Gemini, Omni

Gemini Omni Flash: Google bringt Video-KI für 9 Cent pro Sekunde

01.07.2026 - 15:23:57 | boerse-global.de

Google veröffentlicht zwei neue KI-Modelle für günstige Video- und Bilderstellung. Entwickler profitieren von niedrigen Kosten und neuen Bearbeitungsfunktionen.

Google startet Gemini Omni Flash und Nano Banana 2 Lite
Gemini - Nahaufnahme von Händen, die mit einem holografischen Bildschirm interagieren, der Videobearbeitungssoftware und KI-generierte Inhalte zeigt. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit Gemini Omni Flash und Nano Banana 2 Lite bringt der Konzern zwei neue Modelle an den Start, die sich gezielt an Entwickler und Unternehmen richten. Die Modelle ermöglichen die schnelle Erstellung von Video- und Bildinhalten – und das zu deutlich niedrigeren Kosten als bisher.

Videogenerierung im Sekundentakt

Gemini Omni Flash ist ab sofort als öffentliche Vorschauversion verfügbar. Über eine spezielle API können Entwickler Videos generieren und bearbeiten. Das Modell unterstützt verschiedene Eingabemethoden: Text-to-Video, Image-to-Video und Reference-to-Video. Die erzeugten Clips sind maximal zehn Sekunden lang. Pro Sekunde Videomaterial verlangt Google umgerechnet rund neun Cent.

Besonders spannend: Die sogenannte konversationelle Videobearbeitung. Nutzer können über die API bis zu drei aufeinanderfolgende Änderungen an einem generierten Clip vornehmen. Möglich sind etwa der Austausch von Figuren, die Anpassung von Kameraperspektiven oder die Veränderung der Lichtstimmung – und das alles per natürlicher Spracheingabe. Das Modell unterstützt die Formate 9:16 und 16:9 und liefert die Ergebnisse im base64-Format.

Nano Banana 2 Lite: Der günstigste Bildgenerator von Google

Parallel dazu bringt Google Nano Banana 2 Lite auf den Markt. Es ersetzt das ursprüngliche Nano-Banana-Modell und setzt neue Maßstäbe bei Geschwindigkeit und Kosten. Ein Bild entsteht in etwa vier Sekunden. Der Preis liegt bei umgerechnet rund drei Cent pro 1.000 Bilder – das macht das Modell zu Googles kosteneffizientestem Bildgenerator.

Verbessert wurden unter anderem das Weltwissen, die Konsistenz von Figuren über mehrere Generationen hinweg und die Darstellung von Text. Nano Banana 2 Lite ist zunächst über Google AI Studio und die Gemini API verfügbar. Doch der Konzern integriert das Modell bereits in Verbraucherprodukte wie den KI-Modus in der Google-Suche, Google Fotos und die Gemini-App.

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Entwickler-Ökosystem und Partnerschaften

Google empfiehlt einen zweistufigen Workflow: Entwickler erstellen zunächst mit Nano Banana 2 Lite ein Basisbild und nutzen dann Gemini Omni Flash, um es zu animieren und zu bearbeiten. Drei Demo-Anwendungen – Anywhere, Space Lift und Omni Product Studio – zeigen, wie das in der Praxis funktioniert.

Bekannte Partner wie WPP, Adobe, Figma, Invideo, Artlist und Manus AI testen die neuen Modelle bereits oder haben sie integriert. Für Sicherheit und Authentizität sorgen die digitale Wasserzeichen-Technologie SynthID sowie die Unterstützung von C2PA-Standards.

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Noch nicht perfekt

Trotz der Fortschritte gibt es technische Einschränkungen. Bei komplexen Videogenerktionen treten mitunter Lücken in der Figurenkonsistenz auf. Auch die Verarbeitung bestimmter Videoreferenzen bereitet dem System noch Probleme.

Die Einführung der neuen Tools fällt mit einem größeren Update des Gemini-Ökosystems zusammen. Dazu gehören der weltweite Start von Gemini 3.5 Flash sowie neue interaktive Chat-Antworten, die mehrschichtige Bilder und Videoübersichten integrieren. Entwickler und Unternehmen können die professionellen Werkzeuge über Google AI Studio, die Gemini API und die Gemini Enterprise Agent Platform nutzen.

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