Gemini, Carbon

Gemini 4 Carbon: Google testet intern ein Modell auf Opus-5.5-Niveau

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 19:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Interne Rückmeldungen bescheinigen Carbon starke Programmierfähigkeiten; Veröffentlichung, Name und Einsatz als Argon-Update bleiben offen.

Google testet Gemini-4-Modell Carbon mit Fokus auf Programmierung
Ein minimalistischer, moderner Innenraum eines Forschungsgebäudes mit klaren Linien und diffusem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Beim Technologiekonzern Google testen Entwickler intern eine neue Modellvariante der Gemini-4-Reihe mit dem Codenamen Carbon. Wie aus Medienberichten hervorgeht, steht der Checkpoint seit wenigen Tagen über die interne Entwicklungsplattform Jetski bereit.

Erste interne Rückmeldungen heben insbesondere die Fähigkeiten bei der Softwareentwicklung hervor: Ein Google-Mitarbeiter verglich die Programmierleistung demnach mit Anthropics Modell Opus 5.5, schränkte jedoch zugleich ein, dass noch weitere Tests erforderlich seien. Google selbst lehnte eine Stellungnahme zu internen Modell-Roadmaps und zu Carbon ab.

Interne Erprobung und Differenzierung zu Argon

Im Vorfeld der aktuellen Entwicklungen testete Google intern mehrere Gemini-4-Varianten unter den Bezeichnungen Argon, Barium und Carbon. Während der interne Checkpoint Barium-B schließlich als finale Basis für das öffentlich vorgestellte Modell Argon ausgewählt wurde, blieb Carbon vorerst der internen Nutzung vorbehalten.

Bislang ist unklar, ob Carbon als Aktualisierung für Argon oder als eigenständiges Modell erscheinen soll; intern bezeichnete ein Mitarbeiter den Checkpoint bereits als das nächste Modell der Pro-Reihe.

Mitarbeiteräußerungen beschreiben Carbon als besonders leistungsfähig und sehen den Checkpoint vor allem bei Programmieraufgaben vor Argon. Frühere Versionen von Argon hätten bei manchen Programmierherausforderungen intern noch an ein älteres Opus 5 erinnert.

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Für Carbon gibt es bislang weder offizielle Benchmarks noch eine Modell-Identifikationsnummer, Preisangaben, eine Model Card oder ein Veröffentlichungsdatum. Auch der spätere offizielle Name bleibt unbestätigt. Zudem basiert der Vergleich mit Opus 5.5 auf einem Einzelbericht und wurde von Google nicht offiziell bestätigt.

Googles Modellstrategie und das Wettbewerbsumfeld

Gemini 4 Argon war am 30. September 2026 offiziell vorgestellt worden. Der Zugriff war zunächst auf Cybersecurity-Partner im Rahmen des internen Fairwind-Programms sowie vertrauenswürdige Sicherheitsteams beschränkt.

Vor einem breiteren Rollout muss Argon weitere Schwachstellentests in diesem Prüfprogramm durchlaufen; zahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI Ultra sollen ohne konkretes Datum als Nächste folgen. Google hob bei Argon Spitzenwerte bei Wissens- und Coding-Benchmarks hervor, unter anderem für den Rechts- und Finanzsektor mit Fokus auf defensive Cybersicherheit.

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Bei internen Messungen erzielte Argon laut Google Spitzenwerte in 13 von 19 Tests, während unabhängige Ranglisten gemischte Resultate auswiesen. Berichte über Leistungsschwächen bei realen Programmieraufgaben wurden von Google bestritten. Am 8. Oktober 2026 integrierte der Konzern Argon zudem in den neu vorgestellten Enterprise Gemini Agent.

Auch bei den Schnittstellenpreisen zeichnet sich ein direkter Wettbewerb ab: Gemini 4 Argon wurde mit einem Einführungspreis von 2 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Output-Tokens bei einem Ausgabelimit von einer Million Tokens angekündigt.

Demgegenüber kostet Anthropics Claude Opus 5.5 4,00 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 20,00 US-Dollar pro Million Output-Tokens bei einem Cache-Read-Preis von 0,20 US-Dollar pro Million Tokens, einem Eingabefenster von einer Million Tokens sowie einem maximalen Ausgabeumfang von 128.000 Tokens.

Bei Google erhielten Softwareingenieure über das Werkzeug Antigravity zwar Zugang zu Claude Opus 5, der Konzern nutzt Gemini jedoch weiterhin als internes Basismodell. Zuletzt bestätigte Logan Kilpatrick Arbeiten an den Fähigkeiten von Argon, während DeepMind-Mitarbeiter Vedant Misra auf rekursive Selbstverbesserung verwies.

Zeitgleich erweiterte Google die Konfigurationsmöglichkeiten für Entwickler: Ein Antigravity-Update führte Optionen für Kontextfenster von 256.000, 512.000 und 900.000 Tokens sowie dreistufige Einstellungen für die Denkintensität ein.

An den Finanzmärkten reagierten Anleger verhalten positiv: Die Aktie der Konzernmutter Alphabet schloss am 9. Oktober bei 351,60 US-Dollar, was einem Zuwachs von einem Prozent entsprach.

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