Gaming-Monitore 2026: LG bringt erste native 1000-Hertz-Displays
28.05.2026 - 23:04:28 | boerse-global.deDer südkoreanische Elektronikkonzern LG hat seine Gaming-Monitor-Reihe für 2026 vorgestellt – mit einem echten Paukenschlag. Erstmals kommt ein Display mit nativen 1000 Hertz auf den Markt, das ohne künstliche Hochrechnung auskommt. Gleichzeitig startet die Massenproduktion einer neuen OLED-Generation, die vor allem die Lesbarkeit von Texten verbessern soll.
1000 Hertz ohne Tricks: Der neue UltraGear 25G590B
Das Flaggschiff der neuen Serie ist der UltraGear 25G590B. Mit 24,5 Zoll Diagonale und Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) setzt das Gerät auf ein IPS-Panel – und liefert eine native Bildwiederholrate von 1000 Hertz. Das ist branchenweit ein Novum.
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„Das ist kein Marketing-Gag", betonen Technikexperten. Denn anders als bei manchen Konkurrenzprodukten kommt hier kein Interpolation-Trick zum Einsatz. Das Display aktualisiert das Bild tatsächlich tausendmal pro Sekunde. Zielgruppe sind professionelle E-Sportler, vor allem in schnellen Shootern wie Counter-Strike 2 oder Valorant.
Zusätzliche Features wie Motion Blur Reduction Pro und eine KI-gestützte Szenenoptimierung sollen für gestochen scharfe Bilder sorgen. Wann genau der Monitor in den Handel kommt, steht noch nicht fest. LG kündigt eine Markteinführung für die zweite Hälfte des Jahres 2026 an. Auch zum Preis schweigt das Unternehmen bisher.
Schluss mit unscharfen Buchstaben: Neue OLED-Panel-Generation
Ein weiterer Meilenstein betrifft die OLED-Technologie. LG Display hat am heutigen Donnerstag die Massenproduktion eines 27-Zoll-OLED-Panels mit 240 Hertz gestartet. Der Clou: Statt der bisher üblichen Subpixel-Anordnung kommt ein RGB-Stripe-Design zum Einsatz.
Das klingt technisch, hat aber einen handfesten Vorteil. Bisherige OLED-Monitore leiden oft unter sogenanntem Text Fringing – farbige Säume um Buchstaben, die bei der Arbeit mit Dokumenten oder beim Surfen schnell zu Augenbelastung führen. Das neue Panel soll dieses Problem weitgehend lösen.
Mit einer Pixeldichte von 160 PPI und der Dynamic-Frequency-and-Resolution-Technologie (DFR) kann das Display zwischen zwei Modi umschalten: 4K bei 240 Hertz oder Full HD bei 480 Hertz. „Das festigt unsere Führungsposition im Premium-Monitor-Segment", erklärte LG-Manager Lee Hyun-woo.
Die ersten Monitore mit dieser Technologie werden allerdings erst zur CES 2027 im Januar erwartet.
Riesen-Displays fürs Wohnzimmer: Die Ultra-Wide-Reihe
Neben den Hochleistungs-Modellen für den E-Sport erweitert LG auch sein Angebot an großen Curved-Displays. Drei Modelle stechen besonders hervor:
Der 52-Zoll-UltraGear G9 bietet eine 5K2K-Auflösung, 240 Hertz und eine starke 1000R-Krümmung. Aktuell ist das Modell in den USA zu einem Aktionspreis von umgerechnet rund 1.550 Euro erhältlich – 15 Prozent unter dem regulären Preis von etwa 1.820 Euro.
Der 39-Zoll-UltraGear GX9 setzt auf OLED-Technik und beherrscht ebenfalls den Dual-Mode: 165 Hertz bei 5K2K oder 330 Hertz bei Full HD. In Kanada ist das Gerät bereits vorbestellbar – für umgerechnet etwa 1.480 Euro.
Der 27-Zoll-UltraGear GM9 wiederum ist ein Mini-LED-Monitor mit 5K-Auflösung und einer Spitzenhelligkeit von 1250 Nits. Auch er unterstützt Dual-Mode-Refresh-Rates. Der kanadische Vorbestellpreis liegt bei umgerechnet rund 940 Euro.
Wettlauf der Giganten: Samsung zieht nach
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Die Ankündigungen fallen in eine Zeit verschärfter Konkurrenz. Branchengröße Samsung Display bereitet sich auf die Computex vor, die vom 2. bis 5. Juni in Taipeh stattfindet. Erwartet wird ein 31,5-Zoll-QD-OLED-Monitor mit 4K und 360 Hertz – im Dual-Mode sogar bis zu 680 Hertz bei Full HD.
Samsungs Massenproduktion für diese Panels soll ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Ein zeitlicher Gleichschlag mit LG, der einen erbitterten Wettbewerb um die Krone im Gaming-Monitor-Segment verspricht.
Für deutsche Gamer und Technik-Enthusiasten heißt das: Die Auswahl an Hochleistungs-Displays wird in den kommenden Monaten enorm wachsen – und die Preise dürften durch den Konkurrenzdruck zumindest bei den Highend-Modellen unter Druck bleiben.
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