Generation, Krankheit

Generation Z: 65% gehen trotz Krankheit zur Arbeit

02.06.2026 - 00:01:38 | boerse-global.de

DAK-Report zeigt hohe Belastung der Generation Z durch Konflikte und Präsentismus. Hochschulen reagieren mit Präventionsangeboten.

Generation Z: 65% gehen trotz Krankheit zur Arbeit - Bild: über boerse-global.de
Generation Z: 65% gehen trotz Krankheit zur Arbeit - Bild: über boerse-global.de

Besonders junge Arbeitnehmer kämpfen mit spezifischen Belastungen.

Generationenkonflikte und Präsentismus

Der DAK-Gesundheitsreport 2025 zeigt eine differenzierte Belastungslage. 28 Prozent der Generation Z – Arbeitnehmer unter 30 Jahren – erleben Generationenkonflikte am Arbeitsplatz. Ein Viertel der Betroffenen fühlt sich dadurch stark belastet.

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Der Krankenstand dieser Altersgruppe lag 2024 bei 4,7 Prozent – unter dem Gesamtdurchschnitt von 5,4 Prozent. Doch die psychische Vulnerabilität ist hoch: 26 Prozent der Befragten berichteten von depressiven Symptomen. Besonders alarmierend: 65 Prozent der jungen Erwerbstätigen gingen trotz Krankheit zur Arbeit. Experten sprechen von ausgeprägtem Präsentismus.

Hochschulen setzen auf Prävention

Die Universität Passau integrierte im Sommersemester 2026 kostenlose Selbstverteidigungskurse. Im Mai fanden Aktionstage zum Ehrentag des Grundgesetzes statt. Für Juni sind ein Entrepreneurship Day und Treffen des „Young Forums“ geplant.

Das Studierendenwerk Bielefeld startet in der ersten Juni-Woche die Aktionswoche „Eat Good & Feel Good“. In der Mensa X gibt es gesunde, pflanzliche Speisen wie Buddha Bowls oder veganes Biryani.

Digitale Lösungen ergänzen das Angebot: Die Universität Kassel bietet seit Anfang Juni Compliance-Schulungen als Selbstlernprogramme an. Themen sind Arbeitssicherheit, Datenschutz und Korruptionsprävention.

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Bafög-Reform: Finanzielle Unsicherheit belastet Studierende

Die psychische Gesundheit von Studierenden hängt eng mit wirtschaftlichen Bedingungen zusammen. Ende Mai und Anfang Juni 2026 mehrten sich Zweifel an einer zeitnahen Umsetzung der geplanten Bafög-Erhöhung.

Vorgesehen sind eine Anhebung der Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro sowie eine Anpassung des Grundbedarfs an das Niveau der Grundsicherung. Das Forschungsministerium hält am Ziel fest: Die Reform soll bis Ende Juli im Kabinett verabschiedet werden, um zum Wintersemester 2026/27 in Kraft zu treten.

Studierendenverbände wie der fzs kritisieren mögliche Verzögerungen durch Sparzwänge scharf. Finanzielle Sorgen gelten in der Forschung als einer der maßgeblichen Stressfaktoren.

Neue Angebote für Familien und Pflegekräfte

Anfang März 2026 eröffnete in Berlin-Westend eine neue Eltern-Kind-Tagesklinik der DRK Kliniken. Das Angebot richtet sich an Kinder von fünf bis neun Jahren. Die teilstationäre Behandlung dauert rund sechs Wochen und soll Familien frühzeitig stabilisieren.

Im Pflegesektor werden neue Resilienz-Konzepte erprobt. Anfang Juni diskutierten Experten beim Bildungszentrum XUND über Strategien zur Neurobalance und Belastungserkennung im Team.

Krankenkassen wie die mhplus wurden im Juli 2025 für ihre internen Maßnahmen ausgezeichnet – darunter eine digitale Gesundheitsplattform und medizinische Check-ups für über 1.000 Mitarbeitende. Ein breites Bündnis aus Krankenkassen, Pflegerat und Schülervertretungen fordert zudem die Einführung von bis zu 10.000 Gesundheitsfachkräften an Schulen.

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