Gemini Omni: Google bringt KI-Videogenerator auf Pixels
22.06.2026 - 01:23:27 | boerse-global.de
Google hat sein Juni-Update 2026 für die Pixel-Reihe veröffentlicht – mit einer Flut neuer KI-Funktionen.
Im Zentrum steht Gemini Omni, ein Multimedia-Generator auf Basis des Nanobanana-3.0-Modells. Nutzer können damit per Texteingabe Videos und Bilder erstellen oder bearbeiten. Das System versteht physikalische Eigenschaften wie Schwerkraft, Bewegungsenergie und Flüssigkeitsdynamik – und integriert sich direkt in die Gemini-App, Google Flow und YouTube Shorts.
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Kreativ-Tools und Multitasking
Der Custom Soundtrack Creator erlaubt es, Musikstile zu beschreiben oder Fotos hochzuladen, um dazu passende Audiospuren mit Text zu generieren. Mit „Screen Reactions" lassen sich Bildschirm und Selfie-Kamera gleichzeitig aufnehmen – ideal für Tutorials oder Reaktionsvideos.
Die neue Bubbles-Funktion verwandelt jede App per langem Druck in ein schwebendes, skalierbares Fenster. Für Faltgeräte gibt es einen 50/50-Split-Screen-Modus und eine spezielle Bubble-Leiste.
Sprachübersetzung und neue Märkte
Der Voice Translate auf dem Pixel 10a unterstützt jetzt Echtzeit-Übersetzungen zwischen Englisch und sechs Sprachen – darunter Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Hindi. Die „Magic Cue"-Funktion auf dem Pixel 10 wurde auf Snapchat ausgeweitet, und der manuelle Anruf-Screen ist nun offiziell in Indien verfügbar.
Android 17: KI als Betriebssystem-Schicht
Das Pixel-Update fällt mit dem breiten Rollout von Android 17 zusammen, der am 16. Juni begann. Gemini AI fungiert nun als zentrale Systemebene. Eine neue „Memory"-Funktion merkt sich Vorlieben der Nutzer – etwa Ernährungsgewohnheiten, Hobbys oder Familienpläne – und liefert personalisierte Assistenz.
Die Sicherheitsfunktionen wurden ebenfalls ausgebaut:
- „Als verloren markieren": Biometrische Sperre für verlegte Geräte
- Selektives Kontakt-Teilen: Mehr Kontrolle über Datenweitergabe an Drittanbieter-Apps
- Berechtigungs-Scoping: Einmalige Standortberechtigungen sind jetzt Systemstandard
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Für den Spätsommer 2026 kündigt Google zudem autonome KI-Agenten und automatisierte Widgets an. Diese High-End-Funktionen benötigen mindestens 12 GB RAM – ein Spezifikations-Schwerpunkt für die erwartete Pixel-11-Serie.
Europa-Start und bekannte Probleme
Am 21. Juni startete Google die Funktion „Mit Ask Photos bearbeiten" in fünf europäischen Märkten – darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Das Tool erlaubt textbasierte Bildbearbeitung, etwa das Entfernen von Spiegelungen oder das Verändern des Himmels.
Doch nicht alles läuft rund: Nutzer von Pixel 9 Pro und Pixel 10 Pro berichten von 5G-Verbindungsproblemen – die Geräte fallen auf 4G oder LTE zurück. Ein temporärer Workaround über den Reparaturmodus wurde gefunden. Google arbeitet zudem an einem Fix für einen Bug, der Widgets von Startbildschirmen verschwinden lässt – betroffen sind Geräte mit Arbeitsprofilen.
Milliarden-Investition in die KI-Zukunft
Der KI-Schwerpunkt folgt auf Alphabets starke Quartalszahlen: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22 Prozent auf umgerechnet rund 100 Milliarden Euro. Google Cloud legte um 63 Prozent auf etwa 18 Milliarden Euro zu – getrieben durch einen Anstieg von 800 Prozent bei KI-Lösungen für Unternehmen. Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 165 und 175 Milliarden Euro in KI-Entwicklung und Infrastruktur.
