Generation Z im Job: Ein Viertel leidet unter Generationenkonflikten
01.06.2026 - 08:18:29 | boerse-global.deDas zeigt der aktuelle DAK-Gesundheitsreport 2025. Fast ein Drittel der unter 30-Jährigen erlebt demnach Generationenkonflikte am Arbeitsplatz. Ein Viertel fühlt sich dadurch stark belastet.
Besonders dramatisch ist die Lage im Gesundheitswesen: Dort liegt die Betroffenheit bei 30 Prozent. Die Folgen sind messbar – der Krankenstand in dieser Altersgruppe erreichte 2024 einen Wert von 4,7 Prozent. Zudem berichteten 26 Prozent der jungen Beschäftigten von depressiven Symptomen.
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Arbeitgeber reagieren darauf mit verstärkten Investitionen ins betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen baut ihr Angebot seit 2020 kontinuierlich aus. Unter dem Titel „Im Gleichgewicht bleiben“ gibt es spezifische Programme zur Stressbewältigung. Rund 500 Mitarbeitende nutzten diese Angebote im vergangenen Jahr.
Ausgezeichnete Arbeitgeber setzen auf digitale Lösungen
Auch die mhplus Krankenkasse geht mit gutem Beispiel voran. Im Juli 2025 wurde sie als gesunder Arbeitgeber ausgezeichnet. An 16 Standorten setzt das Unternehmen für über 1.000 Mitarbeitende auf ergonomische Arbeitsplätze, regelmäßige Check-ups und die digitale Plattform „workfitconnect“.
Doch nicht nur die individuelle Gesundheit rückt in den Fokus. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg bietet im Juni 2026 eine Webinar-Reihe zur Krisenfrüherkennung an. Unternehmen sollen lernen, Risiken durch steigende Energiepreise oder höhere Zinsen frühzeitig zu identifizieren.
Psychische Belastungen rechtzeitig zu erkennen, ist nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch der rechtlichen Vorsorge im Betrieb. Dieses Download-Paket bietet Sifas und Arbeitgebern einsatzbereite Muster für eine rechtssichere Dokumentation und Gefährdungsbeurteilung. Kostenloses Paket zur Gefährdungsbeurteilung sichern
Die Pädiko Akademie ergänzt das Angebot mit einem Online-Seminar Mitte Juni 2026. Vermittelt werden Achtsamkeit als Bewältigungsstrategie und Methoden zur Selbstfürsorge. Ziel: Burnout-Erkrankungen im Beruf vorbeugen.
Natur als Therapieraum
Ein wachsender Trend zeigt sich in der Integration von Naturräumen in Präventionskonzepte. In Chemnitz entstand im Rabensteiner Wald ein spezieller Wanderweg für psychische Gesundheit. Auf 3,2 Kilometern bieten Informationstafeln Übungen zu Achtsamkeit und Akzeptanz. Das Projekt entstand in Kooperation mit einer lokalen Klinik mit über 130 stationären Plätzen.
Anfang Juni 2026 wird in Greetsiel das erste Gradierwerk Ostfrieslands eingeweiht. Die hohe Salzkonzentration soll die Atemwege entlasten und zur Entspannung beitragen. Ein weiteres Beispiel: Im Januar 2026 fand im RETTER Bio-Natur-Resort ein Gesundheits-Summit zum Thema Langlebigkeit statt. Über 150 Teilnehmende diskutierten dort über medizinische und psychologische Ansätze. Eine Fortsetzung ist für Januar 2027 geplant.
Die Bedeutung des Waldes als Erholungsraum wird auch auf fachpolitischer Ebene thematisiert. Bei der Tagung des Deutschen Forstvereins im Juni 2026 in Rostock diskutieren Experten über den Waldumbau und die Folgen des Klimawandels. Angesichts der Waldzustandserhebung 2025 – vier von fünf Bäumen gelten als krank – gewinnt der Erhalt dieser Flächen als Gesundheitsressource strategische Relevanz.
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