Gemini 3.5: Googles NotebookLM mit Antigravity-Agent startet in Europa
10.06.2026 - 05:46:01 | boerse-global.de
Google schließt den europäischen Rollout seiner KI-Notebooks ab und rüstet die Plattform mit einem neuen Modell auf.
Seit Anfang Juni 2026 ist die Gemini App Notebooks-Funktion zu 100 Prozent in europäischen Märkten live geschaltet. Nutzer mit einem Abonnement von Google AI Ultra, Pro oder Plus können den Dienst über den Webbrowser nutzen. Nach dem erfolgreichen Europa-Start bereitet Google nun die mobile Expansion vor – die Plattform soll künftig auch jenseits des Desktop-Einsatzes verfügbar sein.
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Technologischer Quantensprung: Gemini 3.5 und das Antigravity-Framework
Am 8. und 9. Juni 2026 stellte Google ein umfassendes Upgrade für NotebookLM vor. Das Herzstück: der Wechsel zum Gemini 3.5-Modell, unterstützt durch den Antigravity-Agenten. Jedes Notebook erhält nun einen sicheren Cloud-Computer, der Code ausführen und Echtzeit-Datenanalysen durchführen kann.
Das System beherrscht inzwischen über 100 spezialisierte Software-Fähigkeiten – von der Diagrammerstellung bis zur komplexen Dokumentsynthese. Die internen Benchmarks des Unternehmens sprechen eine klare Sprache: Bei Dokumentenanalyse und Web-Recherche liegt die Erfolgsquote bei über 65 Prozent, ein Plus von 15 Prozentpunkten gegenüber früheren Versionen. Besonders beeindruckend: Bei der Verarbeitung großer Dokumente erreicht das System eine Erfolgsquote von 69,9 Prozent, bei webbasierten Recherchen sogar 78,2 Prozent.
Elf Ausgabeformate für maximale Flexibilität
Die aktualisierte Plattform unterstützt nun elf verschiedene Ausgabeformate. Nutzer können ihre Arbeit als PDF, DOCX, XLSX, PPTX, CSV, JSON oder Markdown exportieren. Für visuelle Darstellungen stehen Diagramme in PNG und SVG sowie Bilder in JPG und GIF zur Verfügung.
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Die neuen Funktionen richten sich vor allem an Google AI Ultra- und Workspace-Kunden mit aktivem KI-Zugang. Ziel ist ein nahtloser Workflow – von der ersten Recherche bis zur fertigen Präsentation.
Apples Siri setzt auf Google-Technologie
Die Expansion von Googles KI-Diensten fällt in eine Zeit strategischer Partnerschaften. Auf der WWDC 2026 am 8. Juni kündigte Apple an, dass die neue Siri-KI auf Foundation-Modellen basiert, die in Zusammenarbeit mit Google Gemini entwickelt wurden. Der überarbeitete Assistent soll systemweite Aktionen ausführen und Bildschirminhalte erkennen können. Ein öffentlicher Beta-Test ist für Juli 2026 geplant.
Milliardenumsatz und neue Infrastruktur-Ideen
Den technologischen Fortschritt untermauert eine starke finanzielle Entwicklung: Im Mai 2026 meldete Google für das erste Quartal einen Cloud-Umsatz von über 20 Milliarden Euro – ein Anstieg von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Die SAP als deutscher Branchenprimus setzte im gesamten Geschäftsjahr 2025 rund 34 Milliarden Euro um.
Doch trotz der hohen Nachfrage nach KI-Diensten bleiben die Herausforderungen groß. Engpässe bei Chip-Lieferungen und der Energieversorgung zwingen das Unternehmen zu kreativen Lösungen. Google prüft laut eigenen Angaben sogar den Bau orbitaler Rechenzentren – ein Indiz dafür, wie drängend das Infrastruktur-Problem in der Branche ist.
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