Gems-Migration bei Gemini: Dateien und Werkzeuge bleiben ungeklärt
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google leitet eine strukturelle Veränderung für die Personalisierung seines KI-Assistenten ein: Innerhalb der Gemini-App beginnt die Migration von den bisherigen Gems hin zu einem neuen System namens Skills.
Die Gems waren im Jahr 2024 als individualisierbare Versionen des Sprachmodells eingeführt worden, um Nutzern vorkonfigurierte Assistenten für spezifische Aufgaben bereitzustellen. Mit dem Wechsel zu Skills wird dieses Konzept nun technisch und funktionell überarbeitet.
Neue Funktionsweise und flexible Steuerung im Chat
Die Umstellung bringt wesentliche Neuerungen für die Bedienung und den Funktionsumfang mit sich. Während die früheren Gems als eigenständige, voneinander getrennte Instanzen agierten, ermöglichen die Skills eine flexiblere Verzahnung im Arbeitsalltag. Anwender können künftig über sogenannte Slash-Befehle direkt im Eingabefeld auf einzelne Fähigkeiten zugreifen. Dies erlaubt eine gezielte Steuerung, ohne dafür separate Sitzungen starten zu müssen.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Neuerung ist die parallele Nutzung: Nutzer sind künftig in der Lage, mehrere Skills innerhalb eines einzigen Chatverlaufs zu kombinieren.
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Auf diese Weise lassen sich komplexe Arbeitsabläufe bündeln, bei denen unterschiedliche Fähigkeiten nacheinander oder ergänzend zum Einsatz kommen. Zudem sieht die neue Architektur den Zugriff auf benutzerdefinierte Werkzeuge vor, wodurch die Interaktionsmöglichkeiten der Modelle erweitert werden.
Erstellung über Spark und noch ungeklärte Migrationsschritte
Für das Aufsetzen neuer Fähigkeiten setzt Google auf das Werkzeug Gemini Spark. Dieser Erstellungsprozess ist zahlenden Nutzern vorbehalten und steht Kunden mit einem Abonnement von Google AI Pro oder Google AI Ultra zur Verfügung. Die Anpassung der Modelle bleibt damit an die höherwertigen Tarifstufen des Dienstes gebunden.
Gleichzeitig verläuft der Übergang von Gems zu Skills mit organisatorischen und technischen Übergangsfragen. Bislang sind wesentliche Einzelheiten dazu offen, wie mit bereits in Gems hinterlegten Inhalten verfahren wird. Dies betrifft insbesondere angehängte Dateien, konfigurierte Standard-Werkzeuge sowie freigegebene Verknüpfungen, deren Mitnahme in das neue Format noch ungeklärt ist.
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Auch bei der Benutzeroberfläche und Dokumentation zeigt sich der Umbauprozess noch nicht abgeschlossen. So funktionierten zuletzt weder die offiziellen Hilfe-Artikel noch die entsprechende Schaltfläche zur Neuerstellung von Skills. Anwender, die auf bisher eingerichtete Gems setzen, müssen sich damit auf eine Übergangsphase einstellen, bis alle Migrationspfade vollständig greifen.
