Gehirntraining, App

Gehirntraining per App: TapTension bietet drei kostenlose Module ohne Registrierung

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Drei frei nutzbare TapTension-Module testen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Sensibilität; zusätzliche Themen sind bis Jahresende vorgesehen.
Ein minimalistischer Arbeitsbereich mit abstrakten geometrischen Holzpuzzles als Symbol für kognitives Training. Illustration mit AI erstellt.

Digitale Anwendungen zur Erfassung und Förderung kognitiver Fähigkeiten gewinnen im Gesundheitssektor an Bedeutung. Das Digital-Health-Startup TapTension hat drei frei zugängliche Wellness-Inhalte bereitgestellt, die Nutzer ohne Registrierung und kostenlos verwenden können. Das Angebot unter Führung von CEO Kim Yu-chan umfasst die Module „TapTension Lite“, „TapTension Brain“ und „TapTension HSP“, die auf unterschiedliche mentale Aspekte abzielen.

Spezifische Module für Konzentration und Gedächtnis

Die drei Anwendungen von TapTension setzen auf standardisierte, zeitlich begrenzte Aufgaben. „TapTension Lite“ widmet sich über rund 12 Minuten dauernde Touch-Aufgaben der Aufmerksamkeit und Konzentration.

Das Modul „TapTension Brain“ adressiert in ebenfalls etwa 12 Minuten Gedächtnis und kognitive Funktionen. Ergänzt wird die Reihe durch „TapTension HSP“, das auf Sensibilität ausgerichtet ist, rund 10 Minuten in Anspruch nimmt und gänzlich ohne Fragebogen auskommt.

Wie ein Bericht von kspost.biz vom 29.10.2026 darlegt, beruhen die Übungen des Unternehmens auf international publizierten Studien und digitalen Biomarkern. Das Startup ging aus dem Hongneung-Inkubator hervor und verzeichnete bei der Auswahlinitiative „Entreprendre pour tous“ eine Quote von 9,3:1.

Wissenschaftliche Begleitung und therapeutische Perspektiven

Für die wissenschaftliche und technische Fundierung arbeitet das Unternehmen mit Forschungseinrichtungen zusammen. Laut einem Bericht von chosun.com vom 28.10.2026 verstärkt Dr. Song Jeong-heon vom Korean Brain Research Institute (KBRI) das Vorhaben als technischer Berater. Song forscht im Bereich Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHD) unter Einsatz von Tablet- und Spieldaten.

Das KBRI-Team entwickelte im Jahr 2026 ein KI-Modell zur Klassifizierung von ADHD-Subtypen, das auf Reaktionszeiten, Touch-Mustern und Genauigkeitswerten basiert. Bei Tests mit 6- bis 13-jährigen Kindern mit ADHD erzielte dieses System einen F1-Score von 85,7 Prozent.

Bis zum Jahresende plant TapTension weitere Inhalte zu den Themen Depression, Angst, Impulsivität und Schlaf. Langfristig strebt das Unternehmen die Entwicklung digitaler Medizinprodukte für das ADHD-Screening sowie digitaler Therapien an.

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Internationale Ansätze für digitales Screening

Auch international wächst der Markt für computergestützte Tests. Das Unternehmen Neurowyzr aus Singapur präsentierte auf der Innovationsmesse SWITCH 2026 den „Digital Brain Function Screen“ (DBFS). Das System umfasst zehn interaktive Puzzlespiele mit einer Gesamtdauer von rund 15 Minuten.

Die Anwendung lässt sich per QR-Code ohne Zusatzhardware auf Smartphones, Tablets oder Laptops starten und prüft vier kognitive Domänen: Aufmerksamkeit, unmittelbares Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis sowie die exekutive Funktion. Tausende Puzzle-Varianten sollen Lerneffekten vorbeugen.

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Dem Bericht von medcom.id vom 28.10.2026 zufolge verfügt das DBFS-Verfahren über Medizinprodukt-Zulassungen in neun Ländern, darunter Singapur, die USA, Australien, Malaysia, Thailand, Vietnam, Indien und Indonesien. Dort wird das System unter anderem bei Prodia, Pramita Lab und EMC-Kliniken eingesetzt, während Gespräche mit RS PON laufen.

Laut Neurowyzr-CEO Pang Sze Yunn erreiche die Gehirnleistung ihr Maximum Ende der 20er-Jahre, gefolgt von einem Abbau von etwa 10 Prozent ab dem 30. Lebensjahr und 40 Prozent im Alter von 60 Jahren. Zudem seien rund 40 Prozent des Demenzrisikos durch Anpassungen der Lebensweise vermeidbar.

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