Galaxy-Sicherheit: Samsung sperrt Geräte nach 13 PIN-Fehlern permanent
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 10:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Samsung verschärft die Sicherheitsregeln für Galaxy-Smartphones drastisch. Wer seine PIN zu oft falsch eingibt, verliert künftig alle lokalen Daten.
Nach 13 fehlerhaften Eingaben sperrt sich das Gerät dauerhaft und löst einen automatischen Werksreset aus. Die neue Regelung ist Teil der Benutzeroberfläche One UI 9 und betrifft vor allem aktuelle Faltmodelle.
Progressive Sperrzeiten und Pflicht-Reset
Bisher konnten Nutzer den automatischen Reset nach 20 Fehlversuchen manuell deaktivieren. Unter One UI 9 wird die Funktion zur Pflicht – ohne Ausnahme.
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Der Sperrprozess erfolgt schrittweise:
- 5. Fehlversuch: 1 Minute Wartezeit
- 6. Versuch: 5 Minuten Sperre
- 10. Versuch: 4 Stunden Sperre
- 12. Versuch: 24 Stunden Sperre
Beim 13. Fehlversuch ist Schluss: Das Gerät wird permanent gesperrt und zurückgesetzt. Zwei identische Fehleingaben hintereinander zählen übrigens nur als ein Versuch. Vor Erreichen des Limits zeigt das System Warnmeldungen an.
Diese Modelle sind betroffen
Die neuen Regeln gelten zunächst für Geräte, die ab Werk mit One UI 9 ausgeliefert werden. Dazu gehören das Galaxy Z Fold8, das Z Fold8 Ultra sowie das Galaxy Z Flip8.
Für das Galaxy S26 wird ein stabiles Update auf One UI 9 im September erwartet. In aktuellen Beta-Versionen war die Funktion teilweise noch nicht aktiv.
Ein wichtiger Punkt: Die Sperre ist unumkehrbar. Samsung betont, dass weder eine Fernentsperrung noch eine PIN-Wiederherstellung durch den Hersteller möglich ist. Nach dem Werksreset greift die Factory Reset Protection (FRP). Um das Smartphone wieder in Betrieb zu nehmen, müssen sich Besitzer mit ihrem verknüpften Samsung- und Google-Konto anmelden.
Auch biometrische Verfahren betroffen
Nutzer von Fingerabdruckscannern oder Gesichtserkennung kommen nicht um die PIN herum. Das System verlangt alle 72 Stunden die manuelle Eingabe – als primäres Sicherheitsmerkmal.
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Branchenexperten und der Hersteller raten daher zu regelmäßigen Backups. Ohne aktuelle Sicherung in der Cloud oder auf externen Speichern sind alle lokalen Daten nach der 13. Fehleingabe unwiederbringlich verloren.
Mit diesem Schritt gleicht Samsung seine Sicherheitspolitik an die Standards anderer führender Smartphone-Hersteller an.
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