Gehirnaktivität, Mini-EEG

Gehirnaktivität: Mini-EEG am Ohr misst Konzentration in Echtzeit

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 17:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Atlas Mankind kombiniert Mini-EEG und KI zur Erfassung kognitiver Zustände, verlangt 500 US-Dollar plus 30 Dollar Monatsgebühr.

Atlas Mankind stellt Wearable zur Analyse der Gehirnaktivität vor
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsplatz mit einer Kaffeetasse in einem ruhigen, hellen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Die technologische Entwicklung im Bereich der Wearables erreicht mit der Einführung neuer Systeme zur Messung kognitiver Zustände eine neue Stufe. Während bisherige Geräte am Handgelenk vorrangig Fitnessdaten wie Herzfrequenz oder Schrittzahl erfassten, rückt nun die direkte Analyse der Gehirnaktivität in den Fokus der Anbieter.

Das Startup Atlas Mankind hat in diesem Zusammenhang ein Gerät vorgestellt, das durch ein Mini-EEG am Ohr tiefere Einblicke in die Leistungsfähigkeit und Konzentration der Nutzer ermöglichen soll.

Sensorik und Funktionsweise hinter dem Ohr

Das neu vorgestellte Wearable von Atlas wird diskret hinter dem Ohr befestigt und nutzt eine Kombination aus verschiedenen Sensortechnologien. Kernstück ist ein Mini-EEG, das die elektrische Aktivität des Gehirns aufzeichnet. Ergänzt wird diese Datenerhebung durch Sensoren zur Messung der elektrodermalen Aktivität sowie der physischen Bewegung. Darüber hinaus erfasst das System Sprachmuster des Nutzers.

Die Besonderheit des Konzepts liegt in der passiven Arbeitsweise. Im Gegensatz zu vielen Anwendungen, die eine manuelle Eingabe von Befinden oder Aktivitäten erfordern, arbeitet das Gerät im Hintergrund ohne Zutun des Trägers. Ein integriertes System auf Basis künstlicher Intelligenz übernimmt die Auswertung der gesammelten Datenströme, um daraus Rückschlüsse auf den mentalen Zustand zu ziehen.

Fokus und Konzentration als messbare Ressourcen

Atlas Mankind positioniert das Wearable als Werkzeug für eine Zielgruppe, die ihre geistige Leistungsfähigkeit optimieren möchte. Hierzu zählen insbesondere Fachkräfte in anspruchsvollen Berufen sowie Studenten. Das Ziel der Anwendung besteht darin, Konzentration als eine knappe Ressource zu behandeln und diese durch Datenvisualisierung steuerbar zu machen.

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Durch die Analyse der Gehirnströme und weiterer physiologischer Parameter soll das System detaillierte Einblicke in die aktuelle Leistungsfähigkeit geben. Damit bewegt sich das Unternehmen in einem wachsenden Markt für „Brain Health“, in dem auch Wettbewerber aktiv sind. Ein bekanntes Konkurrenzprodukt namens Awear verfolgt einen ähnlichen Ansatz, konzentriert sich dabei jedoch primär auf die Visualisierung von Stressbelastungen.

Kostenstruktur und fachliche Einordnung

Das Geschäftsmodell von Atlas basiert auf einer Kombination aus Hardwarekauf und laufenden Betriebskosten. Für die Vorbestellung des Geräts wird ein Betrag von 500 US-Dollar aufgerufen. Zusätzlich sieht das Modell eine monatliche Gebühr von 30 Dollar für die notwendigen Sensoren vor, was die langfristige Nutzung an ein Abonnement bindet.

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Trotz der technischen Versprechen bleibt die Einordnung der Datenqualität ein zentraler Punkt in der fachlichen Diskussion. Experten weisen darauf hin, dass die Genauigkeit solcher mobilen EEG-Lösungen kritisch zu hinterfragen sei, insbesondere im Vergleich zu klinischen Geräten.

Da das Wearable im Alltag getragen wird, können Bewegungsartefakte und Umwelteinflüsse die Signalqualität beeinflussen. Dennoch markiert die Einführung des Atlas-Wearables einen Trend hin zu einer immer feingliedrigeren Vermessung des menschlichen Bewusstseins im professionellen Umfeld.

Mehr zum Thema bei t3n: „Für mehr Konzentration: Dieses neue Wearable misst deine Gehirnaktivität“

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