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Gen Z und Spiritualität: 88 Prozent verbinden Religion mit eigenen Praktiken

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Harris-Poll-Umfrage zeigt, dass junge Erwachsene traditionelle Religion und individuelle Spiritualität häufig miteinander verbinden.

Generation Z verbindet Religion mit modernen spirituellen Praktiken
Ein minimalistisch gestalteter, lichtdurchfluteter Raum mit einem schlichten Stein-Altar, der eine ruhige und kontemplative Atmosphäre ausstrahlt. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Erhebungen zeichnen ein neues Bild der religiösen und spirituellen Landschaft innerhalb der Generation Z. Eine im Juli 2026 durchgeführte Umfrage der Harris Poll unter 2.136 erwachsenen US-Bürgern deutet darauf hin, dass die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen eine hybride Form des Glaubens entwickelt. Dabei werden klassische religiöse Traditionen zunehmend mit individuellen spirituellen Praktiken wie Tarot oder Meditation kombiniert.

Religiöse Identität und traditionelle Praktiken

Entgegen dem langjährigen Trend einer zunehmenden Säkularisierung zeigt die Untersuchung für die Generation Z eine signifikante Rückkehr zu religiösen Selbstbezeichnungen. Den Daten der Harris Poll zufolge bezeichnen sich 33 % der Angehörigen der Gen Z als religiös. Damit liegt dieser Wert deutlich über den Vergleichswerten anderer Generationen: Bei der Gen X sind es 22 %, bei den Millennials 19 % und bei den Babyboomern 18 %.

Diese Tendenz spiegelt sich auch in der aktiven Teilnahme an religiösen Aktivitäten wider. Im zurückliegenden Jahr gaben 54 % der Gen Z an, in religiösen Schriften gelesen zu haben, gefolgt von den Millennials mit 53 %. Bei der Gen X lag dieser Wert bei 48 %, während 43 % der Boomer angaben, Schriften gelesen zu haben.

Auch beim Gottesdienstbesuch ist die jüngste befragte Generation führend: 49 % der Gen Z nahmen an Gottesdiensten teil, im Vergleich zu 44 % der Millennials, 43 % der Gen X und 42 % der Boomer. Lediglich beim privaten Gebet liegen die älteren Generationen vorn; hier gaben 75 % der Boomer und 72 % der Gen X an, selbst zu beten, während dies auf 67 % der Gen Z und 65 % der Millennials zutrifft.

Die Ergänzung durch spirituelle Ansätze

Ein wesentliches Merkmal der Gen Z ist laut der Analyse von Anfang Juli 2026 die Gleichzeitigkeit verschiedener Glaubenssysteme. Libby Rodney von Harris Poll beschreibt diese Entwicklung dahingehend, dass der Kirchgang am Sonntag, Manifestationsübungen am Mittwoch und das Legen von Tarotkarten am Freitag nebeneinander existieren können. Insgesamt nutzen 88 % der Gen Z mindestens eine spirituelle oder religiöse Praxis.

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Die Erhebung zeigt: 88 % der Gen Z nutzen mindestens eine spirituelle oder religiöse Praxis — Manifestation, Meditation, Tarot, Energiearbeit. Wer junge Erwachsene begleitet, braucht dafür ein Verständnis dieser hybriden Glaubenswelt. Kostenlosen Praxis-Guide zu Manifestation und Ritualen anfordern

Die Umfragedaten belegen eine hohe Affinität zu modernen spirituellen Werkzeugen innerhalb der jüngeren Generationen:
* Manifestation: 49 % der Gen Z und 42 % der Millennials praktizieren dies, während es bei der Gen X 25 % und bei den Boomern lediglich 9 % sind.
* Energiearbeit: Hier liegen die Werte bei 32 % für die Gen Z und 30 % für die Millennials, im Vergleich zu 15 % (Gen X) und 4 % (Boomer).
* Astrologie und Tarot: Jeweils 30 % der Gen Z und der Millennials nutzen diese Methoden, gegenüber 19 % der Gen X und 6 % der Boomer.
* Meditation und Rituale: Diese werden von 51 % der Gen Z und 54 % der Millennials praktiziert.

Ursachen und Suche nach Handlungsmacht

Hinter dieser Entwicklung vermuten Experten das Bedürfnis nach Kontrolle in einer als unsicher wahrgenommenen Welt. Tim Osiecki von Harris Poll erläutert, dass die Gen Z diese Praktiken nutze, um in einer ungewissen Umgebung eigene Handlungsmacht aufzubauen. Rund 57 % der Gen Z und 59 % der Millennials geben an, Spiritualität oder Manifestation einzusetzen, um Kontrolle über ihre Zukunft zu erlangen.

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57 % der Gen Z greifen zu Spiritualität oder Manifestation, um Kontrolle über ihre Zukunft zu gewinnen — und 60 % arbeiten aktiv auf mehr echte Gemeinschaft hin. Genau hier setzt der Leitfaden an: fünf Meditationen für Handlungsmacht und ein klarer Fahrplan für Community-Aufbau. Meditationen und Community-Fahrplan jetzt sichern

Zudem zeigt sich ein starkes Bedürfnis nach realen Gemeinschaften. Laut der Befragung arbeiten 60 % der Gen Z aktiv darauf hin, ihre Beteiligung an persönlichen Communities zu erhöhen. Im vergangenen Jahr haben sich 57 % der jungen Erwachsenen verstärkt in lokalen Gemeinschaften engagiert.

In Notlagen suchen zudem 71 % der Gen Z Hilfe bei ihren Mitmenschen. Die Untersuchung macht deutlich, dass die Gen Z am seltensten angibt, weder religiös noch spirituell zu sein (19 %); bei den Boomern liegt dieser Anteil bei 23 %.

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