Gemini Spark: Googles KI-Agent bucht Flüge und versendet E-Mails
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 03:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google baut seine KI weiter in Workspace ein und verspricht Anwendern messbare Entlastung. Neue Funktionen in Gmail, Docs und Sheets sollen bis zu drei Stunden pro Woche sparen. Mit dem Agenten Gemini Spark zieht zudem autonome Automatisierung in die Bürosoftware ein.
Gemini spart Zeit in Gmail, Docs und Sheets
Die Zahlen klingen verlockend: Durchschnittlich drei Stunden pro Woche sollen Nutzer mit Gemini in Workspace sparen. Möglich machen das automatisierte Entwürfe in Gmail, Notizen in Meet und eine verbesserte Suche in Drive. Auch die engere Verknüpfung von Google Keep und Tasks zahlt darauf ein – rund 20 Minuten täglich, wenn die KI Notizen zusammenfasst oder aus digitalen Rezepten Einkaufslisten generiert.
Dazu kommt ein ordentliches Performance-Update: Google Sheets verarbeitet Daten in Chrome und Edge dank WasmGC nun doppelt so schnell. Komplexe Datensätze lassen sich damit deutlich flotter bearbeiten.
Gemini Spark: Der KI-Agent übernimmt Aufgaben
Mit Gemini Spark hat Google am 30. Juli einen echten „Agentic AI“-Agenten gestartet. Er arbeitet im Hintergrund und erledigt Aufgaben über Anwendungsgrenzen hinweg – von Reiseplanung über die Überwachung von Abo-Preisen bis zu personalisierten E-Mail-Entwürfen in verschiedenen Schreibstilen.
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Das Herzstück: „Chrome Auto Browse“. Der Agent nutzt den Desktop-Browser Chrome mit angemeldeten Konten und gespeicherten Passwörtern, um etwa Flüge zu buchen oder Termine zu vereinbaren. Verfügbar ist die Funktion für Nutzer von Google AI Pro und Ultra in über 160 Ländern – darunter Indien, Australien, Südkorea und Malaysia. Der Europäische Wirtschaftsraum, Großbritannien und die Schweiz bleiben vorerst außen vor.
Updates für macOS, Earth und mehr Sicherheit
Die macOS-App von Gemini kann jetzt Sprachsteuerung und nutzt Bildschirminhalte als Kontext. Per Diktat lassen sich Texte in beliebige Fenster einfügen – die KI entfernt Füllwörter und formatiert automatisch. Google Earth wiederum setzt auf das Modell Nano Banana 2 und generiert damit individuelle Bilder auf Basis von Satelliten- und 3D-Aufnahmen, etwa für die Immobilienplanung oder historische Visualisierungen.
Mehr Autonomie erfordert mehr Sicherheit: Bei sensiblen Aktionen wie Zahlungen oder dem Versand wichtiger E-Mails verlangt das System eine ausdrückliche Bestätigung. Zusätzlich schützt es sich gegen Prompt Injections, die die automatisierten Prozesse manipulieren könnten.
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Die kommenden Wochen halten weitere Neuerungen bereit: Neue Layout-Optionen für den Google Kalender sollen große Bildschirme besser nutzen, und Google Forms bekommt Gemini-basierte Quiz-Funktionen.
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