Gehirnalterung: Neues Institut in St. Gallen erforscht Alzheimer und Parkinson
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 20:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In St. Gallen wurde mit dem Institute for the Science of the Aging Brain (ISAB) eine neue Forschungseinrichtung etabliert, die sich der Untersuchung neurodegenerativer Erkrankungen widmet.
Das Institut hat seinen Betrieb im Switzerland Innovation Park Ost aufgenommen und konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Krankheitsbilder Alzheimer und Parkinson. Geleitet wird das ISAB von Adriano Aguzzi, der zuvor als Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich tätig war.
Finanzierung und infrastrukturelle Ausstattung
Der Aufbau und der laufende Betrieb der Forschungseinrichtung werden maßgeblich durch öffentliche Mittel unterstützt. Der Kanton St. Gallen stellt für den Zeitraum von 2026 bis 2030 insgesamt 1,25 Mio. Franken bereit. Diese finanzielle Unterstützung ist in eine Leistungsvereinbarung eingebettet, die eine Laufzeit von fünf Jahren umfasst.
Infrastrukturell verfügt das Institut über ein Labor der Sicherheitsstufe BSL2, welches eine Fläche von 500 m² umfasst. Diese Ausstattung ermöglicht es den Forschenden, unter kontrollierten Bedingungen an biologischen Fragestellungen zu arbeiten, die für die Erforschung des alternden Gehirns zentral sind.
Personelle Planung und strategische Partnerschaften
Während die Forschung nach neuen Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen voranschreitet, kann jeder Einzelne schon heute aktiv etwas für seine geistige Fitness tun. Dieser kostenlose Ratgeber bietet praktische Übungen und Tipps, um die Konzentration zu stärken und das Gedächtnis bis ins hohe Alter fit zu halten. 11 praktische Gehirn-Jogging-Übungen jetzt kostenlos sichern
Aktuell beschäftigt das Institut rund 15 Mitarbeitende. Die strategische Planung sieht jedoch eine deutliche Vergrößerung des Teams vor: Mittelfristig soll die Belegschaft auf 35 bis 40 Personen anwachsen.
Ein wesentlicher Pfeiler der Institutsstrategie ist die Vernetzung mit regionalen und nationalen Partnern. So ist eine Kooperation mit der Empa St. Gallen sowie eine Partnerschaft mit dem Spitalverbund HOCH Health Ostschweiz geplant. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St. Gallen vorgesehen, um die wissenschaftliche Expertise mit der klinischen Praxis zu verknüpfen.
Hintergrund der Institutsleitung und demografischer Kontext
Die Leitung des neuen Instituts durch Adriano Aguzzi erfolgt vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung in der Neuropathologie. In diesem Zusammenhang wurde im Juli 2026 ein Integritätsverfahren an der Universität Zürich abgeschlossen, das insgesamt 36 Publikationen von Aguzzi zum Gegenstand hatte. Das Verfahren wurde eingestellt, da kein wissenschaftliches Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte.
Die Gründung des ISAB erfolgt in einer Phase des demografischen Wandels in der Schweiz. Bereits im Jahr 2025 wurde statistisch erfasst, dass erstmals mehr Menschen im Alter von über 65 Jahren im Land lebten als Personen unter 20 Jahren.
Wer sich mit dem Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit befasst, möchte oft Klarheit über erste Anzeichen von Vergesslichkeit gewinnen. Dieser anonyme 7-Fragen-Selbsttest bietet eine schnelle erste Einschätzung, ob es sich um normale Alterserscheinungen oder ernsthafte Warnsignale handelt. Kostenlosen 2-Minuten-Selbsttest hier starten
Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Forschung an altersbedingten Erkrankungen, um den medizinischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen. Das Institut soll hierbei einen Beitrag leisten, die Mechanismen hinter dem geistigen Abbau besser zu verstehen und potenzielle Therapieansätze zu identifizieren.
