G.SKILL zahlt 2,4 Millionen: Entschädigung für Speicher-Sammelklage
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 05:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Hardware-Hersteller G.SKILL hat in dieser Woche mit der Verteilung von Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen US-Dollar begonnen.
Die Auszahlungen sind das Ergebnis eines gerichtlichen Vergleichs im Rahmen einer Sammelklage, die dem Unternehmen eine täuschende Vermarktung seiner DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher vorwarf. Der Prozess betraf insbesondere die Darstellung von Leistungsdaten, die in der Praxis nicht unter allen Bedingungen erreicht wurden.
Details zur Entschädigung und betroffene Produktgruppen
Anspruchsberechtigt im Rahmen dieses Vergleichs sind Kunden in den USA, die in einem Zeitraum zwischen dem 31. Januar 2018 und dem 7. Januar 2026 bestimmte Speicherkits des Herstellers erworben haben. Die Klage bezog sich konkret auf DDR4-Module mit einer beworbenen Geschwindigkeit von über 2.133 MHz beziehungsweise 2.133 MT/s sowie auf DDR5-Kits mit mehr als 4.800 MHz beziehungsweise 4.800 MT/s.
Die betroffenen Käufer erhalten je nach Fall Beträge in einer Spanne von etwa 20 bis 25 US-Dollar pro Person. In der praktischen Abwicklung belaufen sich die tatsächlich ausgezahlten Summen auf Werte zwischen 19,68 US-Dollar und 24,60 US-Dollar.
Berichten zufolge variieren die Beträge je nach gewählter Auszahlungsmethode geringfügig; so wurde beispielsweise eine Zahlung in Höhe von 14,76 US-Dollar über den Dienstleister PayPal dokumentiert. Als Zahlungswege stehen den Berechtigten neben PayPal auch Zelle, direkte Banküberweisungen oder Guthaben auf Prepaid-Mastercards zur Verfügung.
Rechtlicher Hintergrund und prozessualer Ablauf
Die juristische Auseinandersetzung hat ihren Ursprung im Jahr 2022, als die Sammelklage wegen irreführender Geschwindigkeitsangaben eingereicht wurde. Die Kläger warfen dem Unternehmen vor, Leistungsmerkmale zu bewerben, die ohne zusätzliche Konfigurationen oder unter herkömmlichen Bedingungen nicht stabil abrufbar seien.
Rekord-Schäden durch Phishing zeigen, wie wichtig Wachsamkeit im digitalen Alltag geworden ist. Experten erklären im kostenlosen Anti-Phishing-Paket, wie Ihr Unternehmen sich wirksam vor betrügerischen Angriffen schützen kann. Kostenloses Anti-Phishing-Paket herunterladen
Nachdem die Anspruchsfrist für betroffene Verbraucher bereits am 7. April 2026 geendet hatte, erfolgte die finale gerichtliche Genehmigung des Vergleichs am 9. Juni 2026. Die ersten Zahlungsanweisungen wurden schließlich am 18. August 2026 eingeleitet. Neben der finanziellen Entschädigung verpflichtet der Vergleich G.SKILL zu Anpassungen in der Produktkommunikation.
Das Unternehmen wird seine Verpackungen künftig so gestalten, dass Geschwindigkeitsangaben mit dem einschränkenden Zusatz „bis zu“ versehen werden. Zudem müssen explizite Warnhinweise bezüglich der Nutzung von Übertaktungsprofilen wie XMP oder EXPO integriert werden.
Sicherheitswarnungen für Verbraucher im Abwicklungsprozess
Im Zuge der laufenden Auszahlungsphase mahnen Branchenbeobachter zur besonderen Vorsicht. Es gibt Hinweise auf Phishing-E-Mails, die den laufenden Vergleich als Vorwand nutzen, um sensible Kundendaten abzugreifen.
Wer sich mit dem Thema IT-Sicherheit befasst, sollte die psychologischen Tricks der Betrüger kennen. Dieser kostenlose Report enthüllt die aktuellen Methoden der Cyberkriminellen und zeigt auf, wie man diese frühzeitig entlarvt. 7 psychologische Schwachstellen jetzt entdecken
Verbraucher sollten bei Benachrichtigungen über anstehende Gutschriften prüfen, ob diese über die offiziell autorisierten Kanäle der Vergleichsverwaltung kommuniziert werden. Da die Frist zur Anmeldung von Ansprüchen bereits im Frühjahr abgelaufen ist, können derzeit keine neuen Forderungen mehr für diesen spezifischen Vergleich eingereicht werden.
