GCash-Sicherheit: SMS-Passwörter bis 22. Juni durch App ersetzt
05.06.2026 - 13:17:13 | boerse-global.de
Bis zum 22. Juni 2026 ersetzt der mobile Zahlungsdienstleister den SMS-Versand durch Push-Benachrichtigungen in der eigenen App. Die Maßnahme soll vor Phishing und digitalem Finanzbetrug schützen.
Regulatorische Vorgaben treiben Wechsel
Hintergrund ist eine Direktive der philippinischen Zentralbank (BSP) namens AFASA. Sie schreibt vor, SMS-basierte OTPs bis Juni 2026 auszuphasen. Der Wechsel zur In-App-Authentifizierung reduziert die Anfälligkeit für Social Engineering, SIM-Betrug und Phishing-Angriffe.
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Miguel Geronilla, Sicherheitschef von GCash, bezeichnet die Initiative als strategischen Schritt. Das neue System stellt sicher, dass Verifikationsanfragen nur auf bereits registrierten und authentifizierten Endgeräten ankommen. Es ergänzt bestehende Sicherheitsmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, KYC-Verfahren und Gesichtserkennung.
Branche rüstet auf
GCash steht mit diesem Schritt nicht allein. Weltweit erhöhen Finanz- und Technologieunternehmen den Schutz für Endverbraucher:
- Klarna: Der schwedische Zahlungsdienstleister führte Anfang Juni eine globale Inbox-Funktion ein. Offizielle Mitteilungen werden dort automatisch hinterlegt – Nutzer können die Echtheit von Zahlungsaufforderungen direkt in der App prüfen.
- Google: Für Android-Smartphones rollt seit Juni eine Funktion zur Erkennung gefälschter Anrufe aus. Das System identifiziert Deepfake-Anrufe per KI und warnt Nutzer in Echtzeit.
- Samsung: Der Konzern veröffentlichte ein Sicherheitsupdate für Galaxy-Geräte, das 45 Schwachstellen behebt – darunter mehrere kritische Lücken im Android-Betriebssystem.
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Sicherheitsgefühl vs. Realität
Trotz der technischen Aufrüstung klafft eine Lücke im Sicherheitsverhalten der Verbraucher. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Verbands eco zeigt: Rund 74 Prozent der Deutschen halten ihre Passwörter für sicher. Doch nur 32 Prozent nutzen Passkeys, lediglich 25 Prozent eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Branchenexperten raten verstärkt zu Passwort-Managern und Multi-Faktor-Verfahren. Dass dies notwendig bleibt, zeigt eine Deloitte-Untersuchung unter 1.200 Führungskräften im DACH-Raum: 97 Prozent der Großunternehmen meldeten im vergangenen Jahr Cybervorfälle. Phishing und Datenverlust gehören zu den häufigsten Sorgen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen planen daher, ihre Ausgaben für Cybersicherheit weiter zu erhöhen.
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