Fußorthesen: IndexBox erwartet bis 2035 ein jährliches Marktwachstum von 5,8 Prozent
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der weltweite Markt für Orthesen und Stützen für Sprunggelenk und Fuß steht vor einer Phase anhaltenden Wachstums. Wie das Marktforschungsunternehmen IndexBox in einem Bericht vom 07.10.2026 darlegt, soll der Sektor im Zeitraum von 2026 bis 2035 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,8 Prozent zulegen. Ausgehend von einem Basiswert von 100 im Jahr 2025 prognostizieren die Marktforscher für das Jahr 2035 einen Marktindex von 175.
Demografischer Wandel und chronische Erkrankungen als Markttreiber
Für die steigende Nachfrage nach Hilfsmitteln im Fuß- und Sprunggelenkbereich sind laut IndexBox mehrere medizinische und demografische Faktoren verantwortlich. Neben einer alternden Bevölkerung treiben vor allem das vermehrte Auftreten von Arthrose, Bandverletzungen sowie diabetische Fußkomplikationen den Bedarf an stabilisierenden Produkten an.
Regional betrachtet verzeichnet die Region Asien-Pazifik das schnellste Wachstum im Markt für Sprunggelenk- und Fußorthesen. Gleichzeitig bleiben Nordamerika und Europa laut den Marktbeobachtern weiterhin bedeutende Absatzmärkte. Zu den etablierten Anbietern in diesem Segment zählen Unternehmen wie DJO Global, Össur, Breg, DeRoyal, Hanger, Medi und Thuasne.
Verschiebungen bei Vertriebswegen und Versorgungszentren
Bei der Verteilung der Nachfrage dominieren derzeit die stationären Gesundheitseinrichtungen. IndexBox beziffert den Anteil von Krankenhäusern und Kliniken auf 35 Prozent des Marktes. Der Einzelhandel und die häusliche Versorgung machen 30 Prozent des Bedarfs aus. Ein besonders dynamisches Segment bilden ambulante OP-Zentren, die zwar gegenwärtig für 10 Prozent der Nachfrage stehen, jedoch das schnellste Wachstum aufweisen.
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Trotz der positiven Wachstumsprognosen steht der Markt vor Herausforderungen. Als wesentliche Hemmnisse nennt der Bericht Fragen der Kostenerstattung, regulatorische Hürden sowie das Vorhandensein von Alternativbehandlungen.
Auf regulatorischer Ebene unterliegen die Produkte spezifischen Vorgaben, etwa der Einstufung in die Klassen I und II durch die US-amerikanische Food and Drug Administration oder der Klassifizierung nach Klasse I und IIa im Rahmen der europäischen Medizinprodukte-Verordnung.
Neue Konzepte für Mobilitätshilfen und Reha-Phasen
Parallel zur Marktentwicklung für klassische Orthesen entstehen an Hochschulen neue Ansätze für die Unterstützung des Bewegungsapparats. An der Hochschule Pforzheim entwickelte Leon Kast im Rahmen einer Bachelorarbeit das Konzept einer Mobilitätshilfe, wie ein Bericht vom 07.10.2026 auf vogel.de beschreibt.
Das System nutzt Carbon-Blattfedern aus der Sportprothetik, die den natürlichen Bewegungsablauf rekonstruieren sollen, indem sie beim Gehen kinetische Energie aufnehmen und beim Abstoßen wieder abgeben.
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Das Konzept setzt auf ein dreidimensional gedrucktes, modulares Baukastensystem, das sich als Unterarm- oder Achselstütze konfigurieren lässt. Die Anzahl der eingesetzten Federn ist modular anpassbar: Zu Beginn einer Rehabilitationsphase sorgen mehrere Federn für maximale Stabilität, während eine reduzierte Federanzahl in späteren Phasen eine aktivere Eigenbewegung fördert.
Zudem folgt der Entwurf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und sieht austauschbare, reparierbare Bauteile sowie ein Verleihsystem über Sanitätshäuser vor.
