Gemini Spark: Googles neuer KI-Agent arbeitet rund um die Uhr
30.05.2026 - 09:12:40 | boerse-global.deGoogle, Tencent und Mistral haben in dieser Woche autonome KI-Assistenten vorgestellt, die Arbeitsprozesse grundlegend verändern sollen. Die neuen Systeme arbeiten rund um die Uhr im Hintergrund und erledigen komplexe Aufgaben eigenständig.
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Google bringt Dauerläufer für Abonnenten
Am 29. Mai startete Google in den USA den Rollout von Gemini Spark – einem persönlichen KI-Agenten, der selbst dann aktiv bleibt, wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Der Dienst kostet rund 92 Euro pro Monat und ist zunächst für Abonnenten von Google AI Ultra verfügbar.
Das System besteht aus drei Kernkomponenten: Tasks für übergeordnete Ziele, Schedules für zeitgesteuerte Abläufe und Skills für wiederkehrende Aufgaben. Gemini Spark arbeitet direkt mit Google Workspace zusammen – von Gmail über Calendar bis hin zu Docs und Sheets.
Der Agent bewältigt bis zu 15 Aufgaben gleichzeitig. Er kann Kreditkartenabrechnungen analysieren oder komplexe Reiserouten aus E-Mail-Bestätigungen zusammenstellen. Noch in diesem Sommer sollen Finanztransaktionen folgen. Allerdings warnt Google vor Sicherheitsrisiken: Bösartige Eingabeaufforderungen könnten unbefugten Zugriff auf verknüpfte Gmail-Konten ermöglichen.
Tencent und Mistral setzen auf globale Plattformen
Ebenfalls am 29. Mai brachte Tencent Cloud den Produktivitätsagenten WorkBuddy weltweit auf den Markt. Das System übersetzt einfache Sprachbefehle in fertige Büro-Workflows. Es unterstützt Slack, Telegram, Discord und WeChat und verbindet sich über das Model Context Protocol (MCP) mit Diensten wie GitHub, Jira, Google Drive und Notion. Mehr als 100 vorkonfigurierte Expertenrollen helfen bei spezifischen Geschäftsaufgaben.
Parallel dazu benannte Mistral AI seinen Chat-Dienst „Le Chat" am 28. Mai in „Vibe" um. Die neue Version bietet einen Work Mode für professionelle Tools wie Outlook und Slack sowie einen Code Mode mit autonomen Agenten in isolierten Testumgebungen. Die Preisstruktur reicht von einer kostenlosen Basisversion über die Pro-Stufe für rund 15 Euro monatlich bis zum Team-Tarif für etwa 25 Euro pro Nutzer.
Asana kauft sich den Einstieg in die Agenten-Welt
Im Bereich Unternehmenssoftware sorgte Asana für Aufsehen: Am 28. Mai gab das Unternehmen die Übernahme des No-Code-KI-Agenten-Bauers Stack AI für umgerechnet rund 70 Millionen Euro bekannt. Ziel ist die nahtlose Verknüpfung von Workflows zwischen Salesforce, Slack und Google Workspace.
Die Übernahme folgt auf Asanas Quartalszahlen: Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 auf umgerechnet rund 189 Millionen Euro – ein Plus von 9,5 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings notiert die Aktie rund 53 Prozent unter ihrem Januar-Niveau.
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Auch Clarivate Plc steigt ein: Am 29. Mai präsentierte das Unternehmen IPOne, eine Plattform, die KI-Agenten mit proprietären Daten aus Patentdatenbanken kombiniert. Die Lösung richtet sich an Anwaltskanzleien und IP-Abteilungen von Unternehmen.
Neue Konkurrenz für Microsofts Copilot
Anthropic aktualisierte am 28. Mai seine Claude Code-Werkzeuge. Die neue Version orchestriert parallele Unteragenten für komplexe Programmieraufgaben und bietet Fortschrittsverfolgung sowie Sicherheitsprüfungen.
Im Microsoft-Universum positioniert sich Perplexity Computer als Herausforderer: Das Unternehmen launchte am 29. Mai ein Seitenpanel für Word, Excel und PowerPoint. Das Tool verfasst Dokumente und analysiert Tabellen – eine direkte Konkurrenz zu Microsofts eigenem Copilot.
Für Verbraucher gibt es ebenfalls Neues: Sesame, ein Startup von Mitgründern der Oculus-VR-Brille, veröffentlichte am 28. Mai eine KI-Chat-App für iOS. Vier verschiedene KI-Agenten mit eigenen Persönlichkeiten stehen kostenlos in 39 Ländern zur Verfügung. Für 2027 plant das Unternehmen die Integration der Agenten in intelligente Brillen.
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