GASA-Bericht, Japan

GASA-Bericht zu Japan: 21 Prozent der Reagierenden bei Betrug bestohlen

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 23:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Weniger Menschen begegneten Betrugsversuchen, doch die Sorge nahm zu; viele Befragte befürworten Sperren verdächtiger Transaktionen.

GASA-Bericht zu Japan: KI-gestützte Betrugsmaschen werden raffinierter
Eine ruhige japanische Wohnstraße in der Dämmerung mit moderner und traditioneller Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Die Global Anti-Scam Alliance (GASA) hat ihren aktuellen Lagebericht für Japan vorgelegt. Laut Medienberichten vom 29. September 2026 warnt die Organisation in der Untersuchung mit dem Titel „State of Scams Report 2026 – Japan“ vor einer zunehmenden Raffinesse von Betrugsmaschen, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz gestützt werden.

Weniger Kontakte, aber wachsende Besorgnis

Den Ergebnissen der GASA zufolge gaben 22% der befragten Personen an, in den vergangenen zwölf Monaten mit Betrugsversuchen in Berührung gekommen zu sein. Im Vorjahr hatte dieser Anteil noch bei 38% gelegen. Gleichzeitig stieg das Unbehagen in der Bevölkerung: 45% der Teilnehmenden äußerten Sorgen vor derartigen Angriffen, verglichen mit 42% im Vorjahreszeitraum.

Obwohl 57% der Befragten angaben, sich sicher zu sein, betrügerische Aktivitäten identifizieren zu können, reagierten 53% der kontaktierten Personen auf die Ansprachen – etwa indem sie eingehende Mitteilungen lasen, Telefonate annahmen oder auf übermittelte Verknüpfungen klickten. Von denjenigen, die auf derartige Versuche eingingen, wurden 21% bestohlen.

Bei den registrierten Delikten bildete Identitätsbetrug mit 20% den größten Anteil, gefolgt von Vorfällen im Online-Shopping mit 15% sowie Romance-Scam mit 14%. Zudem gaben 10% der Eltern von Kindern im Alter zwischen 7 und 17 Jahren an, dass ihr Nachwuchs Betrugskontakte erlebt habe.

Kanäle, Plattformen und Prüfverhalten

Als häufigste Zugangswege für Kriminelle nennt die Analyse die elektronische Post sowie mobile Netzwerke. So erfolgten 55% der Versuche per E-Mail, während 43% über SMS und 43% per Telefonanruf verzeichnet wurden. Im Vorjahr hatten diese Werte bei 36%, 27% und 31% gelegen.

Anzeige

Wer sich vor den zunehmenden Gefahren durch E-Mail-Betrug und Datenmissbrauch auf dem Smartphone schützen möchte, findet in diesem Ratgeber die wichtigsten Grundlagen. Ein kostenloser PDF-Report zeigt 5 einfache Schritte, die jeder Android-Nutzer sofort zur Absicherung umsetzen kann. 5 Sicherheitsmaßnahmen für Ihr Smartphone jetzt kostenlos entdecken

Zudem gaben 59% der Befragten an, über Direktnachrichtendienste kontaktiert worden zu sein. Zu den primär betroffenen Plattformen zählten Gmail mit 28%, der Dienst X mit 22%, Instagram mit 21% sowie der Messenger LINE mit 19%.

Blieben Reaktionen aus, nannten 64% mangelnde Glaubwürdigkeit als Grund, 61% verwiesen darauf, grundsätzlich nicht zu antworten, und 44% schöpften wegen Rechtschreibfehlern Verdacht.

Insgesamt gaben 77% an, die Echtheit verdächtiger Kontaktaufnahmen zu prüfen. Dabei kontrollierten 36% die Telefonnummer, 32% handelten aus allgemeinem Misstrauen und 25% orientierten sich an formalen Fehlern in den Nachrichten.

Anzeige

Da Kriminelle ihre Methoden ständig verfeinern, reicht einfaches Misstrauen oft nicht mehr aus, um sensible Daten und Online-Konten effektiv zu schützen. Dieser kostenlose Experten-Report erklärt, wie Sie mit der modernen Passkey-Technologie Phishing und Datenklau komplett verhindern können. Gratis-Ratgeber: Sicher und passwortlos anmelden

Meldewege und geforderte Schutzmaßnahmen

Insgesamt 75% der Betroffenen leiteten entsprechende Vorfälle weiter. Der größte Teil, 61%, wandte sich an das persönliche Umfeld aus Familie und Freunden. 28% meldeten Vorfälle an Mobilfunkanbieter, 27% an die jeweiligen Plattformbetreiber, 20% an Internetdienstanbieter und 18% an die Polizei.

Als besonders nützliche Informationsquellen bei der Abwehr von Täuschungsversuchen stuften die Befragten Berichte in den Nachrichten mit 47% ein, gefolgt von Internetseiten staatlicher Behörden mit 30% und Auskünften von Banken mit 27%.

Bei der Frage nach der Zuständigkeit für die Betrugsbekämpfung sahen 26% der Befragten die Polizei in der primären Verantwortung. 15% nannten Hosting-Dienstleister, jeweils 12% verwiesen auf Bankinstitute sowie auf die Regierung. Hinsichtlich präventiver Eingriffe sprachen sich 73% für Transaktionssperren durch Geldinstitute aus; 70% befürworteten Sperrmaßnahmen durch Telekommunikationsanbieter und App-Entwickler.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70201099 |