Gemeine Esche wird Baum des Jahres 2027
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 08:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEschenholz bleibt vielseitig nutzbar
- Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung wählte die Gemeine Esche zum Baum des Jahres 2027.
- Der Pilz Hymenoscyphus fraxineus hat seit Beginn der 2000er Jahre viele Eschen geschädigt.
- Die bis zu 40 Meter hohen Bäume wachsen vor allem auf nährstoffreichen, gut mit Wasser versorgten Böden.
Gemeine Esche wird Baum des Jahres 2027
Die Gemeine Esche ist zum Baum des Jahres 2027 gekürt worden. Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung will damit auf die ökologische, kulturelle und forstwirtschaftliche Bedeutung der heimischen Baumart aufmerksam machen.
Pilz setzt Eschen unter Druck
Der Zustand der Eschen in Deutschland hat sich nach Angaben der Stiftung seit Beginn der 2000er Jahre dramatisch verändert. Als wesentliche Ursache gilt der Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus aus Ostasien, der sich in weiten Teilen Europas ausgebreitet und zahlreiche Bäume geschädigt oder zum Absterben gebracht hat.
Vitale Bäume geben Anlass zur Hoffnung
Gleichzeitig gibt es Eschen, die dem Krankheitserreger vergleichsweise gut standhalten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die unterschiedlichen Reaktionen teilweise genetisch bedingt sind.
Eine vollständige Widerstandsfähigkeit gegen die Krankheit ist bislang nicht bekannt. Forschungsarbeiten befassen sich weiter mit den Ursachen der Unterschiede und den Möglichkeiten, besonders vitale Bäume zu erhalten.
Holz für Sportgeräte und Möbel
Die Gemeine Esche kann bis zu 40 Meter hoch werden und gehört damit zu den größten heimischen Laubbäumen. Sie wächst vor allem auf nährstoffreichen Böden mit guter Wasserversorgung.
Ihr Holz wird unter anderem für Werkzeugstiele, Sportgeräte, Möbel und Parkett verwendet. Silvia Breher, Schirmherrin der Stiftung, betonte laut Mitteilung, die Esche verdeutliche die Verletzlichkeit der Wälder und die Bedeutung biologischer Vielfalt.
Die Wahl der Gemeinen Esche rückt eine Baumart in den Mittelpunkt, deren Zukunft in Deutschland eng mit dem Eschentriebsterben verbunden ist. Verursacher ist der aus Ostasien stammende Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus, der sich seit Beginn der 2000er Jahre in Europa ausgebreitet hat und unterschiedlich schwere Schäden verursacht.
Für die Forstwirtschaft ist die Esche dennoch nicht bedeutungslos. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, ausreichend feuchten Standorten und gehört mit Höhen von bis zu 40 Metern zu den größten heimischen Laubbäumen. Ihr elastisches und zugleich belastbares Holz wird unter anderem für Werkzeugstiele, Sportgeräte, Möbel und Parkett verwendet.
Genetische Unterschiede als Hoffnung
Die verbliebenen vitalen Bäume haben für den Erhalt der Art eine besondere Bedeutung. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die unterschiedliche Reaktion auf den Krankheitserreger teilweise genetisch bedingt ist. Daraus kann sich ein Ansatz für die weitere Forschung und für langfristige Strategien im Waldumbau ergeben.
Eine vollständige Widerstandsfähigkeit ist bislang nicht bekannt. Für Waldbesitzer und Forstbetriebe bedeutet das, erkrankte Bestände aufmerksam zu beobachten und zugleich die biologische Vielfalt zu erhalten. Die Auszeichnung macht damit nicht nur auf die wirtschaftliche Nutzung des Eschenholzes aufmerksam, sondern auch auf die Risiken, die entstehen, wenn sich Krankheiten in wenig vielfältigen Beständen ausbreiten.
