Gefäßkrankheiten, Fälle

Gefäßkrankheiten: 80% aller Fälle durch Lebensstil vermeidbar

11.06.2026 - 17:03:09 | boerse-global.de

Herzinfarkt-Sterblichkeit in Sachsen-Anhalt fällt drastisch, doch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben häufigste Todesursache.

Herzinfarkt-Todesfälle in Sachsen-Anhalt sinken um 40 Prozent
Gefäßkrankheiten - Ein stilisiertes, gesundes menschliches Herz mit dezenten digitalen Daten-Overlays vor einer abstrakten Karte von Sachsen-Anhalt. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuell sterben 56 von 100.000 Einwohnern an einem Herzinfarkt. Das zeigen Daten der Deutschen Herzstiftung.

Trotz des Rückgangs bleiben Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Sie sind für mehr als ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich.

Experten: 80 Prozent der Gefäßkrankheiten vermeidbar

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Professor Michael Gross vom Johanniter-Krankenhaus Stendal betont die anhaltende Gefahr. Professor Daniel Sedding vom Universitätsklinikum Halle ergänzt: Ein Großteil der Erkrankungen sei zwar lebensbedrohlich, aber durch gezielte Maßnahmen vermeidbar.

Noch deutlicher wird Professor Rüdiger Braun-Dullaeus. Seine Schätzung: Rund 80 Prozent aller Gefäßkrankheiten ließen sich durch einen gesunden Lebensstil verhindern.

„#herzenssache“: 7. Herzwoche startet Mitte Juni

Unter dem Motto „Mach‘ Deinem Herzen Beine!“ findet Mitte Juni 2026 die 7. Herzwoche Sachsen-Anhalt statt. Die Kampagne setzt auf Bewegung als Prävention. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne bezeichnet körperliche Aktivität als eine der effektivsten Schutzmaßnahmen.

Das Programm verteilt sich über mehrere Städte:

  • Halle und Magdeburg: Aktionstage auf dem Marktplatz und dem Uni-Campus. Themen sind gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung und Reanimationstraining.
  • Burg: Dr. Tom Giesler von der Helios Klinik will junge Erwachsene erreichen. Geplant sind Kooperationen mit berufsbildenden Schulen.
  • Stendal: Am 19. Juni 2026 bietet das Johanniter-Krankenhaus Gesundheitschecks an. Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin werden direkt vor Ort gemessen.

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Hitze als zusätzliche Gefahr fürs Herz

Neben der Prävention ist die Akutversorgung entscheidend. Das Klinikum Dahme-Spreewald zeigt, wie es geht: Herzkatheterlabore in Lübben und Königs Wusterhausen sind seit 15 beziehungsweise 10 Jahren durchgehend in Bereitschaft. Jährlich führen sie mehr als 1.200 Untersuchungen durch.

Aktuell warnt die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt vor einer zusätzlichen Belastung: die anhaltende Hitze im Juni 2026. Besonders ältere Menschen sind durch Dehydrierung gefährdet. Eine Anpassung der Medikamentendosierung könne nötig werden. Arbeitgeber sollen das Unfallrisiko durch Hitze minimieren.

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