Gemini, Spark

Gemini Spark: Google gibt KI Zugriff auf Chrome-Passwörter

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 14:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Googles KI-Agent Gemini Spark übernimmt mit Auto-Browse Webaufgaben und greift auf Chrome-Passwörter zu. Sicherheitsfunktionen sollen Missbrauch verhindern.

Gemini Spark: Googles KI steuert Browser und nutzt Chrome-Passwörter
Nahaufnahme eines Laptop-Bildschirms mit abstrakter Benutzeroberfläche, die einen KI-Agenten bei der Integration mit Browserdaten zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google erweitert seinen KI-Agenten Gemini Spark um eine automatisierte Browser-Steuerung – inklusive Zugriff auf gespeicherte Chrome-Passwörter. Die Funktion könnte Online-Alltag radikal vereinfachen, wirft aber Sicherheitsfragen auf.

Ende Juli 2026 hat Google sein KI-System Gemini Spark mit einer neuen Funktion ausgestattet: Das Tool kann künftig auf gespeicherte Chrome-Passwörter und angemeldete Konten zugreifen, um eigenständig Aufgaben im Web zu erledigen. Die als „Auto-Browse" bezeichnete Funktion ermöglicht es der KI, komplexe Vorgänge wie Flugbuchungen oder die Terminvereinbarung für Wohnungsbesichtigungen komplett zu übernehmen – vom Suchen bis zum Ausfüllen von Formularen.

KI arbeitet im Hintergrund weiter

Die Integration nutzt die lokale Chrome-Sitzung des Nutzers, um direkt mit Webdiensten zu interagieren. Das Besondere: Gemini Spark kann Aufgaben auch dann fortsetzen, wenn das Gerät bereits geschlossen wurde. Die KI arbeitet regelrecht im Hintergrund weiter, bis die Aufgabe erledigt ist.

Dafür hat Google Partnerschaften mit mehreren Plattformen geschlossen, darunter der Immobilienplattform Zillow Rentals, dem Reiseportal Viator und dem Cloud-Speicherdienst Dropbox. So kann die KI etwa bei der Wohnungssuche helfen oder Reisevorbereitungen koordinieren, indem sie auf relevante Kontodaten dieser Dienste zugreift.

Premium-Abo erforderlich

Die Passwort-Integration startet zunächst nur in den USA. Wer die neuen Agent-Funktionen nutzen möchte, braucht ein Abo der Premium-KI-Tarife von Google. Der Plan „AI Pro" kostet umgerechnet rund 19 Euro pro Monat, das höherwertige „Ultra"-Abo schlägt mit etwa 95 Euro zu Buche.

Anzeige

Während KI-Systeme zunehmend Zugriff auf sensible Zugangsdaten erhalten, steigt das Risiko für digitale Identitäten massiv an. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie die moderne Passkey-Technologie nutzen, um Ihre Konten bei Amazon, WhatsApp und Co. auch ohne klassische Passwörter optimal zu schützen. Sicher und passwortlos: Jetzt Gratis-Report sichern

Während die Auto-Browse-Funktion zum Start auf die USA beschränkt ist, hat Google die allgemeine Verfügbarkeit von Gemini Spark auf mehr als 160 Länder ausgeweitet, darunter auch Indien. In der Europäischen Union, Großbritannien, der Schweiz und Nigeria bleibt der Dienst allerdings weiterhin gesperrt – wohl auch wegen strengerer Datenschutzvorgaben in diesen Regionen.

Sicherheitsvorkehrungen gegen Missbrauch

Angesichts der heiklen Daten hat Google mehrere Schutzmechanismen eingebaut. Das System wehrt sogenannte Prompt-Injection-Angriffe ab, bei denen manipulierte Anweisungen das KI-Verhalten umlenken sollen. Zudem pausiert die KI bei sensiblen Aktionen wie Zahlungsabschlüssen oder riskanten Transaktionen und verlangt eine ausdrückliche Bestätigung durch den Nutzer.

Für Unternehmen gibt es eine eigene Richtlinie namens „GeminiSparkSettings". Damit können IT-Administratoren den Zugriff der KI auf gespeicherte Zugangsdaten kontrollieren oder auf verwalteten Geräten komplett blockieren.

Anzeige

Wer sich mit der Automatisierung sensibler Logins befasst, sollte die zugrundeliegende Sicherheitstechnologie genau kennen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie die neue Methode der Passkeys einrichten, um Hackern keine Chance mehr zu lassen und gleichzeitig den Login-Stress zu minimieren. Kostenlosen Passkey-Leitfaden hier herunterladen

Weitere Neuerungen im Gemini-Universum

Die Passwort-Integration ist Teil eines größeren Update-Zyklus, den Google als „Gemini Drops" bezeichnet. Im Paket enthalten sind auch zwei neue KI-Modelle: Gemini 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite, die auf höhere Effizienz ausgelegt sind.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • macOS-Integration: Die Gemini-App für Mac erhält Sprachsteuerung
  • Kreativ-Tools: Neue Avatar-Funktion und personalisierte Bildgenerierung – letztere vorerst nur für US-Nutzer
  • Workspace-Synergie: Verbesserte Hintergrundverarbeitung für Gmail, Docs, Sheets und Kalender

Die Frage bleibt: Wie viel Automatisierung ist sinnvoll, wenn es um persönliche Zugangsdaten geht? Google setzt auf gestaffelte Sicherheitsabfragen – ob das reicht, wird sich zeigen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69908347 |