Gemini Spark: Googles persönlicher KI-Agent ab 90 Euro monatlich
03.06.2026 - 17:20:41 | boerse-global.deDer Suchmaschinenriese startet Nutzerkontingente neu und bringt mit Gemini Spark einen persönlichen KI-Assistenten auf den Markt.
Google hat diese Woche weitreichende Neuerungen für seine Entwicklungsplattform Antigravity 2.0 vorgestellt. Kern der Maßnahmen: Eine vollständige Rückstellung aller Nutzungskontingente und die Einführung eines neuen persönlichen Agenten-Tools. Die Ankündigungen folgen auf die Premiere der Plattform auf der Google I/O am 19. Mai 2026.
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Kontingente zurückgesetzt, Modelle verbessert
Am 3. Juni setzte Google sämtliche Gemini-Kontingente für kostenlose und zahlende Nutzer zurück. Der Schritt kommt nicht überraschend: Zwischen Dezember 2025 und März 2026 hatte das Unternehmen mehrfach die Nutzungslimits gesenkt. Die Folge: Einige professionelle Anwender waren nach Erreichen ihrer Grenzen fast eine Woche lang von der Plattform ausgeschlossen.
Parallel zum Reset brachte Google eine aktualisierte Version des Gemini 3.5 Flash-Modells in der Antigravity-Umgebung. Das neue Modell ist für höhere Ausdauer bei komplexen Aufgaben ausgelegt. Es ersetzt eine frühere Variante, die zur Ressourcenschonung die Token-Produktion um 45 Prozent gedrosselt hatte – mit spürbaren Einbußen bei der Ausgabequalität. Die aktuelle Version arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 289 Tokens pro Sekunde.
Gemini Spark startet in den USA
Bereits am 2. Juni erweiterte Google sein Angebot mit dem US-Start von Gemini Spark. Das Tool wird als kontinuierlicher persönlicher Agent vermarktet, läuft auf der Antigravity-Plattform und nutzt Gemini 3.5 Flash. Es kann komplexe Arbeitsabläufe wie Reisebuchungen und Terminplanung über Integrationen mit Gmail und Kalender ausführen.
Gemini Spark steht derzeit Abonnenten der AI Ultra-Stufe zur Verfügung, die bei umgerechnet rund 90 Euro pro Monat beginnt. Zu den ersten Drittanbieter-Integrationen gehören OpenTable, Canva und Instacart. Künftig sollen auch Uber, Spotify und Adobe folgen.
Die neue Antigravity-Umgebung
Antigravity 2.0 markiert einen Wandel von der klassischen integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) hin zu einer chatbasierten Agenten-Schnittstelle. Die ursprüngliche IDE bleibt jedoch als eigenständige Anwendung verfügbar. Die Plattform führt ein Mission Control-Dashboard und einen Browser-Subagenten ein, der eine Chromium-Instanz zum Testen von Webanwendungen nutzt.
Zu den neuen Funktionen gehören:
- Dynamische Subagenten: Werkzeuge für die parallele Aufgabenausführung
- Geplante Aufgaben: Hintergrundoperationen zu bestimmten Zeiten
- Slash-Befehle: Neue Abkürzungen wie /goal, /browser, /schedule und /grill-me
- Integrierte SDKs: Direkte Unterstützung für Firebase und Android Studio
Für Terminal-Anwender veröffentlichte Google am 2. Juni eine Migrationsanleitung für den Wechsel vom Gemini CLI zum neuen Antigravity CLI. Der Umzug umfasst die Verschiebung von Konfigurationsverzeichnissen und die Aktualisierung von Skill-Pfaden. Das neue CLI unterstützt JSON-basierte Input/Output-Verträge für Hooks.
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Enterprise-Tools und Infrastruktur
Google Cloud hat am 2. Juni einen Model Context Protocol (MCP)-Server für Google Cloud Storage gestartet. Dieser ermöglicht KI-Agenten eine effektivere Anbindung an unstrukturierte Daten. Zu den frühen Anwendern zählen Palo Alto Networks und Snap. Letzteres konnte mit den Technologien die Untersuchungszeiten für bestimmte Aufgaben von 30 Minuten auf 30 Sekunden verkürzen.
Die Managed Agents API bietet isolierte Linux-Sandboxen für Code-Ausführung und Web-Browsing. In Leistungstests erreichte das System 76,2 Prozent auf Terminal-Bench 2.1. Die Preise für Unternehmen werden pro Compute-Minute berechnet und tragen zu den Cloud-KI-Einnahmen von Google bei, die derzeit bei umgerechnet rund 8,6 Milliarden Euro jährlich liegen.
Preise und Verfügbarkeit
Die Antigravity-Plattform ist in mehreren Stufen erhältlich. Neben einer eingeschränkten kostenlosen Version gibt es:
- AI Pro: rund 18 Euro pro Monat
- AI Ultra 5x: rund 90 Euro pro Monat
- AI Ultra 20x: rund 180 Euro pro Monat
Die Plattform unterstützt derzeit Open VSX, bietet aber weder JetBrains-Support noch SOC-2- oder DSGVO-Dokumentation. Für externe Modelle wie die von Claude müssen Nutzer eigene API-Schlüssel bereitstellen.
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