bundestrainer Jens Milbradt erklärte jedoch, dass er weiterhin mit einer Berücksichtigung Stelmakhs für die Weltmeisterschaften plane. Die Weltmeisterschaften finden vom 17. bis zum 25. Oktober 2026 im niederländischen Rotterdam statt.
Nils Dunkel meldet sich mit 77,60 Punkten zurück – doch hinter dem Sieg steht ein kompliziertes Auswahlverfahren. Wer versteht, wie die Qualifikation im Gerätturnen wirklich läuft, verfolgt die Entscheidungen bis Rotterdam mit ganz anderem Blick. Kostenlosen Leitfaden zur WM-Qualifikation anfordern
Entwicklungen im Frauenkader im Hinblick auf Rotterdam
Parallel zu den Männern zeichnen sich auch im deutschen Frauenkader wesentliche Weichenstellungen ab. Während Lea Quaas und Karina Schönmaier ihre Tickets für die Welttitelkämpfe in Rotterdam bereits sicher haben, gestaltete sich der Qualifikationsverlauf für andere Turnerinnen herausfordernder.
Emma Malewski konnte bei der Qualifikation in Ketsch am 26. September 2026 wegen einer Achillessehnenentzündung nicht am Boden antreten. An den drei übrigen Geräten Sprung, Stufenbarren und Schwebebalken erreichte sie jeweils den vierten Platz.
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Ihre Rückreise an das College in den USA ist für den 6. Oktober 2026 terminiert; sollte eine Einladung zur finalen Vorbereitung auf Rotterdam erfolgen, besteht für sie die Möglichkeit, den gebuchten Flug zu verschieben.
Zusätzlich nutzte der Trainerstab die Plattform der Frauen-Qualifikation in der Stuttgarter SCHARRena am 3. Oktober 2026 für die Nachwuchsförderung. Die 14-jährige Maha Feniuk vom SSV Ulm, die am Bundesstützpunkt Stuttgart trainiert, ging dort außer Konkurrenz an die Geräte. Frauen-Bundestrainer Gerben Wiersma hatte diesen Einsatz angeregt, damit die Nachwuchsathletin frühzeitig Wettkampfpraxis auf dem höchsten nationalen Niveau sammeln kann.
