Gedächtnistraining: Volkshochschulen und Kirchen bauen Angebot massiv aus
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 16:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Volkshochschulen, Kirchen und Fachstellen erweitern ihr Angebot. Gedächtnistraining wird zum festen Bestandteil der Bildungs- und Gesundheitslandschaft. Das Spektrum reicht von niederschwelligen Seniorenangeboten bis zu zertifizierten Fachausbildungen.
Qualität durch zertifizierte Ausbildungen
Das Bildungszentrum Nürnberg bietet im September 2026 eine Informationsveranstaltung zur zertifizierten Ausbildung „Ganzheitliches Gedächtnistraining“ an. Ziel ist es, standardisierte Qualitätsmerkmale zu etablieren. Hanna Walch koordiniert das Angebot für Interessierte.
Auch in anderen Bereichen zeigt sich der Fokus auf kognitive Förderung. Ein inklusiver Qualifizierungskurs zur Assistenzkraft in Kindertageseinrichtungen endete im Juli 2026 in Würzburg. Die Ausbildung startete im Oktober 2025 und wurde vom MIG, dem ifp und der Don Bosco Berufsschule durchgeführt. Zwei Absolventinnen erhielten Unterstützung durch die Agentur für Arbeit – ein Zeichen für die arbeitsmarktpolitische Relevanz dieser Berufe.
Maßgeschneiderte Programme für Senioren
Die Angebote orientieren sich zunehmend an den Lebensumständen der Teilnehmer. In der Bremer Neustadt organisiert die Ev. Gemeinde St. Jakobi regelmäßige Termine für Senioren unter der Leitung von Herrn Engel. Ähnlich das Format „Urlaub ohne Koffer“ in Wuppertal-Langerfeld: Bis Ende August 2026 verbindet es kognitive Übungen mit einem Freizeitprogramm. Diakonin Katharina Arnoldi koordiniert die Maßnahmen.
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Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entlastung pflegender Angehöriger. Die Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner startet im August 2026 eine Veranstaltungsreihe in Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau und Eschwege. Kognitive Impulse treffen hier auf Erfahrungsaustausch – das stärkt die mentale Resilienz der Pflegenden.
Gedächtnistraining als kommunale Aufgabe
Immer mehr Gemeinden integrieren kognitive Förderung in ihre Gesundheitsstrukturen. In Jestetten lief im Juli 2026 das Projekt „Zipfelfit“ – in Kooperation mit der AOK Hochrhein-Bodensee gab es kostenlose Bewegungs- und Mentaltrainings. Eine Fortsetzung ist für nächstes Jahr geplant.
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Volkshochschulen ziehen nach. Die vhs Verl bietet ab Herbst 2026 spezialisierte Lehrgänge für Fachkräfte in systemischer Beratung und Psychomotorik an. Die berufsbegleitenden Maßnahmen dauern 8 bis 14 Monate. Gefördert werden sie über den „Bildungsscheck 2.0“ – bis zu 50 Prozent, maximal 500 Euro.
Entspannungstechniken ergänzen das kognitive Training. In St. Ingbert starten im August 2026 Kurse in Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung unter der Leitung von Martin Wörner. Sie dienen der Stressprävention und ergänzen die kognitive Förderung um mentale Entlastung. Auch für Jüngere gibt es Angebote: Die vhs Heidelberg bietet im August 2026 Ferienkurse mit experimentellem Lernen und technischem Verständnis.
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