Gehirntraining: Regelmäßigkeit schlägt Alter bei Aufmerksamkeit
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Grenzen zwischen medizinischer Diagnostik und persönlichem Gesundheitstracking verschwimmen zunehmend. Immer mehr Unternehmen setzen auf KI-gestützte Systeme, die kognitive Leistungen erfassen und verbessern sollen.
Natus Medical bringt KI in die EEG-Auswertung
Am 21. Juli 2026 integrierte Natus Medical das KI-Tool autoSCORE in seine EEG-Software BRAIN QUICK. Das Tool basiert auf Deep-Learning-Algorithmen, die mit 30.000 EEG-Aufzeichnungen trainiert wurden. Bereits im März 2026 erhielt es die CE-Kennzeichnung für den europäischen Markt. Ziel ist es, KI-gestützte Analysen in klinischen Umgebungen breiter verfügbar zu machen.
Samsung und Garmin bringen KI-Coaching aufs Handgelenk
Auch für den Endverbrauchermarkt wird KI relevanter. Samsung startete am 22. Juli 2026 eine Beta-Phase für den Health Assistant in den USA. Der KI-Coach wertet Vitalwerte wie Schlaf, Aktivität und Ernährung aus und gibt personalisierte Empfehlungen – allerdings ohne medizinische Diagnosen zu stellen.
Garmin geht einen anderen Weg. Das am 21. Juli 2026 vorgestellte Smart Band CIRQA kommt ganz ohne Display aus. Es erfasst Herzfrequenz, Hauttemperatur und Sauerstoffsättigung per Sensor. Ein Abo-Modell gibt es nicht – das Unternehmen setzt bewusst auf einmaligen Kauf.
Regelmäßigkeit schlägt Alter beim Gehirntraining
Die Wirksamkeit von digitalem Gehirntraining wird zunehmend wissenschaftlich untersucht. Eine Auswertung von Muse vom 22. Juli 2026 analysierte Daten von 189 Nutzern zwischen 31 und 83 Jahren. Das Ergebnis: Die Regelmäßigkeit des Trainings beeinflusst die Aufmerksamkeitsleistung stärker als das biologische Alter oder der absolute Trainingsumfang.
Konkret: Ältere Probanden (60 bis 70 Jahre) mit konsequentem Training erreichten im Stroop-Test eine Interferenzzeit von 192 Millisekunden. Jüngere Nutzer (30 bis 40 Jahre) mit sporadischem Training kamen dagegen auf 219 Millisekunden.
Die Muse-Analyse zeigt: Wer regelmäßig trainiert, verbessert seine Aufmerksamkeit – unabhängig vom Alter. Ältere mit konsequentem Training erreichten bessere Werte als jüngere mit sporadischem Training. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Guide, wie Sie eine effektive Routine aufbauen und welche Apps verlässlich sind. Jetzt kostenlosen Gehirntraining-Guide anfordern
Schon 3.000 Schritte täglich schützen das Gehirn
Weitere Forschungsergebnisse vom 21. Juli 2026 zeigen: Bereits 3.000 Schritte täglich können die Ausbreitung von Tau-Proteinen verlangsamen – relevant für die Alzheimer-Prävention. Auch Achtsamkeitstraining zeigt Wirkung: Ein 30-tägiges Programm verbessert nachweislich die Aufmerksamkeitskontrolle.
Seit dem 20. Juli 2026 stellt die Software „siiibra“ neue Möglichkeiten bereit, multimodale Hirndaten effizient zu verarbeiten. Das dürfte die Forschung weiter beschleunigen.
Markt für Mental-Health-Apps ist instabil
Trotz wissenschaftlicher Fortschritte gibt es Probleme bei der Verfügbarkeit. Eine am 22. Juli 2026 in „npj Digital Medicine“ veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigt eine deutliche Fluktuation: Von 81 wissenschaftlich belegten Mental-Health-Apps sind nur noch 42 (52 Prozent) in den App-Stores verfügbar. Ein Zusammenhang zwischen Studienqualität und langfristiger Verfügbarkeit ließ sich nicht feststellen.
95 Prozent der KI-Pilotprojekte scheitern
Viele Mental-Health-Apps verschwinden wieder aus den Stores – nur 52 Prozent sind noch verfügbar. Damit Sie nicht auf die falsche App setzen, haben wir die stabilsten und wissenschaftlich fundierten Angebote zusammengestellt. Plus: die ideale Trainingsroutine für Ihren Alltag. Stabile Mental-Health-Apps jetzt entdecken
Auch die Implementierung bleibt komplex. Laut einem MIT-Report scheitern rund 95 Prozent der KI-Pilotprojekte. Neue Qualifizierungsangebote sollen gegensteuern. Am 18. September 2026 startet ein Zertifikatskurs zum KI-Strategie-Berater, der Führungskräfte und Selbstständige schulen soll.
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) setzt auf spielerische Ansätze. Das am 22. Juli 2026 vorgestellte Lernspiel „Kassandra“ soll Teams befähigen, KI gemäß dem EU AI Act verantwortungsvoll einzusetzen – und Überlastungen im Arbeitsalltag vermeiden.
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